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Harry Frank bei seinem Bericht vor den Vereinsmitgliedern im Waldstadion.

Die Wesenberger Unioner haben einstimmig einen neuen, deutlich verjüngten Vorstand gewählt. An der Spitze des Traditionsvereins steht jetzt Martin Linke. Er tritt die Nachfolge von Harry Frank an, der nach 35 Jahren Vorsitz nicht mehr für das Amt kandidiert hat. Zum 1. Stellvertreter des Vorsitzenden wählten die Sportfreunde am Sonnabend im Waldstadion Djan Fricke, 2. Stellvertreter ist Andreas Storbeck, zugleich Sportwart, und um die Finanzen kümmert sich Martina Eiblmaier.

Auch Magret Gaab, Elke Fechner, Klaus Brei, Jürgen Gentzen sind als Vorstandsmitglieder ausgeschieden. Klaus Brei hatte dieser Tage bereits nach 20 Jahren die Abteilungsleitung Fußball an Tommy Willert abgegeben. Den verdienten Sportfunktionären wurde für ihr langes ehrenamtliches Engagement bei der Führung des Vereins gedankt. In Anerkennung ihrer Verdienste um Union Wesenberg wurden Harry Frank zum Ehrenvorsitzenden sowie Jürgen Gentzen und Klaus Brei zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für die Sportjugend sind nun Luisa Barkholt und Annika Borauke verantwortlich.

Harry Frank

Wie der scheidende Vorsitzende in seinem Bericht herausstellte, leiste Union Wesenberg einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zum sozialen Miteinander in der Woblitzstadt. Der Verein sei finanziell gesund und habe beträchtliche Investitionen in den Bereichen Sportstätten und Sportmittel tätigen können. Sorgen bereite die zuletzt negative Mitgliederentwicklung vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Das sei hauptsächlich der Pandemie geschuldet, die einen geordneten Trainings- und Wettkampfbetrieb unmöglich gemacht hatte. Nun gelte es, so Frank, wieder mehr öffentliches Interesse für Union Wesenberg zu wecken, um neue Mitglieder und auch Förderer zu gewinnen. Aktuell treiben 376 Mitglieder bei Union Wesenberg in fünf Abteilungen und vier allgemeinen Gruppen Sport, davon 130 Kinder und Jugendliche. Das eigentlich im vergangenen Jahr angestandene 95. Vereinsjubiläum wird am 7. August im Waldstadion nachgeholt, gekoppelt mit einem Kinder- und Jugendsporttag. „Es waren schöne Jahrzehnte, die ich mitgestalten konnte“, so der langjährige Vorsitzende in seinem letzten Bericht. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass unser Verein immer gut aufgestellt und den Herausforderungen der Zeiten gewachsen war.“ Er wünsche dem neuen Vorstand die selbe Freude an der ehrenamtlichen Arbeit, die er empfunden habe.

Martin Linke

Franks Nachfolger Martin Linke sieht in der Kinder- und Jugendarbeit einen Schwerpunkt. Aber auch im Erwachsenenbereich sei einiges zu tun. Viele Leute siedelten sich in Wesenberg und Umgebung an. Da gelte es für Union mehr Präsenz zu zeigen. Außerdem sei es wichtig, in Zusammenarbeit mit der Stadt den guten Zustand der Sportstätten zu erhalten, sagte der neue Vereinschef auch an die Adresse des anwesenden Bürgermeisters Steffen Rißmann. Martin Linke versicherte, mit aller Kraft die gute Arbeit von Harry Frank in Diensten des Vereins fortzusetzen. Er habe als dessen Stellvertreter in den vergangenen Jahren bereits viel von ihm lernen können.

Steffen Rißmann betonte in einer kurzen Ansprache, dass mit dem Abtritt von Harry Frank eine Ära zu Ende gehe. „Ein Macher auf den Spielfeldern Verein und Stadt, der zugleich für die enge Verbindung von Kommune und Sport gestanden hat, verlässt die Bühne.“ Das Stadtoberhaupt begrüßte es, dass Frank als Mentor für den Vereinsvorstand weiter zur Verfügung steht.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft bei Union Wesenberg wurden Andreas Storbeck, Uwe Jochim und Thomas Reggentin ausgezeichnet, für 50 Jahre Willi Schreiber und für 60 Jahre Harry Frank, Bernd Rumich, Jürgen Gentzen und Norbert Willert. Kay Rumich-Böttcher erhielt die Ehrennadel des Vereins in Silber und Marco Helm, Steffen Czaplicki sowie Ralf Lindstädt erhielten die Ehrennadel in Gold. Der Kreisfußballverband, der durch Reinhard Wagenknecht vertreten wurde, ehrte Jürgen Gentzen und Mario Streilein mit der Ehrennadel des KFV in Gold.

60 Jahre bei Union Wesenberg: Jürgen Gentzen, Norbert Willert, Bernd Rumich und Harry Frank, gewürdigt von Bürgermeister Steffen Rißmann (von rechts).