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Ende November hat ein Mann aus dem Raum Neustrelitz eine Erpressung bei der Polizei in der Residenzstadt angezeigt. Er schilderte den Beamten des Polizeihauptreviers, was ihm erkennbar schwerfiel, eine männliche Person im Internet kennengelernt zu haben. Beide chatteten miteinander. Der Anzeigenerstatter sendete zudem Fotos von sich sowie seine persönlichen Daten.

Der weitere Verlauf der Bekanntschaft nahm eine unerwartete Wendung, als plötzlich Nachrichten von einem vermeintlichen Freund der Internetbekanntschaft eingingen. Hierin wurde er zur Zahlung eines Schweigegeldes in Höhe von 2.000 Euro aufgefordert. Bei einem Treffen wurde das Geld tatsächlich an den Dritten ausgehändigt. Als Tage später erneut eine Forderung an den Mann folgte, entschied er sich eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Im Rahmen der Ermittlungen der Beamten der Kripo Neustrelitz konnte ein ebenfalls in der Region ansässiger Mann ermittelt werden, welcher als möglicher Täter in Betracht kam. Darüber hinaus konnte der Mann mit einer ähnlich gelagerten Straftat, welche im April des Jahres begangen wurde, in Verbindung gebracht werden. Bei einer vor kurzem durchgeführten Wohnungsdurchsuchung konnten die Beamten Gegenstände sicherstellen, welche den bestehenden Verdacht weiter erhärteten. In der sich anschließenden Vernehmung war der Mann zudem weitgehend geständig.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass Opfer ähnlicher Straftaten aus Scham auf eine Strafanzeige verzichten und ein entsprechendes Dunkelfeld existiert. In diesem Zusammenhang ermutigt die Polizei der Mecklenburgischen Seenplatte Opfer von Straftaten ausdrücklich, sich vertrauensvoll an eine beliebige Polizeidienststelle zu wenden. Zudem besteht die Möglichkeit eine Strafanzeige digital über die Internetwache der Landespolizei zu erstatten. In jedem Fall werden Anzeigen vertraulich und vorurteilsfrei nachgegangen. Darüber hinaus sind sie ein Beitrag andere Menschen vor Straftaten zu schützen.

Einen guten Schutz vor Straftaten bietet eine weitreichende Kriminalprävention. Informationsmaterial zu verschiedenen Deliktsbereichen, unter anderem zu verschiedenen Gefahren im Internet, wie beispielsweise „Sextortion“, wird unter www.polizei-beratung.de angeboten.