Was für eine grandiose Uraufführung war da am Samstagabend in Neustrelitz zu erleben! In zwei Akten wurden mit der musikalisch-dramatischen Zeitreise „Spielt!“ 250 Jahre Theater für die Seenplatte auf die Bühne gebracht, und das Mammutvorhaben wurde mit Bravour umgesetzt. Das Publikum im Landestheater wusste das unbedingt zu schätzen, die Begeisterung im Saal kannte schier keine Grenzen (Strelitzius berichtete kurz).
Ein Gruppenfoto zum denkwürdigen Theater-Jubiläum: von links die Schatzmeisterin des Theaterfördervereins Kristina Eichstädt, die TOG-Aufsichtsratsvorsitzende Antje Rohde, Marco Zabel, Sven Müller, Bettina Martin, Nico Klose, Thomas Müller und Andreas Grund.
250 Jahre Theater für die Seenplatte sind am gestrigen Abend in Neustrelitz von Theaterschaffenden und Publikum gebührend gefeiert worden. Einem wunderschönen Fest auf dem Vorplatz des Landestheaters mit Künstlern des „Chapeau Clubs“ aus Berlin und Essen bei bestem Wetter sowie einem Sektempfang folgte die Uraufführung der musikalisch-dramatischen Zeitreise „Spielt!“. In der Konzeption von David Czesienski, der auch inszenierte, sowie der Dramaturgen Oliver Lisewski und Martin von Bargen brachten Musiktheater, Schauspiel, Neubrandenburger Philharmonie, Opernchor der TOG und Deutsche Tanzkompanie das Vierteljahrhundert Geschichte kulturell, politisch und sozial gemeinsam auf die Bühne. Die beeindruckende, dem Anlass alle Ehre machende Aufführung, dazu morgen mehr hier im Blog, wurde von den Zuschauern im ausverkaufen Haus mit stehenden Ovationen minutenlang gefeiert.
Bevor sich am Samstag, den 23. Mai, um 19.30 Uhr, der Vorhang zur Uraufführung von SPIELT! hebt, beginnt der Abend bereits voller Zauber auf dem Vorplatz des Landestheaters Neustrelitz. Ab 17.30 Uhr werden die Besucher herzlich willkommen geheißen zu einem besonderen Auftakt: Fanfarenklänge eröffnen den Abend, Mitglieder des Chapeau Clubs flanieren zwischen den Gästen und verleihen dem Platz einen Hauch vergangener Zeiten. Inmitten von Musik, lebendiger Atmosphäre und kulinarischen Angeboten, können kleine und große Besucher beim Theater-Memory auf Entdeckungsreise gehen, die Ausstellung mit Inszenierungsfotos aus acht Jahrzehnten besuchen, Miniatur-Theaterwelten erkunden und sich von der Stimmung treiben lassen.
Frank Metzger, Gregor Edelmann, Tatjana Rese und Helene Grass (von links) nehmen den Applaus des Publikums in der Fabrik.Scheune entgegen.
Die Veranstaltungsreihe „Ist unsere Demokratie noch zu retten?“ des Vereins für Kultur, Umwelt und Kommunikation in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz hat gestern Abend in der Fabrik.Scheune den erwarteten Höhepunkt erlebt. Die Uraufführung des Theaterstücks „Die Nacht des Leviathan“ von Gregor Edelmann, Inszenierung und Produktionsleitung Tatjana Rese, erntete lang anhaltenden Applaus.
Am kommenden Sonnabend, 27. September, kommt es im Schauspielhaus Neubrandenburg um 19.30 Uhr zur Uraufführung des ganz besonderen Liederabends “If I Can’t Dance It’s Not My Revolution, Umsturz mit Hüftschwung“. Lustvoll wird sich hier mit revolutionären Musikstücken auseinandergesetzt.
