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Hans Simon spricht zu den Versammelten. Fotos: LINKE

Es waren zahlreiche vertraute Gesichter, die am Sonntag anlässlich des Gedenktags der Opfer des Faschismus an das Mahnmal am Bahnhof kamen. Etwa 20 Betroffene bzw. Angehörige, Interessierte sowie Parteienvertreter und Bürgermeister Andreas Grund waren der Einladung der vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten sowie der LINKEN gefolgt.

Der Gedenktag an jedem zweiten Sonntag im September geht auf den Schwur von Buchenwald zurück: „…Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. …“. Der Schwur soll Mahnung und Aufgabe für die nächsten Generationen sein. Auf diese Mahnung gingen auch die zwei Redner ein. Hans Simon von der VVN-BdA verwies angesichts des 74. Jahrestags des Schwurs auf die Millionen Opfer und die erneuten Bedrohungen weltweit.

Im Anschluss berichtete Thomas Fiß von den LINKEN über seinen Urgroßvater, der von den Faschisten im KZ Sachsenhausen ermordet wurde. Aktuell sieht er die Gefahr, dass mit der Verrohung der Sprache eine Verrohung der Gesellschaft stattfindet. Es finde eine schleichende Gewöhnung statt und deshalb forderte er dazu auf, sich seiner Sprache bewusst zu sein und eigenes Engagement zu zeigen. Im Anschluss erfolgten die Kranzniederlegung und ein gemeinsames Gedenken: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.