Unseren Volleyballern des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord ist die Revanche gegen den SV Warnemünde nicht geglückt. Nach der Niederlage im Pokal (Strelitzius berichtete) ist es den Jungs von Coach Jonathan Kendrick Scott auch heute Abend an der Ostseeküste nicht gelungen, als Sieger aus der Halle zu gehen. Knapp war es zunächst, am Ende deutlich: 23:25, 23:25, 18:25.
Am vorletzten Spieltag vor der Weihnachtspause in der 2. Bundesliga Nord empfangen die Neustrelitzer Bundesligisten am kommenden Sonntag, den 10. Dezember, um 16 Uhr, in der Halle der Bundespolizei an der Woldegker Chaussee die Kontrahenten aus Dessau.
Das kommt auch nicht alle Tage vor: Der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund schickt Strelitzius persönlich Bilder vom adventlichen Hofzauber in der Residenzstadt, siehe unten. Offenbar war der Eindruck vom erstmals einbezogenen Neuen Markt unwiderstehlich und drängte nach Teilen. Mich hatte der neue Zauberort heute Mittag, dessen Einbeziehung in die vorweihnachtliche Aktion auf eine Idee von Citymanager Falko Gildhorn zurückgeht, bereits beeindruckt. Und da war der Neue Markt noch nicht einmal illuminiert. Die Adresse hat jedenfalls jede Menge Potenzial, das steht fest.
Mich freuten schon im unbeleuchteten Rondell ein Schwatz mit Tobias Müller-Deku von der Cider Manufaktur Diemitz, ein Wiedersehen mit Dr. Rajko Lippert und Sigrun Stahlschmidt vom Lions Club Mecklenburg-Strelitz sowie der Peetscher Fotografin Kerstin Zegenhagen, die ihren Stand im Borwinheim aufgebaut hatte. Und eine Dankeschön an Andreas Grund für die Zuarbeit.
Wesenbergs Weihnachtsmarkt hat auch in diesem Jahr mehrere tausend Besucher bezaubert. Natürlich hat das grandiose Winterwetter seinen Beitrag zum Erfolg geleistet. Natürlich ist die malerische historische Mitte der Woblitzstadt als Veranstaltungsort ohnehin schwer zu schlagen. Aber vor allem war es wieder der Burgverein, der das „Wesenberger-Weihnachts-Wandeln“ zu einem reinen Vergnügen machte, das weit und breit seinesgleichen sucht. So wurde ich heute Mittag in Neustrelitz bereits gefragt, wann denn Apothekerin Cornelia Schleich mit Kindern in Wesenberg auftrete, das sei immer wie die Kelly Family. Wie geschrieben, weit und breit… Während momentan unten in der tSadt die letzten Becher geleert werden, nachbarschaftliche Grüße von Strelitzius
Schon zum Auftakt des Weihnachtsmarkes standen die Besucher im Schulterschluss, als die Kinder der Kita „Spatzenhus“ und die Lütten der Tanzgruppe von Jasmin Altmann auftraten. Gleich nebenan ganz diskret, aber unüberhörbar, die Jungs von der Klangkultur-MV, die bis zum Marktfinale für die weihnachtliche Untermalung sorgten. Lokalmatador DJ Dixi: „Es ist uns einfach ein Bedürfnis, hier zu Hause uneigennützig unseren musikalischen Beitrag zu leisten.“
Im von mir ganz persönlich erklärten Bratwurstwettbewerb habe ich diesmal den Burgverein vorn gesehen. Dafür setze ich der Feuerwehr mit Wehrführer René Deparade und seinen Kameraden am Hahn die Glühweinkrone auf. Zu Ehren wäre sicherlich auch die Old Well Distillery von Alex Remzi mit ihrem karätigen Wesenberger Goldwasser gekommen, aber dann hätte ich diese Zeilen vermutlich nicht mehr schreiben können. Weshalb ich auch den Bierhahn von Micha Schwab untypisch umkurvt habe, auf dessen Brauerei nebst Biergarten im kommenden Jahr an der Alten Brennerei in der Bahnhofstraße ich mich schon mächtig freue. Zurück zum Fassungsvermögen: Auch beim Wesenberger Fischeintopf der Obere-Havel-Fischer und beim Schmalzgebäck von Bäcker Reinhold, der zusätzlich als Kinderanimateur beeindruckte, kann ich an dieser Stelle nicht mitreden. Trotzdem nur für die Teilnahme, Kompliment! Auch an die Quakenbrücker Städtepartner, deren Gebäck schnell an die Wesenberger und ihre Nachbarn gebracht war.