Karin Hartmann, Erik Born, Angelika Waller, Josefin Ristau, Stephanie Schönfeld, Marie Nadja Haller, Thomas Harms (von links). Fotos: Bernd Uhlig
Das Neustrelitzer Publikum hat am gestrigen Abend mit der Uraufführung des Epos „Wege übers Land“ nach dem Roman von Helmut Sakowski eine Sternstunde des Theaters erlebt. Mit minutenlangen stehenden Ovationen und Hochrufen feierten die Premierengäste das Ensemble für die so gelungene Aufführung. In den mehr als fünf Stunden Spieldauer, unterbrochen von drei Pausen, bot die Inszenierung durchgehend höchstes Schauspielniveau. Also, eigentlich fünf Sternstunden…
Leider konnte ich die grandiose Uraufführung von „Luft“, drittes Stück im Elementezyklus der Deutschen Tanzkompanie, am Freitagabend im Neubrandenburger Schauspielhaus nicht miterleben. Zum Glück habe ich mit Marco Zabel, Geschäftsführender Vorstand der Truppe, einen interviewbereiten Blogpartner. Es könne gewiss nicht seine Aufgabe sein, eine Besprechung der Premiere abzugeben. „Aber soviel sei erlaubt: Die anhaltende Spannung war über die ganze Vorstellung deutlich zu spüren. Immer neue Ideen, der ständige Wechsel von beeindruckenden und berührenden Soli, kleinen Gruppen und vielen großen Bildern, das trug über den Abend und bewegte auch danach die Gemüter … Technisch anspruchsvollste Passagen und Stärke des (spielerischen) Ausdrucks, Ironie und Leichtigkeit: Das muss und darf auch ich der Choreographie Gaetano Posterinos und der Leistung unseres Ensembles zweifellos konzedieren.“
Die Deutsche Tanzkompanie ist bei ihrer Uraufführung von „Luft“ gestern Abend im Neubrandenburger Schauspielhaus umjubelt worden. Das dritte Stück im Elementezyklus der Truppe nach „Feuer“ und „Wasser“ in den vergangenen beiden Jahren choreografierte Gaetano Posterino.
Weitere Termine im Schauspielhaus am 28. und 29. März, jeweils um 19.30 Uhr. „Luft“ kommt im Mai auch ins Landestheater Neustrelitz. Mehr zur gestrigen Aufführung morgen Abend hier im Blog.
Das Schauspiel-Epos „Wege übers Land“ nach dem Roman von Helmut Sakowski, erstmals für die Bühne bearbeitet von Schauspieldirektor Maik Priebe, erlebt am 29. März um 17 Uhr im Landestheater Neustrelitz seine Uraufführung. Ein deutsches Leben: Gertrud Habersaat geht mit ihrem Mann nach Polen und erlebt die Gräuel des Krieges und der Deportationen. Sie adoptieren und retten ein jüdisches Mädchen und einen polnischen Jungen. Gertruds Mann bleibt an der Front verschollen und sie kehrt mit den Kindern nach Mecklenburg zurück, bewirtschaftet in kürzester Zeit den zweitgrößten Bauernhof des Dorfes, wehrt sich gegen die Kollektivierung und übernimmt letztlich den Vorsitz der LPG. Und als sie wieder heiraten will, steht plötzlich ihr totgeglaubter Mann in der Tür. Aus Westdeutschland.
Sara Branco, Aidan Grierson, Franziska Schüller, Daisuke Sugawa und Emma Lucia Barattini (von links) tanzen „Der Tod und das Mädchen“. Alle Fotos: Theresa LangeKollektives „Schweben“.
Erst war das Publikum „nur“ verzaubert, dann hob es ab, und sein Beifall ging förmlich durch die Decke. Was für einen großartigen Abend hat uns die Deutsche Tanzkompanie am gestrigen Freitag im Landestheater Neustrelitz beschert! Und was für eine geniale Idee, der berührenden Hommage an Caspar David Friedrich „Der Tod und das Mädchen“ nach der Pause das launige „Schweben. Halb du, halb ich“ folgen zu lassen! Die Abfolge bot der Kompanie die Möglichkeit, ihre ganze Leistungsbreite unter Beweis zu stellen, und den Zuschauern schier grenzenloses Bühnenvergnügen.