Schlagwörter
Bollewick, Mecklenburgische Seenplatte, Politik, Protest, Umwelt, Wredenhagen

Die Bürgerinitiative „Atommüllfreie Müritzregion“ lädt für den kommenden Sonnabend, 8. Februar, um 15 Uhr, zu einem öffentlichen Treffen in die Scheune Bollewick ein. Dort ist derzeit auch eine offizielle Ausstellung zur deutschen Endlagersuche zu sehen. Die Bürgerinitiative hat eine ergänzende Schau aufgebaut.
Im Juli vergangenen Jahres war zu erfahren gewesen, dass Wredenhagen als Standort für das deutsche Atommüll-Endlager in Betracht gezogen wird. Dagegen setzt sich die Bürgerinitiative zur Wehr. Inzwischen werden Befürchtungen immer lauter, dass es auch tatsächlich zur Entscheidung für Wredenhagen kommt.
Eine Blogfreundin aus meinem 30 Kilometer Luftlinie von Wredenhagen entfernten Wesenberg hat mir anhängenden Flyer der Bürgerinitiative mit folgendem Kommentar geschickt: „Ein großer Teil der hiesigen Bevölkerung hat ein ungebrochenes Verhältnis zur Nutzung der Atomkraft. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit eines Endlagers durchaus gegeben. Wenig Menschen, viele alte Menschen mit wenig politischem Engagement, wenig angestammte Bauern, eher Landwirtschaftsindustrie, und Politiker, mehr autokratisch als demokratisch…“ Abgesehen von der Belastung der Bevölkerung, was dann mit dem Wirtschaftszweig Tourismus passiere, Müritz-Region hin oder her, dazu brauche man keine Kristallkugel.

Heute wird Ökostrom groß geschrieben,
Der Atommüll ist uns geblieben.☢️☢️☢️
Jahrzehnte nur die Nutzbarkeit,
Millionen Jahre Strahlungszeit;
Hauptproblem der Kernenergie,
Neben Gefahr der Havarie.
ENDLAGER GESUCHT
Gegen den GAU ist kein Land gefeit,
Der Atomausstieg verhindert Leid.
Deutschland hat die Weichen gestellt,
Beispiel gebend für die ganze Welt.
Kernenergie war mal der Renner,
Auserkoren als Dauerbrenner.
Atomstrom wurde huldvoll kreiert,
Die Gefahren hat man ignoriert.
Das Energieproblem schien gelöst,
Bis Tschernobyl den Traum zerstößt.
Fukushima brachte die Wende,
Für Kernreaktoren das Ende.
Wohin das strahlende Material?
Die Suche entwickelt sich zur Qual.
Atommüll ist nicht Stoff der Träume,
Da öffnet man ungern die Räume.
Tonnen von radioaktivem Kies,
Aus für jedes Urlaubsparadies.
Lager gesucht für die Ewigkeit,
Grab für Relikte der Atomzeit.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen