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Nach längerer Sendepause hat sich der Neustrelitzer Bauexperte Prof. Helmut Böhme mal wieder auf meinem Kanal zu Wort gemeldet. Den Residenzstädter beschäftigt der geplante dreistreifige Ausbau der B 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg, den er schlichtweg für nicht zielführend ansieht. Hier eine längere Wortlautpassage aus seinem Statement:

Der Kostenunterschied zwischen drei und vier Streifen liegt nicht etwa bei zirka 25 Prozent, sondern weitaus niedriger, weil der gesamte Straßenquerschnitt (also z.B. die Bankette, Böschungen usw.) quasi gleich ausgebildet werden muss. Viel gravierender sind die viel höhere Unfallgefahr und die zweifelhaften Vorteile eines dritten Streifens. Dazu braucht man kein Fachmann zu sein, um zu erkennen, dass nur dann ein messbarer Vorteil entsteht, wenn alle Verkehrsteilnehmer, also wirklich alle, die selbe Geschwindigkeit fahren! Eine unrealistische Illusion! Der Drang zu überholen, die Hoffnung auf Beschleunigung oder Verzögern der Überholenden wie der zu Überholenden – es ist ein einziger Stress mit der Riesengefahr des Verunfallens beim Einscheren oder eben nicht! Wer schon einmal diese Situation erlebt hat, wird mir auch als Laie zustimmen.“

Weiter schreibt der Professor: “ Dazu kommt, dass man wegen der Doppelstreifen auch dann nicht überholen darf, wenn alles frei ist. Man muss also auch bei einem Streifen immer schön brav dahinter bleiben! Wenn man dann noch bedenkt, dass einerseits heute viele langsam fahrende „Vehikel“ auf den Straßen sind und man andererseits kaum ein Mindestgeschwindigkeit (keine Autobahn!) vorschreiben kann, dann sollte man wirklich die Dreistreifigkeit über Bord werfen.“