Die wirtschaftliche Lage im östlichen Mecklenburg Vorpommern hat sich seit vergangenem Herbst abermals verschlechtert. Wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Neubrandenburg hervorgeht, sprechen mehr Unternehmen von einer schlechten und weniger von einer guten Wirtschaftslage. Immer mehr Firmenchefs bereitet die Auftragslage inzwischen Sorge. Dies lässt ihnen wenig Spielraum die hohen Energie-, Arbeits- und Bürokratiekosten an die Kunden weiterzugeben. Dementsprechend klagen sie über eine Verschlechterung der Gewinnlage.
Unternehmen, die sich für die Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Region des Müritz-Nationalparks einsetzen, können sich bis zum 28. Februar als Müritz-Nationalpark-Partner bewerben. Die Partnerschaft ermöglicht nicht nur eine erhöhte Sichtbarkeit in der Region, sondern auch den Austausch von Wissen innerhalb des Netzwerks, die Teilnahme an Weiterbildungen und die Einbindung in digitale Marketingformate. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern den einzigartigen Naturraum des Müritz-Nationalparks bewahren und die nachhaltige Entwicklung in der Region vorantreiben“, erklärt Therese Thümmler, Betreuerin der Nationalpark-Partnerinitiative.
Unternehmen, die junge Talente entdecken und für ihre Ausbildungs- und Karriereangebote begeistern möchten, können sich ab sofort bis zum 28. Februar als Aussteller anmelden. Die größte Messe für duale Berufsbildung in Mecklenburg Vorpommern öffnet am 19. September im Jahnsportforum Neubrandenburg ihre Türen.
Die „KarriereWelten“ bietet eine einzigartige Plattform für Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, HOGA und Dienstleistung, um ihre vielfältigen Angebote einem breiten Publikum vorzustellen. Bereits im vergangenen Jahr zog die Veranstaltung mit mehr als 6000 Besucherinnen und Besuchern ein großes Publikum an. Auch 2025 werden wieder mehrere tausend Schülerinnen und Schüler, Studieninteressierte sowie Weiterbildungswillige erwartet.
Erstmals bei der IGW dabei, präsentieren Wildsommelier Rene Töllner und seine Frau Jule aus Strasen bei Wesenberg eine Auswahl an Wildfleischprodukten aus eigener Jagd und Verarbeitung. Foto: Wirtschaftsförderung MSE
Bereits am ersten Wochenende der Internationalen Grünen Woche (IGW) strömten rund 100.000 BesucherInnen in die Messehallen. 300.000 sollen es bis zum Ende der Messe werden. 60.000 von ihnen besuchten bislang die MV-Halle im neuen, luftigeren und moderner gestalteten Design. Und machten natürlich auch bei den 13 AusstellerInnen aus der Seenplatte Halt.
Traditionell gut, innovativ besser. Mit ihren Produkten und Angeboten entsprechen die Unternehmen aus der Seenplatte dem diesjährigen Motto der IGW. So basiert die hochwertige Kosmetik und Hautpflege von Jolu aus Dargun auf natürlichen und oft regionalen Ingredienzien, die – passend zur Jahreszeit – selbst bei trockener und rissiger Haut helfen. Auf heimische Pflanzen setzt auch die Hahnschen Gutsmanufaktur. Diese zeigt, neben den bekannten Produkten aus der Bitterorange, ihr neues Sortiment (Salz, Tee und Seife), basierend auf Fenchel aus eigenem Anbau. Die Käsemanufaktur Müritz stellt neue Käsesorten aus eigener Produktion und aus regionalen Rohstoffen vor.
Erstmals bei der IGW dabei, präsentiert Wildsommelier Rene Töllner aus Strasen bei Wesenberg eine Auswahl an Wildfleischprodukten aus eigener Jagd und Verarbeitung – vom Wilden Mecklenburgischen Sauerfleisch über Wildschinken-Canapes, Rehwildschnitzel-Brötchen, Wildschwein-Griebenschmalz, Wildbolognese bis zum Wildgulasch. Tierisch geht es weiter bei den Neubrandenburger Eismachern aus Leidenschaft von Jackle&Heidi, die mit neuen Sorten ihres Hunde-Eises in Berlin dabei sind. Und selbst die Braumeister der Darguner Brauerei sind in diesem Jahr tierisch unterwegs, passend für Berlin und sein Wappentier präsentieren sie auf der IGW ihr Bear Bier, ein hochwertiges Premium-Lager. Das optische Aushängeschild der Seenplatte ist natürlich wieder der Fischkutter der Müritz-Fischer mit allem, was der Liebhaber von frischem oder geräuchertem Fisch aus eigenem Fang und eigener Herstellung begehrt.
