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Stammleser meines Blogs wissen, dass ich Feiertagsgrüße an die Strelitzius-Gemeinde gern mit einer Geschichte garniere. Je näher das Osterfest rückte, umso unruhiger wurde ich angesichts der Tatsache, dass mir so gar nichts Erzählenswertes begegnete. Zumal der ganze Corona-Mist sich, zugegeben, lähmend auf meine Kreativität und meine Inspiriertheit auswirkt.

Am Gründonnerstag, quasi fünf Minuten vor der Angst, stand die Idee in Gestalt einer Flasche Eierlikör dann doch noch vor unserer Tür. Mit der Leckerei, also an der Flasche, kam uns eine liebe Freundin und Nachbarin ins Haus, und die Mädels haben sich gleich an die Verkostung der selbstangesetzten Spirituose gemacht. Einhellige Meinung: schmeckt nach mehr, auch aus dem Waffel- oder Schokobecher.

Nach dem zweiten Gläschen hatte ich unsere Besucherin dann so weit, dass sie das Urwesenberger Rezept für meine Leser herausgerückt, aber nur unter der Bedingung, dass keine Namen genannt werden. Denn die Offenlegung grenze an Geheimnisverrat, und es gebe Leute an der Woblitz, die da keinen Spaß verstehen.

Vier frische Eier, drei Tütchen Vanillezucker und zwei Mal Kondensmilch á 340 Gramm (mindestens vier Prozent Fettstufe) durch den Mixer jagen. Jetzt nach Geschmack Puderzucker und Prima Sprit zusetzen. Letzterer (69,9 Prozent) findet sich zum Beispiel bei Kaufland ungetarnt im Schnapsregal. Und mixen, abschmecken, mixen, abschmecken, mixen… Das Getränk im Kühlschrank aufbewahren, sich am Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier orientieren. Aber das Zeug wird ohnehin nicht alt, viel zu süffig.

In diesem Jahr also ein Eierlikörchen auf meine zahlreichen Blogfreunde in nah und fern. Bleibt schön gesund und vernünftig. Frohe Ostern!