Schlagwörter

, , , , ,

Der Burgverein Wesenberg will uns einen lauschigen Liederabend bescheren. Am 2. Juli ab 19 Uhr gastieren Götz Rausch und die „Fliegenden Bauten“ im Burghof der Woblitzstadt, Einlass ist ab 18 Uhr. Sommernachtsmusik ohne Disco und Schlager verspricht Vereinsvorsitzender Axel Hirsch, mit dem ich unter anderem die Liebe zu Gundermann teile. Also, die Holde und meine Wenigkeit sind dabei. Bis 22 Uhr will die Band abliefern, und das Wetter soll sich ja dem Vernehmen nach in der kommenden Woche auch wieder auf den Kalender besinnen.

Statt sich zu vergraben und auf bessere Zeiten zu hoffen, folgt der Brandenburger Götz Rausch offensichtlich unbeirrt weiter seinem Weg. Eine Flut neuer Songs ist entstanden, dazu ein kreatives, pandemietaugliches Livekonzept, welches mehr wie ein Gesamtkunstwerk aus Atmosphäre, Ort und Musik zu verstehen ist. In diesem Sommer fährt die Band mit einem Oldtimer Wohnmobil durch die Lande und spielt unter freiem Himmel in intimer Atmosphäre. Zwischen alten Bäumen, auf dem Dorfplatz, am See, auf einer Burg oder direkt am Strand. Die schlichte, mit Lichterketten, Wohnzimmerlampen und Teppichen dekorierte Bühne ist an der Längsseite des Hymermobils montiert. Davor spannt sich ein großes, fliegendes Zelt für die Besucher.

Die neuen Songs sind sparsam instrumentiert, und entfalten gerade dadurch einen starken Sog. Götz Rausch textet und singt angenehm undramatisch über Schwarze Löcher, unerreichbare Vogelnester, verschwundene Leuchttürme, das Wagnis am Leben zu sein, zu lieben, zu hoffen, etwas zu suchen, zu finden und wieder zu verlieren. Ausufernde Instrumentalparts brechen die traditionelle Songstruktur auf und fügen der Musik eine weitere Ebene hinzu. Die „Fliegenden Bauten“ beherrschen die Kunst, die Musik an den richtigen Stellen abheben zu lassen, genauso, wie sie wieder zurück auf den Boden zu holen.

Besetzung:
Götz Rausch: Gitarre/Gesang
Dirk Flatau: Klavier/Synth
Florian Kolditz: E Bass
Benjamin Riehm: Schlagzeug