
Das Lager der Neustrelitzer ist wieder aufnahmefähig. Foto: Fanfarenzug
So ein bisschen fühlte ich mich dieser Tage an die Ricola-Werbespots erinnert, in denen am Ende immer die entscheidende Frage „Wer hat’s erfunden?“ gestellt und mit „Die Schweizer“ beantwortet wird. Die Neustrelitzer Fanfaren haben sich in dieser Woche öffentlich über 756 Kilogramm Altpapier gefreut, das sie aus ihrem Lager gewinnbringend abgeliefert haben, damit neues hineinpasst. Was mich verwirrte, denn gerade hatte ich über die „originelle Idee“ des Neubrandenburger Fanfarenzuges berichtet, mit dem Sammeln von Altpapier zur Finanzierung der Fanfaronade im kommenden Jahr in der Viertorestadt beizutragen.
Wer also hat’s erfunden? Zumindest betreiben die Neustrelitzer Spielleute das Geschäft schon wesentlich länger, wie mich Olaf Teller, Leiter des Fanfarenzuges aufklärte. Und die Nachbarn hätten es sich wohl abgeschaut. Allein im vergangenen Jahr haben unsere Neustrelitzer Vizeweltmeister so um die zwanzig Tonnen Altpapier zusammengebracht. „Wir haben damit im Vorfeld der WM 2017 in Palm Springs angefangen. Es hat sich so gut bewährt, dass wir damit weitermachen, denn wir haben ja noch mehr vor. Und Papierspenden an uns sind auch Geld wert. Die Neustrelitzer und die Leute aus der Umgebung haben uns da sehr unterstützt und tun es noch“, verrät Olaf Teller.
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