Seit 2000 vergibt die Musikakademie Rheinsberg jährlich den geschützten Titel „Rheinsberger Hofkapelle“ an ein junges Ensemble für historische Aufführungspraxis. Foto: Teresa Mammel
Da ist sie endlich: die Rheinsberger Hofkapelle der Saison 23/24! Das vierköpfige Barockensemble DAS KOLORIT setzte sich Anfang des Jahres im Wettbewerb an der Musikakademie Rheinsberg gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Nun stellen sich die Alte-Musik-Spezialisten erstmals in ihrer neuen Funktion dem regionalen Publikum vor. Am Mittwoch, 6. Dezember, ab 19 Uhr, steht in der Remise am Schloss „Charles Burneys Europareise“ auf dem Programm: Herrliche Anekdoten des britischen Musikwissenschaftlers Charles Burney treffen auf Musik von Vivaldi, Mozart, Hasse und weiteren Komponisten des 18. Jahrhunderts.
DAS KOLORIT – das sind Rosalía Gómez Lasheras am Cembalo, Leon Jänicke an der Barockgitarre, Mariona Mateu Carles an der Violone und Sophia Schambeck mit der Blockflöte. Der Name des Ensembles ist Programm: Zur DNA gehören eine breite Palette an Klangfarben, kreative Instrumentierungen und facettenreiche Konzertformate. So auch an diesem Abend, wenn Kammermusik auf Lesung trifft, inspiriert von den Abenteuern des britischen Musikwissenschaftlers Charles Burney. Der reiste vor 250 Jahren durch Europa und besuchte den Philosophen Jean-Jacques Rousseau in Frankreich, hörte den jungen Mozart in Italien und traf Voltaire und viele weitere Persönlichkeiten der damaligen Zeit.
Mit Burneys lebhaften, teils bissigen und amüsanten Beschreibungen seiner Erlebnisse und Musikstücke zeichnet die neue Hofkapelle ein schillerndes Bild des 18. Jahrhunderts. Ein kurzweiliger Abend, der den aufstrebenden Profimusikern aus Spanien, Katalonien und Deutschland einen gebührenden Einstand in Rheinsberg verheißt!
Das Jagdgesetz M-V soll überarbeitet werden. Es liegt ein Referentenentwurf vor, der am 10. Januar 2024 durch den Agrarausschuss des Landes M-V behandelt werden soll. Constanze von Buchwaldt (Feldberger Seenlandschaft) und Dr. Jürgen Lode (Woldegk) haben Strelitzius dazu eine Stellungnahme „aus einem aufrichtigen Bedürfnis heraus“ zugeleitet, die ich mit Blick auf die vielen Waidgenossen in der Mecklenburgischen Seenplatte gern im Wortlaut veröffentliche. Beide Autoren sind aktive Jäger und Mitglieder des Landesjagdverbandes M-V, einem anerkannten Naturschutzverband gemäß § 62 Bundesnaturschutzgesetz. Dieser hat bereits im laufenden Verfahren eine Stellungnahme abgegeben.
Seit vielen Jahren treffen wir uns, die Jägerinnen und Jäger der Feldberger Seenlandschaft zum „Jägerstammtisch Mecklenburg-Strelitz“, um uns auszutauschen und um uns fortzubilden. Es handelt sich um einen Personenkreis, der sich über viele Jahre der Hege und Pflege des Wildes in unserem Wald beruflich und ehrenamtlich verdient gemacht hat: Allen Teilnehmern ist klar, es ist ein notwendiges Privileg zu jagen.
Um dieses Privileg auszuüben, bedarf es einer Staatsprüfung: Umgangssprachlich Jagdprüfung genannt, um rechtlich die Voraussetzungen zu schaffen, um am Jagdbetrieb teilnehmen zu können. Aber es braucht viele Jahre Erfahrung und Mentoring, um die Jagd waid- und tierschutzgerecht auszuüben. Gesetzliche Grundlage zur Ausübung der Jagd in unserem Bundesland ist das Jagdgesetz M-V. Diverse weitere Gesetzesgrundlagen spielen bei der Ausübung der Jagd eine wichtige Rolle. FFH Richtlinien und deren Anhänge, das Bundesnaturschutzgesetz, das Tierschutzgesetz haben Einfluss auf die Ausübung der Jagd, um weitere Grundlagen zu benennen.
Mit der Anfertigung des Referententwurfs für ein neues Landesjagdgesetz M-V hat der Ersteller tiefe Abgründe betreten: Laut dem Gesetzentwurf des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V soll der Abschuss führender Elterntiere zukünftig nicht wie bisher als Straftat geahndet, sondern sogar vollständig legalisiert werden, wenn das Elterntier nicht mehr „erkennbar“ zur Führung seines Nachwuchses notwendig ist. Das ist nur ein Beispiel der im Referenten-Entwurf formulierten forst- und jagdpolitische Maßnahmen und der damit vom Staat vorgeschlagenen Verrohung der jagdlichen Sitten. Wir Praktiker sind zutiefst schockiert.
Wir beobachten seit Jahren einen schleichenden Prozess weg vom faktenorientierten Handeln. Auch vor dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V macht diese Entwicklung keinen Halt, indem sich ideologisierte Haltungen oder eine Wald(um)baulobby jagd- und forstpolitisch durchsetzen.