Schlagwörter

, , , ,

Im Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, die am 4. Januar 2021 für die Schulen in Kraft tritt (Strelitzius berichtete), an dieser Stelle einige Erläuterungen:

Die Allgemeinverfügung betrifft alle Schulen im Landkreis – die allgemeinbildenden ebenso wie die beruflichen Schulen. Ab der 5. Klasse und höher ist ab 4. Januar 2021 Distanzunterricht Pflicht. Anders gesagt: die Schüler lernen von zu Hause. Je nach Ausstattung der Schulen und der Familien, erhalten sie ihre Aufgaben und Informationen per Video oder per Post. Darauf sind die Schulen im Landkreis vorbereitet. In den zurückliegenden Wochen haben die oberen Klassen verschiedene Wege und Möglichkeiten bereits trainiert oder angewendet.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Können Eltern mit Kindern in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ihre Kinder nicht zu Hause betreuen, gibt es eine Notbetreuung in den Schulen.

Eine weitere Ausnahme ist mit Blick auf die Auszubildenden geschaffen worden, die demnächst in die Prüfungen und den Ausbildungsabschluss gehen. Für sie kann Präsenzunterricht organisiert werden. Jedoch unter der Bedingung, dass maximal nur die Hälfte der Schüler in den Unterricht an der Beruflichen Schule kommen darf. Die beruflichen Schulen entscheiden selbst, wann und für wen der direkte Unterricht notwendig ist. Und sie haben den entsprechenden Wechselunterricht von Gruppen zu organisieren. Eine Bedingung jedoch lautet: Präsenzunterricht ist nur in Abstimmung und mit Genehmigung des Gesundheitsamtes möglich. Jeglicher Präsenzunterricht muss mit Mund-Nase-Schutz stattfinden.

Auch für die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und mit dem Förderschwerpunkt Lernen kann im Einzelfall im Einvernehmen mit dem jeweiligen Schulträger und dem Gesundheitsamt des Landkreises von der Pflicht zum Distanzunterricht, der hier ab der Sekundarstufe vorgesehen ist, abgewichen werden. Kindern, denen zu Hause keine Betreuung ermöglicht werden kann, werden von den Schulen aufgenommen. 

Diese neuen Festlegungen stehen nicht im Gegensatz zu den bekannten und schon geltenden Regelungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Das Land hat zwar die Pflicht zur Anwesenheit für alle Schüler bis zum 8. Januar 2021 aufgehoben. Jedoch gilt bezüglich der Landesregelungen, dass die Schulen für die Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 geöffnet sind. In diesem Punkt geht die kreisliche Regelung einen Schritt weiter: Ab Klasse 5 ist es Pflicht, den Distanzunterricht anzubieten.

Was die Kinder an den Grundschulen betrifft, so bedeutet die Allgemeinverfügung des Landkreises nicht, dass die 1. bis 4. Klassen wieder zum Unterricht erscheinen müssen. Sondern für sie gilt weiterhin die Kann-Bestimmung des Landes. Wer also sein Grundschul-Kind zu Hause beschulen möchte, kann das bis zum 8. Januar 2021 tun. Das lassen die Landesregelungen und die kreislichen Regelungen zu, die zum jetzigen Zeitpunkt gelten.

Ziel der Allgemeinverfügung ist eine weitere Kontakteinschränkung. Alle Eltern, denen es möglich ist, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, kommen somit dem Anliegen dieser Verfügung entgegen.