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Daniel Hähnert zimmert einen Ball, in die gegnerische Hälfte.

Unsere Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben in der 2. Bundesliga Nord zum Ausklang der Saison noch mal ihre Spielstärke unter Beweis gestellt und in der heimischen Strelitzhalle den TuB Bocholt klar mit 3:0 (25: 17, 25: 23, 26:24) besiegt. Auch das Hinspiel in Westfalen hatten die Neustrelitzer mit 3:1 für sich entscheiden können. Damit beenden die Residenzstädter diese coronabedingt sehr besondere Spielzeit als Aufsteiger auf Platz 6 der Tabelle, einen Rang vor den Warnemündern, und damit als Primus in MV.

Den PSV-Jungs war die Freude am Spiel von Beginn an deutlich anzumerken. Im ersten Satz konnten die Neustrelitzer ihren Vorsprung auf acht Punkte ausbauen und diesen auch halten, während die Bocholter noch um ihre Form rangen. Tom Orzelski besetzte auch heute aushilfsweise die Zuspielerposition und hat seinen Job wirklich gut gemacht. Was für ein Multitalent, da fehlte kaum mal ein Zentimeter an Präzision im Pass! Völlig zu Recht wurde der sympathische Sportsmann auch als Bester in den Reihen des PSV ausgezeichnet.

Multitalent Tom Orzelski

In Runde 2 waren die Bocholter bis zum 17:17 immer in Führung, aber die Gastgeber zeigten auch hier kämpferische Qualität und konnten den Durchgang letztlich noch, wenn auch knapp, für sich entscheiden. Auch im dritten Satz wurde es eng. Wieder holten die Neustrelitzer auf, gingen vom 17:17 dann 21:19 in Führung und behielten beim 24:24 die Nerven. Zwei Monsterblöcke, und der Drops war gelutscht. Jubel, Jubel, Jubel, wenn auch wieder vor leeren Rängen.

Der Wermutstropfen des Abends: Trainer Mewes Goertz wird schweren Herzens aus familiären Gründen seinen Stuhl räumen, will der Mannschaft aber verbunden bleiben. Das teilte er nach dem Spiel der Mannschaft mit. Schon morgen will der PSV die Stelle neu ausschreiben. Im Gespräch mit Strelitzius betonte er, wie stolz Cotrainer Dirk Heß und er mit dem gesamten Team über den sechsten Platz in der ersten Bundesliga-Saison seien. „Unsere Erwartungen sind erfüllt worden, auch wenn eine durchaus mögliche noch bessere Platzierung die Kirsche auf der Torte gewesen wäre.“ Zum Finale habe das Team noch einmal seine mannschaftliche Geschlossenheit unter Beweis gestellt. „Wir sind gierig gewesen, hatten den Willen zum Siegen, und das hat sich ausgezahlt.“

Unser PSV Neustrelitz hat bewiesen, dass er in die 2. Bundesliga gehört. Meister in der Nordstaffel sind unsere Nachbarn aus Lindow-Gransee geworden vor den Kielern und dem Moerser SC.

Mit ihrem Blockspiel haben die Neustrelitzer den Gästen heute den Zahn gezogen.
Erfolgsgespann: Mewes Goertz (links) und Dirk Heß.