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Die Buchhändler Grit und Peter Schmitt aus Mirow starten an Christi Himmelfahrt, dem 9. Mai, ihr diesjähriges Kultur- und Literaturprogramm. Auch, wenn Mirow touristisch betrachtet noch schläft, stehen die Schmitts bereits in den Startlöchern mit Kultur und Literatur 2024, so die Aussage der beiden Kulturarbeiter

Veranstaltungsort im ersten Halbjahr ist das „Untere Schloss“ in Mirow. Vorange­gangene Adressen der Schmitt-Veranstaltungen wie die Remise und die Alte Feuerwache sind zu dieser Zeit belegt bzw. in Sanierung. Und für Open Air ist es noch etwas zu früh. „Wir werden versuchen, dem Unteren Schloss ein wenig Leben einzuhauchen“, so die Schmitts. Neben Lesungen, Kino und einer Musicalaufführung werden Edith Vetter (Photographie), Bodo Gottschalk (Öl auf Leinwand) und Gerhard Schneider (Papierschnitte) eine kleine Auswahl ihrer Werke präsentieren – und das vom 9. bis 12. Mai, an Pfingsten sowie während der Veranstaltungen im Sommer. Im selbigen Zeitraum werden auch wieder Büchertage stattfinden mit einer Auswahl von Büchern der Verlage Anaconda mit Klassikern der Weltliteratur, C.H. Beck, Beltz, dem KinderbuchVerlag, Diogenes, Kiepenheuer & Witsch, Kosmos und Zsolnay, der dieses Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert. Schließlich werden auch noch die Werke von Franz Kafka aus Anlass seines 100. Todestages sowie die von Erich Kästner zu seinem 125. Geburtstag vorgestellt.

Großartige Filme: „Das Graupenschloss“ sowie „Emil und die Detektive“

Am Freitag, dem 10. Mai gibt es abends den Film „Das Graupenschloss“ an den sich si­cherlich noch viele Mirower erinnern können und dabei ggf. sogar als Statisten mitgewirkt haben. Thema des Films ist, dass junge Leute, die in den Wirren der Nachkriegszeit ohne ein Zuhause dastehen, in das Mirower Schloss kommen (Drehort), das ihnen ein Heim sowie Ausgangspunkt für ein neues Leben wird. Dort lernen sie, abenteuerliche, heitere aber auch sehr ernste Situationen zu bewältigen, um ihr Leben in die eigenen Hände nehmen zu können.

Mit „Emil und die Detektive“ kommt am 11. Mai nachmittags ein Klassiker des Films auf die Leinwand. Der Film von Gerhard Lamprecht aus dem Jahr 1931 basiert auf dem gleichna­migen Roman von Erich Kästner. Dieser frühe Tonfilm gilt als bedeutendes Werk der deut­schen Filmgeschichte und wird bis heute in der Filmkritik allgemein als beste Verfilmung von „Emil und die Detektive“ betrachtet.

Klaus Mewes präsentiert sein neues Buch

Am Sonntag, dem 12. Mai – sicherlich ein gewisser Höhepunkt für die Mirower aber auch viele andere Interessierte – stellt Klaus Mewes mit „Zeitenwanderung“ sein neues Buch vor und setzt seine Geschichten aus „Damals in Mirow“ fort! „Wir freuen uns auf die neuen Geschichten aus alten und neueren Tagen, die auch einige recht kontrovers betrachtete Jetztzeitdinge, wie Klaus Mewes sie nennt, aufgreifen“, so die Schmitts.

Der 24. Mai steht im Zeichen von „Louise“, Ursel Bäumers neuestem  Buch, aus dem sie lesen wird. Es beschreibt das Leben der jungen Louise Bourgeois, die später als Bildhauerin Berühmtheit erlangen wird. Ein Roman, der behutsam ein Frauenleben mit seiner Zeit und der Kunst verwebt, und ein Buch über weibliche Selbstermächtigung durch die Kraft der Kunst.

Mecklenburger Geschichte hautnah

Zu Gast in Mirow am 30. Mai sind die Historiker Dr. Michael Buddrus und Angrit Loren­zen-Schmidt, die nach dreieinhalbjähriger Forschungstätigkeit ein Biographisches Lexikon der von 1929 bis zum Sommer 1945 in Mecklenburg tätigen Ärzte und Ärztinnen erstellt haben: historisch eingebettet in die Lage der medizinischen Versorgung und den Ge­sundheitszustand der mecklenburgischen Bevölkerung. Mecklenburger Geschichte mal ganz anders, aber hautnah.

Absolut sehenswert ist das am 14. und 15. Juni zur Aufführung kommende Musical „Romeo & Julia“, die erste Musical-Eigenproduktion des Fachbereichs Darstellendes Spiel des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums Neubrandenburg unter der Leitung von Christoph Deuter.

Der Auftakt der diesjährigen Veranstaltungen am 15. April mit Siegbert Schefke zu Gast bei den Schmitts mit seinem Buch „Als die Angst die Seite wechselte – Die Macht der verbotenen Bilder“ (Strelitzius berichtete) ist bereits Geschichte.

„Ja, da steckt im ersten Halbjahr jede Menge Verschiedenes in unserem diesjährigen Programm. Und das ist auch gewollt, und wird im 2. Halbjahr ebenso sein“, so die Schmitts. Sie hoffen, damit Mirow und der Region wieder abwechslungsreiche sowie interessante Veran­staltungen zu bieten und freuen sich auf die Freunde von Kultur und Literatur.