Schlagwörter
Bauen, Kommunales, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Politik
Viel Spaß hatten die Neustrelitzer Stadtvertreter gestern bei der Benennung einer Straße. Dabei standen sich da durchaus zwei Fronten gegenüber. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung, die so freudvoll endete, stand der vom Bahnhofsvorplatz nördlich abzweigende Weg, bislang von den Einheimischen einfach als Schwarzer Weg tituliert. Was eigentlich nicht sein kann, denn den gibt es in Kiefernheide. Da jetzt ein Grundstückseigentümer auf eine unverwechselbare Adresse bestand, waren die einen Stadtvertreter für „Bahnhofsweg“ und die anderen für die Bezeichnung „An der Alten Molkerei“. Letzteres scheint nicht ganz korrekt, denn die alte Molkerei war historisch gesehen eine neue.
Bei der Auszählung der Stimmen gab es dann mehrere Anläufe, zum korrekten Ergebnis zu kommen. Weder Stadtpräsident Christoph Poland noch seinen Beisitzern gelang das. Schließlich wurden die Abgeordneten aufgefordert, sich zum Zeichen ihres Votums zu erheben. Was von der Kommunalverfassung nicht gedeckt sei, so der SPD-Abgeordnete Michael Körner wohl nicht ganz ernsthaft. Irgendwann stimmte dann doch die Anzahl der abgegebenen Stimmen. Der Bahnhofsweg gewann mit 13:11 und die Volksvertreter waren hinreichend eingestimmt auf das anschließene Adventsweintrinken eines guten Tropfens aus der Partnerstadt Schwäbisch Hall.