Das neu.sw Linienschiff Rethra verkehrt von Sonnabend, den 30. Juli, bis voraussichtlich Sonntag, den 7. August, nicht auf dem Tollensesee. Grund ist die dringende außerplanmäßige Überprüfung und Reparatur der elektrischen Anlage und des Motors des Fahrgastschiffes. Dafür kommen Spezialisten der Schiffswerft Horn aus Wolgast und werden von der Rethra-Crew bei ihrer Arbeit unterstützt.
Fahrt mit der „Rethra“ durch den „Alten Graben“. Foto: neu.sw
So viele Fahrgäste wie noch nie sind in diesem Juni mit dem neu.sw Linienschiff Rethra unterwegs gewesen. Fast 2 000 Passagiere zählten die Kapitäne auf ihren Touren über den Tollensesee. Ein Monatsrekord für die Rethra.
Das auf dem Ryck treibende Segelschulschiff.Foto: Polizei
Die Rettungsleitstelle Vorpommern-Greifswald informierte heute Mrgen gegen 7.41 Uhr die Polizei, dass das 35 Meter lange Segelschulschiff „Greif“ führerlos in Greifswald auf dem Ryck treibt. Auf dem Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt unberechtigt ein 47-jähriger Mann in einem psychischen Ausnahmezustand. Es besteht der Verdacht, dass der Greifswalder das Schiff vorher losgemacht hat und es dann vom Liegeplatz in Richtung Sperrwerk abgetrieben ist.
Der Greifswalder Feuerwehr gelang es mit einem Boot, das Schiff wieder an seinen Liegeplatz zu schieben und festzumachen. Der Störer wurde durch den Rettungsdienst in die Notaufnahme des Greifswalder Klinikums gebracht. Bei der Aktion sind dank des schnellen Handelns der Feuerwehr keine materiellen Schäden entstanden. Die Polizei ermittelt jedoch gegen den 47-Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr.
Aufgrund von Bauarbeiten auf der B 192 zwischen Waren und Klink können vom 15. bis zum 22. Oktober jeweils ab 8 Uhr die Haltestellen, Eldenholz, Eldenburg, Klink Rehaklinik B192, Klink Müritz Hotel B192 und Müritz Dorf nicht bedient werden. In Klink Richtung Grabenitz wird an der Wendestelle eine Ersatzhaltestelle eingerichtet.
Die Fahrpläne der Linien 10, 11, 12 und 22 müssen aufgrund der Umleitung über Malchow – Sietow in der Zeit ab jeweils 8 Uhr Uhr geändert werden. Die Fahrzeiten erhöhen sich um ca. 40 Minuten. Außerdem ist aufgrund der Verkehrslage mit zusätzlichen Verspätungen zu rechnen. Zwischen Sietow und Klink wird ein Shuttleverkehr eingerichtet. In diesem Zeitraum kann die Beförderung von Fahrrädern nicht gewährleistet werden, da die Busse ohne Fahrradanhänger gefahren werden müssen. Fahrgäste mit Zeitkarten (u.a. Schülerfahrkarteninhaber) können zwischen Röbel und Waren auch die Linienführung über den Nationalpark (Rechlin-Speck) nutzen.
Die beiden Rethra-Kapitäne Peter Wisotzky und Ralf Burmeister erwarten noch bis zum 10. Oktober Fahrgäste an Bord des neu.sw Linienschiffs Rethra. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Die Rethra-Saison neigt sich dem Ende. Noch aber ist das neu.sw Linienschiff auf dem Tollensesee eine gute Woche lang unterwegs. Bis Sonntag, den 10. Oktober, sind noch Fahrten möglich.
Die Touren führen vom Heimat-Anleger am Badehaus zu den Haltestellen Wassersportzentrum, Gatsch Eck, Klein Nemerow, Alt Rehse, Nonnenhof und den umgekehrten Weg wieder zurück. Die Rethra-Kapitäne starten dienstags, mittwochs, donnerstags sowie samstags und sonntags jeweils um 10.30 Uhr und um 14 Uhr vom Badehaus. Den detaillierten Fahrplan und weitere Infos finden sich unter
Das neu.sw Linienschiff „Rethra“ fährt nun auch wieder auf die Lieps, die zum Naturschutzgebiet Nonnenhof gehört. Die Lieps bietet weit mehr als 100 Vogelarten Platz zum Brüten. Eisvögel, Adler uns Flussseeschwalben fühlen sich hier wohl. Aus Gründen des Naturschutzes ist das Befahren immer erst nach der Brutsaison erlaubt.
Die „Rethra“ fährt dienstags, mittwochs, donnerstags sowie samstags und sonntags jeweils zwei Touren. Die erste Fahrt beginnt um 10.30 Uhr und führt über den Tollensesee, die zweite Tour startet 14 Uhr über den Tollensesee und die Lieps. Das Fahrgastschiff steuert vom Badehaus aus die Haltestellen Wassersportzentrum, Gatsch Eck, Klein Nemerow, Alt Rehse und Nonnenhof an. Bei der nachmittäglichen Lieps-Tour kommt noch der Anlieger Prillwitz dazu.
Über die regulären Fahrten hinaus kann die „Rethra“ auch für zusätzliche Fahrten gebucht werden. Alle Informationen rund um das neu.sw Linienschiff finden sich unter www.neu-sw.de/linienschiff sowie unter 0395 3500524.
