Schlagwörter

, , , , ,

Dagmar Flemming und Helmut Hauskeller. Foto: M. Lubisch

Klassik kommt auch in der Dorfkirche an. Diese erfreuliche Erfahrung hat der Prieperter Dorfverein beim jüngsten Konzert im Rahmen der „Stunde der Musik“ mit Anna Carewe und Oli Bott gemacht. „Die Kirche war ‚corona-voll‘ besetzt“, schreibt mir Vereinsvorsitzender Gerhard Gönner. Rund ein Drittel der Besucher musste die Konzertübertragung am Bildschirm auf dem Kirchhof verfolgen.“ Das Publikum sei begeistert gewesen und die Künstler sehr dankbar für den anhaltenden Applaus nach jeden Stück.

Zum Abschluss des sechsten Jahrgangs der Konzertreihe wird nochmal ein besonderer Leckerbissen für die Freunde der leisen und romantischen Musik geboten. Mit einem Konzert für Panflöte, der kleinen Königin der Instrumente, und Harfe, dem Instrument der Götter, klingt am kommenden Freitag, den 28. August, die „Stunde der Musik“ in der Kirche von Priepert für dieses Jahr aus.

Beim Finale mit Dagmar Flemming (Harfe) und Helmut Hauskeller (Panflöte) wird mit dem Programm „Schätze des Barock – Zauberhafte Keltenklänge“ das Anliegen der Konzertreihe „Stunde der Musik“ nach der Suche besonderer Zusammenspiele von verschiedenen Musiken und Instrumenten noch einmal deutlich und es wird sicher auch den Wunsch nach mehr im nächsten Jahr entfachen.

Helmut Hauskeller kann auf eine über 30 jährige Konzertkariere zurückblicken und bereiste zu seinen Konzerten schon viele Länder auf 3 Kontinenten. Sein Instrument, die Panflöte, hat diese besondere, heisere Weite in Ihrem Klang. Sie schöpft ihre Kraft aus dem Inneren des Menschen, aus seinem Atem. Helmut Hauskeller präsentiert dies in Vollendung.

Dagmar Flemming wurde in Berlin geboren. Ihr Musikstudium schloss sie an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin ab und war lange als Dozentin für Harfe tätig. Neben ihrer Mitgliedschaft und als Gast mehrerer Orchester, bei denen sie überwiegend als Solistin auftritt, spielt sie Kammermusik zusammen mit Gesang, Flöte und Streichern sowie mit Klavier und Orgel. Ihrem Instrument versteht sie den melodischen und harmonischen Reichtum sowie das Zarte und doch Leidenschaftliche in besonderer Art zu entlocken.

Virtuos vereint, spiegelt sich in diesem Konzert der fünf Jahrtausende alten Instrumente ihr weites Klangspektrum wider, in festlicher Musik der Barockzeit, in alten keltischen Weisen und in Melodien internationaler Folklore. Rechtzeitiges Kommen sichert Plätze in der Kirche, die sind begrenzt. Das Konzert beginnt wie immer um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Über 500 Besucher haben unter Corona-Bedingungen die Prieperter Konzerte in diesem Jahr besucht. Die Besucher, vor allem Touristen aus der Umgebung von Priepert, aber auch Einheimische und die Künstler waren dem Veranstalter, dem Verein „Dorf-Natürlich-Leben“, sehr dankbar, dass trotz der schwierigen Bedingungen und der fast ruhenden Kulturszene im Land diese Auftrittsmöglichkeiten geschaffen wurden.