Wer nach so viel regionalen und traditionellen Genüssen auf den Geschmack gekommen ist und mehr möchte von der Region zwischen Mecklenburgischer Schweiz und Kleinseenplatte, wird beim Hotel Gravelotte, beim Farmer Hotel und Farmer Steakhaus Basedow, beim Alten Schafstall Basedow und natürlich bei der Müritz-Saga fündig. Letztere lädt schon jetzt ein zur neuen Episode um den maskierten Rächer von der Müritz zu Zeiten des 30-jährigen Krieges, bei der es um einen verlorenen Sohn geht. Messebesucher können sich ihr Müritz-Saga-Ticket für nur 5 Euro sichern.
Am 23. Januar findet die traditionelle Unternehmerfahrt zur IGW statt. An dieser nehmen auf Einladung des Landkreises MSE und der drei, den Messeauftritt unterstützenden Sparkassen – Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, Müritz Sparkasse, Sparkasse Mecklenburg-Strelitz – rund 130 Unternehmen sowie Vertreter aus Gesellschaft und Politik aus dem ganzen Landkreis teil. Die Grüne Woche 2025 endet am 26. Januar.
Diese Unternehmen präsentieren die Mecklenburgischen Seenplatte:
Am gestrigen Donnerstag informierten, initiiert von der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE), Dipl.-Ing. Kai Oliver Krause (TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH), Andrea Lübcke und Dennis Born (viminds GmbH) in einem kostenfreien Webinar über die zweite Förderrunde der Digitalisierungsförderung M-V. Diese startete am 01.07.2024 und läuft noch bis 31.12.2024. Zuständig für die Prüfung und Entscheidung über Förderanträge ist wie bereits in der ersten Förderrunde, die am 29.02.2024 endete, die TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH.
Für diese stellte Dipl.-Ing. Kai Oliver Krause den rund 60 zugeschalteten Interessierten noch einmal das, durch das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V aufgelegte, Förderprogramm mit Zielstellung, Zuwendungsempfängern, -gegenstand und -art, Antragsvoraussetzungen und -verfahren vor. Mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes in der gewerblichen Wirtschaft in M-V nachhaltig zu stärken, werden KMUs mit weniger als 100 Mitarbeitenden bei der Einführung und Umsetzung neuer digitaler Prozesse unterstützt. Diese sollen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und zu effektiveren Produktions- und Leistungsprozessen führen, Qualität und Quantität bei Produkten und Verfahren steigern, eine Nachverfolgung betrieblicher Prozesse ermöglichen und den negativen Auswirkungen des Fachkräftemangels entgegenwirken. Das Gesamtbudget der möglichen Zuwendungen für den Aufruf umfasst insgesamt 1,5 Mio. EUR. KMU können im Rahmen der Förderung digitale betriebliche Investitionen von mindestens 30.000 Euro und maximal 50.000 Euro je Projekt mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert bekommen.
Mit der Digitalisierungsförderung M-V soll die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere des Mittelstandes, weiter nachhaltig gestärkt werden. Nach dem Erfolg der ersten Förderrunde Anfang 2024 startete jetzt eine weitere Runde für die Beantragung von Fördermitteln. Der Förderaufruf beinhaltet wieder drei Schwerpunktbereiche: Digitalisierung in der Produktion (Verarbeitendes Gewerbe), Digitalisierung im Handwerk und Digitalisierung im Tourismus. In diesen sollen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit bis 100 Beschäftigten bei der Umstellung von analogen auf neue digitale Prozesse nachhaltig unterstützt werden – mit nicht rückzahlbaren Förderungen von bis zu 50 Prozent der Digitalisierungskosten. Projektskizzen können in digitaler Form bis zum 31.12.2024 bei der TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH eingereicht werden.
