Schlagwörter
Freizeit, Kommunales, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Priepert, Sport, Tourismus

Eigentlich sollte ja schon im Mai (Strelitzius berichtete) der Fitness-Parcours in Priepert eingeweiht werden. Aber da hatten Gemeinde und Amt die Rechnung ohne die Kreisverwaltung gemacht. Dort bestand man für die paar Sportgeräte auf einem förmlichen Bauantrag, und der ist erst jetzt positiv beschieden worden, wie mir Bürgermeister Manfred Giesenberg berichtet. Auch der Zuwendungsbescheid über 30.000 Euro ist eingetroffen.
Inzwischen sind die Touristen im Land und das Gemeindeoberhaupt hofft, dass sich zumindest die letzten von ihnen für dieses Jahr noch auf dem Bewegungsparcours An der Lang tummeln können. Für Ausschreibung und Lieferzeit veranschlagt er acht Wochen. „Nicht jeder kann mit unserem Tempo mithalten“, so Giesenbergs knapper Kommentar. Auf jeden Fall können die Prieperter selbst wohl noch im Spätsommer oder Herbst von der neuen Anlage profitieren, die eine erfreuliche Bereicherung in der Gemeinde sein wird.
Mit dem Prieperter Tempo ist das so eine Sache. Urlauber, die Priepert ansteuern, machen vor Ankunft schon Familienwetten, ob denn die Seilbahn auf der Freiheit noch immer nicht zu benutzen ist. Und Bingo – gewonnen, bereits die dritte Urlaubssaison außer Betrieb, Im Vergleich zum Bau des geplanten Fitnessparks wäre die Reparatur der Seilbahn eine Lappalie.
Was das Tempo bei Pflegen, Erhalten, Bewahren, Sichern von Vorhandenem [heute unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zusammengefasst] betrifft, ist Priepert keinen Deut besser als die anderen Gemeinden des Amtsbereiches Mirow.
Logisch, bei Neubau können Bänder durchschnitten und die Brüste vor Stolz riesig breit präsentiert werden. Nachhaltigkeit hingegen macht Mühe und Arbeit. Aufmerksamkeit und Dank gibt es dafür nur wenig.
Es ist dringend geboten, die Prioritäten zu ändern. Claus D. Menschel