Ein kleiner Chor aus Prillwitz singt meist vierstimmige klassische Lieder und hat zur Zeit elf Mitglieder. Dass fast alle auf dem Dorf wohnen, soll an den Gummistiefeln zu sehen sein. Wie viele andere Chöre auch, ist das Ensemble unter der Leitung von Christa Siebeck auf dem Sängerfest am 10. Juni in Penzlin vertreten.
Ausführlicher möchte es sich am darauffolgenden Tag mit einem kleinen Chorkonzert vorstellen. Der Gummistiefelchor singt am Sonntag, den 11. Juni, um 16 Uhr, in der Prillwitzer Dorfkirche. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
In der Prillwitzer Kirche findet am kommenden Sonntag, den 28. August, um 17 Uhr, ein A-Capella-Konzert des Ensembles „Männerzeit“ statt. Die acht Herren singen drei- bis sechsstimmige Stücke von Marschner, Gjeilo, Schwalm, den Comedian Harmonists und anderen.
Nina Baumann ist in Prillwitz und Neustrelitz dabei.
Junge Autorinnen und Autoren aus MV starten am morgigen Sonntag in Prillwitz in einen mehrtägigen Schreib-Workshop, bei dem auch das Lesen und Diskutieren in idyllischer Umgebung nicht zu kurz kommen. Die Veranstaltung gibt es inzwischen seit einigen Jahren, sie ist mit einem Stipendium für die Teilnehmer verbunden. Am Donnerstag, den 16. Juni, wird es um 19 Uhr eine Abschlusslesung erster Ergebnisse in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz geben. Der Eintritt ist frei.
Was verbindet die Gemeinde Hohenzieritz mit ihrem Ortsteil Prillwitz und die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg? Der Tollensesee und die Lieps und natürlich der Tollenseradrundweg. Im Dorfzentrum von Prillwitz – entlang des Radweges – befindet sich ein entscheidender Punkt aus Neubrandenburger Sicht. Genau dort sind 17,5 Kilometer und somit die Hälfte des Tollenseradrundweges geschafft – egal, aus welcher Richtung man sich dem Ort nähert.
Bei einem gemeinsamen Gespräch zwischen Oberbürgermeister Silvio Witt, Bürgermeister Peter Strobl und Stadtförster Carsten Düde ist die Idee dazu entstanden, mit einem Schild auf eben jenen Mittelpunkt hinzuweisen. Die Vier-Tore-Städter haben dies übernommen und nun der Gemeinde den Wegweiser übergeben.
Der Zustand des Radweges und die Beschilderung sind immer wieder Thema zwischen Stadt und den anliegenden Gemeinden am Tollensesee. In den Händen der Wirtschaftsförderung des Landkreises liegt die Bewirtschaftung des Weges. Der Vier-Tore-Stadt gehören Tollenseesee und Lieps.
„Es ist uns wichtig, gemeinsam ein Zeichen dafür zu setzen, dass uns der See und seine touristische Erschließung am Herzen liegen und wir dabei immer im Gespräch sind“, machte Silvio Witt deutlich. Peter Strobl versprach, sich zu revanchieren und den Neubrandenburgern ein ähnliches Schild zu spendieren.
Keine Lösung ist in Sicht für ein weiteres gemeinsames Problem. Unmittelbar vor dem Dorf liegt die Insel Kietzwerder in der Lieps. Das Bodendenkmal, das von Archäologen häufig dem Slawenheiligtum Rethra zugeordnet wird, ist durch den Kot der dort beheimateten Komorane zerstört. Vegetation gibt es dort nicht mehr. Außerdem setzen die tierischen Abfälle den Pfählen zu, mit denen das Bodendenkmal einst befestigt wurde. Denkmal- und Naturschutzbehörde des Landes sind unterrichtet. Eine Lösung des Problems gibt es bisher aber nicht.
