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In der kommenden Woche könnte ein neues Kapitel in Sachen leer stehender Plattenbau in Blankensee aufgeschlagen werden, der immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hatte. Die AWO Neubrandenburg will bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 19. Mai, um 17.30 Uhr, in der Schule ausloten, wie groß das Interesse in der Gemeinde an einer Seniorenwohnanlage auf der Fläche ist, die jetzt noch das Relikt aus DDR-Zeiten verunziert. Zu dem Abend sind alle interessierten Bürger eingeladen.

Die AWO würde den noch im Bestand der Modernen Wohnungsbaugenossenschaft (MWG) befindlichen Block mit den bereits zur Verfügung stehenden Fördermitteln abreißen und hier über ein Immobilienunternehmen aus der Viertorestadt 40 behindertengerechte Wohnungen mit Flächen zwischen 45 und 70 Quadratmetern sowie zwei betreute Seniorenwohngemeinschaften mit jeweils zwölf Betreuungsplätzen sowie einem professionellen Pflegedienst rund um die Uhr und eine Begegnungsstätte entstehen lassen. Die ganze Anlage soll ein parkähnliches Umfeld erhalten, selbst an einen Teich ist gedacht.

Sabine Reimer-Meißner, Vorsitzende des Kultur- und Sozialausschusses der Gemeindevertretung, ist Feuer und Flamme für das Projekt. „Vielen älteren Menschen böte sich hier eine Alternative, auf dem Land wohnen zu bleiben. Und Blankensee hat ja noch etliches an Infrastruktur vom Arzt bis zum Bahnanschluss aufzuweisen, was anderswo im ländlichen Bereich eben nicht mehr zu finden ist.“ Die Gemeinde ist auch noch aus einem anderen Grund daran interessiert, die AWO ins Dorf zu holen, wo ein eigener Ortsverein gegründet werden soll. Die Arbeiterwohlfahrt empfiehlt sich nach Aussage von Sabine Reimer-Meißner auch als künftiger Träger für die Kita und das Jugend- und Freizeitzentrum in Blankensee.