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Im April waren in der Seenplatte 619 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im März, insgesamt 12.022. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind es 427Arbeitslose mehr. „Trotz der Corona-Pandemieauswirkungen hat sich der Arbeitsmarkt sehr moderat entwickelt. Denn die Unternehmen brauchen ihre Beschäftigten, wissen, was sie an ihnen haben und entlassen sie nicht, sondern nutzen das Instrument des Kurzarbeitergeldes, um auch langfristig bestehen zu können“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse.

In der Mecklenburgischen Seenplatte haben 2.664 Unternehmen seit Beginn von Corona Kurzarbeit für 23.693 Beschäftigte angezeigt – das sind 34 Prozent der Unternehmen in der Region.Das bedeutet aber noch nicht, dass auch in diesem Umfang Kurzarbeit genutzt wird. Im welchem Umfang Kurzarbeit tatsächlich realisiert wird erfährt man, wenn die Unternehmen das Kurzarbeitergeld abrechnen.Die Betriebe rechnen das Kurzarbeitergeld immer nach Abschluss des Monats ab und reichen die Unterlagen bei der Arbeitsagentur ein. Derzeit gehen also die Unterlagen für den März ein.

„Wir haben das Personal massiv verstärkt, um für diesen Kraftakt gerüstet zu sein“, so Besse. „In den Zeiten vor Corona haben wir die Anträge im Regelfall binnen 15 Tagen abgearbeitet. Dieses Versprechen halten wir auch jetzt – trotz der Steigerungen. Wenn alle Unterlagen vorliegen, sind wir derzeit sogar schneller. Wir tun alles dafür, um die Bearbeitungszeiträume so kurz wie möglich zu halten, auch wenn die Zahl der Abrechnungen in den kommenden Wochen massiv ansteigen wird.“

Aktuell gibt es 2.665 offene Stellen. Die Zahl der offenen Stellen (-406 zum Vorjahresmonat) zeigt mittlerweile, dass Unternehmen eher zurückhaltend geworden sind, da die Auswirkungen der Pandemie für die Unternehmen langfristig nicht wirklich abschätzbar sind. Besonders gesucht werden Arbeitskräfte im Bereich Rohstoffgewinnung, Fertigung, in Berufen im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bau- und verarbeitenden Gewerbe. Für Auszubildende wurden 1.442 offene Stellen gemeldet. Dem gegenüber stehen momentan 1.156 Bewerber.