Die Leihfrist für die Prillwitzer Idole endet 2021, und nun müssen die seit 2016 in der Dauerausstellung des Kulturquatiers Mecklenburg-Strelitz gezeigten Figuren Neustrelitz leider wieder verlassen. Der Vortrag von Prof. Dr. Henrike Haug am Donnerstag, den 2. September, um 19 Uhr, wird – ausgehend von der spannenden Kriminalgeschichte um die heute immer noch faszinierenden Prillwitzer Idole – erkunden, warum Menschen so gern auf Fälschungen hereinfallen, welche Sehnsüchte und Bedürfnisse geschickte Fälscher bedienen und warum im 18. Jahrhundert „die Zeit reif“ war für die Funde aus Prillwitz.
Vor oder nach dem Vortrag haben Gäste die Möglichkeit, im Museum einen letzten Blick auf die Idole zu werfen, bevor diese Ende September das Kulturquartier verlassen. Der Eintritt kostet 9€, ermäßigt 4€, und beinhaltet den Museumseintritt.
Erfolgreiche Nachwuchsautorin: Slata Roschal. Foto: Mike Lange
Der Schreibsommer M-V mündet in eine öffentliche Abschlusslesung mit den sechs jungen Nachwuchsautorinnen und -autoren in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr. Es lesen: Henni-Lisette Busch, Felix Ferlemann, Theresa Humburg, Slata Roschal, Peter Thiers und Maria Zendeh, die Moderatoren sind Isabelle Lehn (Autorin) und Bertram Reinecke (Autor und Verleger). Beide haben den Schreibsommer, der vom Literaturhaus Rostock veranstaltet wird und bislang als Poetencamp M-V bekannt war, auch geleitet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erbeten unter reservierung@literaturhaus-rostock.de
Der Intensivworkshop vom 29. August bis zum 3. September in Prillwitz wird gefördert im Rahmen des Nachwuchskünstlerförderprogramms des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Vier der sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich mit unveröffentlichten Texten für den Schreibsommer M-V beworben haben, sind neue Talente. Zwei von ihnen haben allerdings schon mehrfach am Intensivworkshop teilgenommen – mit Erfolg: Slata Roschal, die ihr Studium in Greifswald absolvierte, gewann 2018 den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern sowie den ersten Publikumspreis. Der in Rostock aufgewachsene, mittlerweile in Hamburg arbeitende Theaterautor Peter Thiers gewann 2020 den ersten Publikumspreis beim Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern.
Meine beliebte Serie „Fundstücke“ ist in den vergangenen Wochen ein wenig ins Hintertreffen geraten. Deshalb hat es mich am Wochenende bei einem Spaziergang mit der Holden im schönen Prillwitz sehr gefreut, endlich mal wieder etwas aufgespürt zu haben.
Dort bieten freundliche Dörfler direkt an der Straße vor ihrem Grundstück unter dem zugkräftigen Titel „Peppermint to go“ Minze zum Mitnehmen an. Bei uns waren die freigiebigen Menschen leider an der falschen Adresse, da ich selbst Kräuterbauer bin. Und wenn sich alles auf meinen Hochbeeten so gut vermehren würde wie Minze… Ich habe auch schon Mitbürger damit bedacht. Übrigens, ein paar Blätter in eine Flasche Wasser, zwei, drei Stunden in den Kühlschrank, gern auch über ein Nacht, und Ihr braucht kein anderes Erfrischungsgetränk. Und ein Pfefferminztee aus eigener Ernte in der kalten Jahreszeit ist auch nicht von der Hand zu weisen. Übrigens, Minze übersteht sogar den Winter. Und wächst garantiert an.
Auf die Schnelle nicht zu ergründen waren die Formeln, die auf dem Pflanztopf der Prillwitzer zu lesen waren. Aber ihre Lösung war wohl auch nicht Bedingung für die Mitnahme der Pflanzen. Auf jeden Fall eine nette Geste, das mit der Minze.
