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Am vergangenen Wochenende kam es in Mirow zu zwei Polizeieinsätzen, bei denen die Neustrelitzer Polizeibeamten größere Mengen Betäubungsmittel fanden und sicherstellten. Im ersten Fall wr am vergangenen Freitag gegen 19 Uhr eine Auseinandersetzung zwischen einer 33-Jährigen Deutschen und einem 49-Jährigen, in deren Folge gegenseitige Strafanzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet wurden, Anlass für das Erscheinen der Ordnungshüter. Im Rahmen der Sachverhaltsklärung nahmen die Beamten betäubungsmittelähnlichen Geruch aus der Wohnung der 33-Jährigen wahr.

Bei der folgenden freiwilligen Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten verschiedene Utensilien zum Konsum von Betäubungsmitteln, Cannabissamen, vier Kartons mit zahlreichen getrockneten Cannabispflanzen sowie 21 im Anbau befindliche Pflanzen. Die Beamten stellten alle aufgefundenen Gegenstände und Pflanzen sicher und erstatteten Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen die 33-jährige Beschuldigte.

Im zweiten Fall gingen die Neustrelitzer Beamten am Sonntag gegen 22.50 Uhr einem Hinweis wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung nach. Im Zuge der Kontaktaufnahme mit dem Wohnungsinhaber bestätigte sich dieser Verdacht nicht. Jedoch wurden die Polizisten auf einen aus der Entlüftungsanlage aussteigenden Dampf aufmerksam, den die Beamten als Cannabisgeruch identifizierten. Zudem lag nach erfolgter Überprüfung der Personalien des 36-Jährigen ein offener Haftbefehl gegen diesen vor. Die eingesetzten Beamten nahmen aufgrund der getroffenen Feststellungen bzgl. des Verdachts des Auffindens von Betäubungsmitteln Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg auf. Nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsrichter wurde die Durchsuchung des Wohnhauses angeordnet.

Im Dachgeschoss des Hauses befand sich eine professionell eingerichtete Cannabis-Plantage. Insgesamt fanden sie 177 Cannabispflanzen und diverse Utensilien, die zum Anbau von Cannabis geeignet sind. Zudem wurden zwei Plastikwannen, gefüllt mit getrockneten und zerkleinerten Cannabispflanzen, sichergestellt. Im Flur des Hauses wurden die Beamten schließlich auf ein manipuliertes Stromkabel aufmerksam. Hier besteht der Verdacht, dass die Stromzufuhr zum Stromzähler unterbrochen und in einen separaten Anschluss zur Versorgung der Plantagen umgeleitet wurde.

Alle Gegenstände und Pflanzen wurden durch die Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz sichergestellt. Unterstützt wurden sie dabei von Neubrandenburger und Warener Polizeibeamten. Der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg war zur Spurensuche und -sicherung am Tatort im Einsatz. Im Anschluss an die Durchsuchung wurde der 36-jährige Wohnungsinhaber vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Entziehung elektrischer Energie gegen den 36-Jährigen aufgenommen. Gegenwärtig erfolgen kriminalpolizeiliche Maßnahmen, um den Beschuldigten im Laufe des Tages einem Haftrichter vorzuführen.