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Das Domjüch-Areal ist DAS touristische Entwicklungsgebiet von Neustrelitz. Zu dieser Einschätzung ist Bürgermeisterkandidatin Angelika Groh nach einem Besuch auf dem Gelände gelangt, bei dem sie sich von einem Mitglied des Vereins zum Erhalt der Domjüch – ehemalige Landesirrenanstalt durch 223 Jahre Geschichte begleiten ließ. „Ich kann versichern, dass ich mich in Kooperation mit dem Eigentümer und dem Verein um dieses Gebiet und dessen strategische Entwicklung kümmern werde. Ob als reiner Gedenkort, für Veranstaltungen, als moderner Co-Work und Co-Living-Platz, als touristisches Ziel – viele konkrete und realistische Szenarien sind für die Zukunft hier denkbar und vor allem umsetzbar“, so die Bewerberin.

Vor ca. 15 Jahren habe es bereits Investoren für das Gebiet gegeben. Ein Ferienpark sollte hier entstehen, viele gute Ideen seien dabeigewesen, wie die Besucherin erfuhr. Aber das Gesamtkonzept sei noch nicht ausgereift gewesen. „Seit gut zehn Jahren ist das Gelände nun in guten Händen und wird mit Hilfe des aktiven Vereins gesichert, rekonstruiert, belebt. Großen Respekt und höchste Anerkennung habe ich für alle die fleißigen Helfer und Mitglieder, die hier schier Unmögliches geleistet haben. Die Dächer sind dicht, das Gelände ist aufgeräumt, alles gepflegt und ordentlich.“

Jeder Schüler der Stadt sollte hier mindestens einmal gewesen sein. Lebendiger könne man Neustrelitzer Geschichte kaum vermitteln. Solche Orte seien so besonders und wichtig für eine lebendige Erinnerungskultur. Es fielen Namen wie Jakubowski, Fallada, von Oertzen, bis hin zum Drehteam vom Stralsunder Polizeiruf, „Natürlich Irre“ und „Artbase“. Und nun habe auch noch der Russe vom Marktplatz hier seinen Platz gefunden.

„Meine letzten drei Besuche auf dem Domjüch-Gelände waren emotional so bunt wie das Leben: zum Rockfestival, auf dem unsere Kinder mit ihrer Band „NÖRD“ auftraten, zur Hochzeit einer Freundin, zur Trauerfeier für Herbert Schwarz“, blickt Angelika Groh zurück. Schon früher als Schülerin habe sie das Gelände begeistert, das sie Anfang der 90-er Jahre wiederentdeckt habe.