Am 16. November beginnt der Neubau der Brücke über den Ziemenbach zwischen Prillwitz und Zippelow. Die Bauarbeiten werden unter Vollsperrung bis zum 15. Mai 2021 dauern, teilt das Bauamt des Landkreises als Auftraggeber mit.
Die Umleitung über Penzlin und Werder nach Zippelow wird ausgeschildert. Fußgänger und Radfahrer können jedoch den beliebten Rad- und Wanderweg trotzdem benutzen. Denn neben der Baustelle wird eine kleine provisorische Fußgängerbrücke errichtet. Radfahrer müssen also absteigen.
Leider können die Linienbusse während der gesamten Bauzeit nicht in den Ort Prillwitz fahren. Deshalb wird etwas außerhalb des Ortes am Abzweig nach Hohenzieritz eine Ersatzbushaltestelle eingerichtet. Eigens dafür wird – ebenfalls vorübergehend für die Zeit der Bauarbeiten – ein Gehweg im Bankettbereich der Straße hergestellt, der durch Warnbaken zur Straße abgetrennt wird.
Der Landkreis bittet um Verständnis für die Einschränkungen während des halben Jahres. Der Bau ist dringend notwendig, denn die Brücke ist in einem schlechten Zustand. Die Vollsperrung lässt sich aus technischen Gründen nicht vermeiden.
Die Geschichte der sogenannten Prillwitzer Idole gehört zu den berühmtesten Kriminalfällen der Archäologie, denn die Figuren stellen die spektakulärste Kunst- und Geschichtsfälschung unserer Region dar. Die Hauptfigur in diese Gaunergeschiche ist – neben seinem Bruder Jacob – der damals 20-jährige Goldschmied Gideon Sponholz, dessen Geburtstag sich am 17. April 2020, also in der zurückliegenden Woche, zum 225. Mal jährte. Darauf macht jetzt das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz aufmerksam.
Bei den Prillwitzer Idolen handelt es sich um einen vermeintlichen Fund diverser Götterfiguren und Kultobjekte aus Metallguß, die angeblich slawischer Zeit entstammen sollten. 1768 tauchten sie erstmal in der Öffentlichkeit auf. Die Neubrandenburger Goldschmiedebrüder Sponholz behaupteten, ihre familiären Vorfahren hätten die Figuren im Prillwitzer Pfarrgarten an der Lieps gefunden.
Der Fund war so spektakulär, weil in ihm ein Beweis für die Lagebestimmung des wichtigen Zentralheiligtums der Slawen, des legendenumwobenen Ortes Rethra, gesehen wurde. Die Existenz und Gestalt der Tempelburg Rethra war über mittelalterliche Texte nachgewiesen. Im 10. und 11. Jahrhundert war Rethra der politische und religiöse Mittelpunkt der Lutizen, einer Kultgemeinschaft slawischer Stämme.
Die vermeintliche Götterfund erregte internationales Interesse. Auch Mecklenburger Adel, Ritterschaft und Fürstenhaus sahen in den Figuren einen Sensationsfund, konnte er doch als Bestätigung und Legitimation ihrer „uralten“ slawischen Wurzeln genutzt werden.
Nach der erfolgreichen Premiere Ende Mai (Strelitzius berichtete) steht der nächste Termin der neu gegründeten Abteilung Wandern des PSV Neustrelitz an. Am 14. Juli um 10 Uhr will sich die Wandergruppe an der Kugel am Glambecker See treffen. Von dort aus geht es die Königin-Luise-Route entlang. Ziel ist Prillwitz, wo ein Bus die Wanderer wieder abholen und nach Neustrelitz fahren wird. Die Strecke ist ungefähr zwölf Kilometer lang, und es werden etwa drei Stunden für die Wanderung eingeplant.
Unterwegs gibt es eine Picknick-Pause. Dazu kann sich jeder sein Essen und Trinken mitbringen. Der Kostenbeitrag für die Rückfahrt und die Wanderung mit einem zertifizierten Führer beträgt für Erwachsene sieben Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre fünf Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter 03981 440717 oder per E-Mail info@braasch-reisen.de