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Ula Stöckl. Foto: Jeanne Richter

In der Reihe „film & gespräch“ wird am kommenden Freitag um 20 Uhr die Regisseurin Ula Stöckl zu Gast sein im Kino in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz. Ula Stöckl brachte schon Ende der 60-er Jahre die feministische Perspektive in das (west-)deutsche Kino (z.B. mit dem inzwischen legendären Film „Neun Leben hat die Katze“). Die Regisseurin ist eine der bemerkenswertesten Filmemacherinnen und Cineastinnen der Bundesrepublik. Sie verwirklichte über 20 Filme, zu denen sie die Drehbücher fast immer selbst schrieb. Mit ihren Filmen war sie weltweit auf über 70 Festivals vertreten, war zu Gast an vielen Universitäten sowie auf Vorführungen des Goethe-Instituts in vielen Ländern Europas, in Australien, den USA und Kanada.

Ihre früh entwickelte eigene Bildersprache fand Ausdruck in einer unverwechselbar vielschichtigen Darstellung, welche die Grenzen konventioneller filmischer Erzählformen sprengt. Zur Zeit unterrichtet Ula Stöckl die Studienfächer „Regie“ und „Frauen im Film“ an der University of Central Florida in Orlando. In der Alten Kachelofenfabrik stellt sie einige ihrer 1969/70 entstandenen „Geschichten vom Kübelkind“ vor: eine 25-teilige Kurzfilmreihe über das Leben eines Mädchens, das sich nicht in die bürgerliche Gesellschaft einfügen will. Das Kübelkind ist eine anarchische Kunstfigur, die unfreiwillig gegen die verengten gesellschaftlichen Verhältnisse kämpft.

„Mit Ula Stöckl haben wir einen sehr prominenten Gast in unserem Kino, und wir werden einen mehr als interessanten Rückblick auf ein wichtiges Kapitel bundesdeutschen Filmschaffens erleben.  Der Abend mit den ‚Geschichten vom Kübelkind‘ wird sicher sehr unterhaltsam und sehr vergnüglich“, so Horst Conradt, Chef der Kinos in der Alten Kachelofenfabrik.