Schlagwörter
Finanzen, Haushalt, Landkreis, Mecklenburg-Strelitz, Mecklenburgische Seenplatte, Neustrelitz
Ende Januar hat die Residenzstadt Neustrelitz ihre Stellungnahme im Rahmen der Anhörung zur Angemessenheit der Kreisumlage abgegeben. Neustrelitz muss nach den Plänen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in diesem Jahr 10 Millionen Euro Kreisumlage zahlen und damit 1 Million mehr als 2021. „So wie vorgeschlagen, ist eine Angemessenheit der Forderung nicht gegeben. Eine Anhebung der Kreisumlage innerhalb eines Jahres von einer Million Euro können wir nicht darstellen, und sie übersteigt unsere Möglichkeiten. Dabei ist Neustrelitz kein Sonderfall, sondern die Situation ist in unseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden – bis auf wenige Ausnahmen – völlig vergleichbar und gleichermaßen dramatisch“, erklärt der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund, der auch Kreisvorsitzender des Städte- und Gemeindetages ist.
„Unsere Einschätzung lautet deshalb: Diese geplante Anhebung der Kreisumlage 2022 ist nicht machbar. Sie verletzt erneut unsere Leistungsfähigkeit. Unsere Rücklage verlagert sich im mittelfristigen Finanzplanungszeitraum aus der Stadt- in die Kreiskasse! Wichtig ist, zu verstehen, dass es sich 2022 quasi um eine doppelte Erhöhung handelt: Einerseits schlagen die veränderten Umlagegrundlagen zu und andererseits wird der Hebesatz angehoben und zwar von 43,29 auf 45,02 Prozent“, erläutert Andreas Grund weiter.
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