Referenten Dipl.-Ing. Kai Oliver Krause von der TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH stellt erneut die Förderrichtlinie vor und gibt Hinweise zu Fördermöglichkeiten und -grundlagen.
Andrea Lübcke, Beraterin und Projektmanagerin für Digitalisierung und Dennis Born, Geschäftsführer der viminds GmbH, zeigen anhand eines Praxisbeispiels aus einem Dachsanierungsbetrieb, wie digitale Lösungen die Arbeitsprozesse verbessern können.
Das Webinar findet über Microsoft-Teams statt. Der Einwahllink wird rechtzeitig vor der Veranstaltung per Mail zugesandt.
Die Neubrandenburger Messe für Aus- und Weiterbildung „KarriereWelten“ öffnet am 13. September nach erfolgreicher Premiere im vergangenen Jahr im Jahnsportforum der Vier-Tore-Stadt von 9 Uhr bis 18 Uhr wieder ihre Tore. Organisiert wird diese im Bundesland größte Messe für duale berufliche Bildung von der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK), der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern (IHK) und der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg. Mit insgesamt 140 Ausstellern aus den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk, Gastgewerbe bis zu den sozialen Berufen bietet die Messe ein breites Spektrum an Möglichkeiten für alle Berufseinsteiger und Weiterbildungsinteressierte. Praxisnah werden hier unter einem Dach 220 Berufe präsentiert und 2080 Ausbildungsplätze in den verschiedenen Branchen angeboten.
„Die ‚KarriereWelten‘ sind eine einzigartige Chance für junge Talente, sich direkt mit den Ausbildungsbetrieben aus dem östlichen Mecklenburg-Vorpommern zu vernetzen und ihre berufliche Zukunft zu gestalten. Gleichzeitig bietet die Messe umfangreiche Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten, die in Zeiten von Digitalisierung und Fachkräfteengpässen immer wichtiger werden. Die Wirtschaft trägt mit dieser Messe zur Fachkräftesicherung bei“, so Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch von der IHK.
Am 30. Juli kam es auf Initiative der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) zu einem gemeinsamen Termin mit Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V, der Fleesensee Holding GmbH und den Stadtwerken Waren GmbH. Hintergrund des Treffens sind die geothermischen Vorhaben bzw. anstehende Maßnahmen beider Unternehmen, die in der Region nachweislich vorhandene Geothermie zur Wärmeversorgung zu nutzen bzw. auszubauen. „In M-V liegt der Ursprung der geothermischen Erkundung und Nutzung in Deutschland. Neben der regenerativen Stromversorgung wird der Ausbau der Versorgung mit erneuerbarer Wärme von zentraler Bedeutung für das Gelingen der Energiewende sein“, stellte Jesse schon während des Baltic Sea Business Day Rostock am 18. April dieses Jahres fest.
Beim ersten Termin des Tages im Schlosshotel Fleesensee stellte Geschäftsführer Michael Scharf als Einführung die Fleesensee Holding vor, in Diversität und Innovationskraft auch jenseits der klassischen Hotellerie und Gastronomie eines der führenden touristischen Unternehmen in M-V. Die Anlage, mit drei Hotels, einer Wasserwelt mit Spa und mehr als 450 Mitarbeitenden möchte sich zukunftsorientiert energetisch unabhängiger machen. So entstand im Frühjahr 2022 die Idee des Baus einer eigenen Tiefengeothermieanlage zur Wärmeversorgung des Resorts und ggf. des Ortes Göhren-Lebbin. Dieses Vorhaben wurde erstmals im Rahmen der #MSEwasserstoff der Wirtschaftsförderung MSE am 5. Dezember 2023 präsentiert.
