Schlagwörter

,

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind am vergangenen Wochenende weitere elf Menschen positiv auf Corona getestet worden. „Derzeit ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung zu beobachten“, heißt es in einer Mitteilung.

Vier Reiserückkehrer haben Infektionen aus Weißrussland, Polen und Nordrhein-Westfalen mitgebracht. Etwa 40 Prozent der Infektionen gehen auf private Feiern zurück. Die aktuellen Meldungen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte kamen vor allem aus den Regionen um Malchin, Waren und Röbel. Sechs Patienten aus dem Landkreis mussten am Wochenende im Klinikum Neubrandenburg stationär aufgenommen werden. Seit Beginn der Pandemie wurden bzw. werden 43 an Corona erkrankte Menschen im Krankenhaus behandelt. Ein Patient muss beatmet werden. Aktuell sind 187 Personen im Landkreis an Corona erkrankt. 

Da die Infektionszahlen im Landkreis weiter steigen und sich der so genannten „roten Ampel“ nähern, bereitet sich der Landkreis auf weitere notwendige Maßnahmen vor. „Einer der nächsten Schritte wird eine Maskenpflicht im Unterricht für Kinder ab der 5. Klasse sein“, kündigte Landrat Heiko Kärger bereits an. Auch weitere Einschränkungen bei Kontakten würden notwendig werden. „Wir wünschen uns jedoch ein einheitliches Vorgehen bei uns im Land und werden deshalb zunächst die Abstimmung mit Schwerin und den anderen Städten und Landkreisen abwarten“, so Heiko Kärger.

Immer wieder werde dem Gesundheitsamt die berechtigte Frage gestellt, warum manche Einrichtungen – Schulen, Kitas, Büros – geschlossen werden müssen, andere jedoch nicht. Diese Entscheidung fällten die Amtsärzte grundsätzlich nach Betrachtung und Kontrolle der Lage im konkreten Einzelfall, heißt es. Häufig komme es jedoch vor, dass zu viele Kontaktpersonen einer Einrichtung in Quarantäne geschickt werden müssen, so dass sich die Träger der Einrichtungen oder Unternehmer für eine Schließung entscheiden, weil das Personal fehlt. Sofern das Gesundheitsamt die Schließung anordnet, teilt das der Landkreis über seine Pressestelle mit.