Nach fast 50 Jahren hat sich Baudirektor Peter Münch von der Wasserstraßenverwaltung verabschiedet und ist in den Ruhestand gegangen. Er machte seine Liebe zum Wasser und zur Schifffahrt zum Beruf, unterschrieb 1972 im WSA Dresden seinen Ausbildungsvertrag und wurde in Kleinmachnow an der Wasserbauschule solide ausgebildet. Nach dem Universitätsabschluss begann er 1979 im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde seine Laufbahn. Ein zweites Staatsexamen nach der deutschen Wiedervereinigung und diversen Stationen folgten, bevor Peter Münch 2010 wieder ins WSA Eberswalde versetzt wurde und zwischen 2015 und 2019 dessen kommissarische Leitung übernahm.
Als Blogger habe ich immer die von ihm maßgeblich geprägte Öffentlichkeitsarbeit des Amtes geschätzt. Zum Geschäftsbereich des WSA Eberswalde, inzwischen WSA Oder-Havel (Strelitzius berichtete), mit seinen 667 km Bundeswasserstraßen und sonstige Binnenwasserstraßen des Bundes mit ca. 1.500 km Uferlinie gehören die Rheinsberger Gewässer, die Obere-Havel-Wasserstraße und die Müritz-Havel-Wasserstraße. Alles Gute, Peter Münch!
Prof. Witte (links) beauftragt Michael Scholz als neuen Amtsleiter. Foto: WSA Oder-Havel
Der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Hans-Heinrich Witte, hat in Eberswalde das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel eröffnet. Die 420 Beschäftigten sind zuständig für rund 700 km Wasserstraßen, von denen ca. 640 km schiffbar sind. Im Zuständigkeitsbereich des Amtes gibt es eine sog. Hauptwasserstraße, die für den Güterverkehr eine wichtige Rolle spielt, die Havel-Oder-Wasserstraße mit dem Veltener Stichkanal und der Westoder. Rund 80 Prozent des Reviers sind geprägt durch den Wassertourismus. Zu den sog. Nebenwasserstraßen mit Fahrgastschifffahrt und Sportbootverkehr zählen die Müritz-Havel-Wasserstraße, die Obere-Havel-Wasserstraße, die Rheinsberger-, Templiner-, Lychener- und Wentow- und Werbelliner Gewässer sowie die Oranienburger Gewässer und der Finowkanal.
„Neben der Weiterentwicklung der für den Gütertransport wichtigen Verbindung Berlin-Stettin über die Havel-OderWasserstraße kommt dem neuen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel eine weitere wichtige Aufgabe zu. Das Amt ist verantwortlich für das größte deutsche Wassertourismusrevier. Die Entwicklung dieser Gewässer für die Freizeitschifffahrt und die Ökologie hat für uns einen hohen Stellenwert“, so Witte.
Das neue WSA Oder-Havel ist das elfte neu strukturierte Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Es geht aus dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde hervor. Die jetzige Struktur des Amtes gewährleistet effektivere Arbeitsabläufe und schafft Synergien. Indem Aufgaben wie Vermessung, technische Programmplanung und Wassertourismus neu organisiert wurden, können die Aufgaben der Zukunft optimal erledigt werden.
Das WSA Oder-Havel ist unter anderem zuständig für 39 Schleusenanlagen, ein Schiffshebewerk, 40 Wehre, 123 Brücken, rund 1.200 Strombauwerke, zum Beispiel Buhnen. Zum Fahrzeug- und Flottenbestand zählen u.a. neun Eisbrecher, über 80 Landfahrzeuge und rund 20 Wasserfahrzeuge.
Am kommenden Montag, 21. Oktober, beginnen am Tollensesee die Arbeiten für die Instandsetzung der Schiffsanlegestege Klein Nemerow und Gatsch Eck. Begonnen wird mit dem Anlegesteg in Klein Nemerow. Es werden die Längs- und Querträger sowie der Belag erneuert.
Die im Auftrag der Stadt Neubrandenburg zu realisierende Baumaßnahme wurde an die Firma Holger Roock aus Sundhagen vergeben. Lässt die Witterung es in den Wintermonaten zu, sollen die Arbeiten bis zum erneuten Beginn der Linienschifffahrt am 1. Mai 2020 abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 550.000 Euro.
Die Wasserschutzpolizei Waren ermittelt wegen des Schiffsunfalls.
Die Weihnachtsfeier, wenn es denn eine war, werden die 21 Passagiere nicht vergessen, deren Fahrgastschiff am späten Freitagabend auf der Binnenmüritz vor Waren auf eine Untiefe aufgelaufen ist. Die derzeitige Wassertiefe beträgt dort lediglich einen Meter. Mit eigener Maschinenkraft kam das Schiff einer einheimischen Reederei nicht wieder aus dem Flachwasserbereich heraus. Die Fahrgäste mussten durch ein anderes Schiff übernommen und in den Hafen gebracht werden.
Nach der Leichterung von Ballast und mit Unterstützung des zweiten Fahrgastschiffes kam das festgefahrene Wasserfahrzeug wieder frei und konnte die Fahrt in den Heimathafen fortsetzen. Die Ermittlungen zur Ursache des Schiffsunfalles werden durch die Beamten der Wasserschutzpolizei Waren geführt. Bis zur technischen Unbedenklichkeitsprüfung wurde der weitere Einsatz des Fahrgastschiffes untersagt. Außerdem wurde ein Bußgeldverfahren gegen den Verantwortlichen eingeleitet.