Hervorragende Grundlagen vorhanden
Basis der angestellten Untersuchungen und Planungen bis zur geplanten Inbetriebnahme der Anlage Ende 2027 ist die Tatsache, dass ganz MSE mit der Lage im Norddeutschen Becken über hervorragende tiefengeothermische Grundlagen – Thermalwasserfelder mit rund 70 °C heißem Wasser in maximal 1.700 Metern Bohrtiefe – verfügt. Das heiße Wasser wird über Pumpen in einem geschlossenen Kreislaufsystem gefördert und für die Wärmeversorgung aber auch für Anwendungen im Bade- und SPA-Bereich, genutzt. Mit dem Ziel der Versorgungssicherheit für das Resort sowie einer weiteren Verbesserung der Klimafreundlichkeit einher geht bei der ersten deutschen Tiefengeothermie-Anlage in privater Hand eine geschätzte Kostenersparnis von jährlich rund 400.000 Euro, verglichen mit der bisherigen Gas-Versorgung. Bei geschätzten Gesamtkosten für die geplante Anlage von rund 21 Millionen Euro interessierte Michael Scharf vor allem die Positionierung der Landesregierung für energiepolitisch relevante Vorhaben wie das vorgestellte Projekt in Fleesensee sowie entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Großes Interesse zeigte die Staatssekretärin ihrerseits an einer geplanten Informationsveranstaltung am 21.08.2024 für die BürgerInnen von Göhren-Lebbin und Umgebung.
Stefanie Beitz, Projektleiterin der Förderberatung zur Transformation des Energiesystems im Leea.
In der gemeinsamen digitalen Informationsveranstaltung von Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) und Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V GmbH (Leea) am gestrigen Donnerstag zu Fördermitteln für Energieeffizienz und Klimaschutz gab Stephanie Beitz, Projektleiterin der Förderberatung zur Transformation des Energiesystems im Leea, rund 60 Interessierten einen komprimierten Überblick über unternehmensrelevante Fördertöpfe und -höhen.
Dies sind als wichtigste die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW), die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) und die Bundesförderung für effiziente Gebäude-Einzelmaßnahmen für Wohn- und Nichtwohngebäude im Bestand (BEG EM). Vom Land M-V kommen aus EU-Mitteln hinzu die Klimaschutzförderrichtlinien Kommunen und Unternehmen (EFRE) und LEADER (ELER).
Während das EEW von Transformationsplänen über Anlagen- und Prozessoptimierung bis zu Querschnittstechnologien Kosten mit zwischen 25 bis zu 70 Prozent fördert, gibt es bei der Förderung effizienter Wärmenetze (BEW) schon zwischen 40 und 50 Prozent, werden Betriebskosten für Solarthermieanlagen und Wärmepumpen beispielsweise zehn Jahre mit zwischen 0,01 und 0,092 EUR/ kWhth gefördert. Beide Förderprogramme sind nicht kumulierbar mit anderen staatlichen Förderungen. Die BEG EM hingegen kann nach Einzelfallentscheidungen mit anderen Fördermitteln wie aus der Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen in gleichen Maßnahmen kombiniert werden – bis zu einer maximalen Förderquote von 60 Prozent. Einzelmaßnahmen an Gebäuden (BEG EM) können sogar mit bis zu 70 Prozent der Kosten gefördert werden. Förderfähig sind Maßnahmen wie PV-Anlagen und -Speicher, LED-Beleuchtungen, Gebäudenetze zur Wärmeversorgung.
Waltraud Fahrnow, Martina Heyden-Smentek (von links) und Henry Tesch (rechts) gratulieren Tobias Schnuchel herzlich zum 20jährigen Firmenjubiläum.
Mirows Bürgermeister Henry Tesch gratuliert Paddel-Paul alias Tobias Schnuchel zum 20jährigen Firmenjubiläum. Beide kennen sich seit der Gründung des Unternehmens Paddel-Paul in Schillersdorf. „Ich bin damals zu Henry gegangen“, sagt Tobias Schnuchel, „und habe ihm die Idee vorgestellt. Er war sofort begeistert und bei der Sache, und das bis heute!“
Tesch, seinerzeit Bürgermeister von Roggentin, sagt, „es war wirklich ermutigend zu sehen, wie da jemand etwas Eigenes im Ortsteil Schillersdorf in Angriff nehmen will. Die Idee, Kanutouren direkt vom Bootsverleih am Leppinsee zu starten, zusätzlich Gäste zu anderen Wasserwanderrastplätzen zu bringen und als Kanuvermieter Ansprechpartner für den Familienurlaub, den Betriebsausflug, eine geführte Kanutour oder die Klassenfahrt zu sein, überzeugte von Beginn an.“