Schlagwörter

, , , ,

Die Kommunen hierzulande werden nach Einschätzung des Neustrelitzer Bürgermeisters Andreas Grund mit den Corona-Testvorgaben der Bundes- und Landespolitik „ziemlich überfahren“. Das Stadtoberhaupt, zugleich Vorstandsmitglied im Städte- und Gemeindetag MV, hat in der vergangenen Woche auf Anregung des Landkreises Gespräche mit den Inhabern in allen sieben Apotheken der Residenzstadt geführt, denen er eine Schlüsselrolle beimisst, wenn es um die Bereitstellung der Tests geht. „Es sei denn, der Handel kann und soll diese Aufgabe der flächendeckenden Versorgung übernehmen und gewährleisten“, so Grund in einer Mitteilung.

Allerdings könnten die Tests selbst, Grund hat für seine Stadt eine aktuell nötige Anzahl von 16.000 pro Woche errechnet, in der Regel nicht in den Räumen der Apotheken erfolgen. Es müssten alternative Lösungen gefunden und vereinbart werden. Geeignet seien beispielsweise die Schulen, das Carolinum mache es vor.

Die bisher verfügbaren Angebote seien ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Die Kiefernheide-Apotheke bietet schon gegen Anmeldung für den Bürger kostenlose Tests an. Das Vita-Gesundheitszentrum auf dem Kühlhausberg und die 24-Stunden-Service GmbH im Schwarzen Weg sind dem Beispiel gefolgt, ab Mittwoch will Letztere in einem mobilen Bus auch auf dem Markt testen. Näheres unter https://www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de/Corona/Allgemein/Schnelltest/

Bei einem positiven Schnell- oder Selbsttest soll zudem eine sofortige Absonderung und zwingend ein kostenloser Bestätigungstest mittels PCR erfolgen. Auch hierfür müssten die organisatorischen Voraussetzungen erst noch geschaffen werden. „Die Geschwindigkeit, mit der die Umsetzung der politischen Vorgaben erfolgen soll, ist enorm“, fasst Grund zusammen. „Aus dem Stand heraus und bereits zum Mittwoch – oder dann gleich nach Ostern – setzt quasi voraus, dass sofort Bestellungen ausgelöst werden müssen und geklärt werden muss, wer wo testet.“