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Steffen Rißmann

Am kommenden Sonntag werden die Wesenberger zum zweiten Mal in diesem Jahr zu den Wahlurnen gerufen. Nachdem der im Mai von den Bürgern für Wesenberg (BfW) aufgestellte siegreiche Bürgermeisterkandidat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten konnte, muss die Wahl zum Stadtoberhaupt nun wiederholt werden. Dabei tritt der amtierende Bürgermeister Steffen Rißmann (CDU) gegen Herausforderer Heino Rechlin an, der für DIE LINKE in der Stadtvertretung sitzt.

Heino Rechlin konnte sein Wahlprogramm in dieser Woche bereits hier im Blog vorstellen. Ich hatte nun Gelegenheit, Steffen Rißmann zu seinen Zielen als Wesenberger Bürgermeister zu befragen.

Was wünschen Sie sich als Wesenberger ganz obenan?

Wir wohnen in einem „Staatlich anerkannten Erholungsort“, aber diese Anerkennung muss sich auch im Ortsbild wiederfinden. Und da haben wir als Kommune wie auch jeder einzelne Bürger noch erhebliche Reserven, was die Ordnung, das gepflegte Äußere in der Stadt und ihren Ortsteilen angeht. Hier leben wir, und hier will der Tourist verweilen.

Was sind weitere Herausforderungen für Sie als Kommunalpolitiker?

Wer mich kennt, der weiß, dass ich für Konkretes stehe, nicht für Abstraktes. So habe ich die Weichen dafür gestellt, dass es ab dem kommenden Jahr einen kommunalen Regiehof geben wird, was mit der Antwort auf Ihre erste Frage korrespondiert. Die Kommunalarbeiter werden von der Wohnungsgesellschaft durch die Stadt übernommen, samt der notwendigen Ausrüstung. Die entsprechenden Haushaltsansätze werden im Etat 2020 abgebildet, den wir hoffen noch in diesem Jahr beschließen zu können. Dies ist zugegeben nur der Anfang.

Ich bin von Eltern angesprochen worden, die mich auf die unbefriedigende Hortsituation in Wesenberg aufmerksam gemacht haben. Wie sieht es da mit Ihrem Optimismus aus?

Sicherlich ist es eine besondere Herausforderung, die Betreuung der Viertklässler sicherzustellen, denn darum geht es aktuell. Es geht hier auch um nicht mehr und nicht weniger als die Sicherung des Schulstandortes Wesenberg. Ich bin zuversichtlich, dass eine akzeptable Lösung gefunden wird.

Wo sehen Sie Schwerpunkte in der Stadtentwicklung?

Da geht es natürlich um die zeitnahe Vermarktung des letzten Teils des Ge-ländes der ehemaligen Holzindustrie. Zu Dauerbrennern angesichts der touristischen Ausrichtung von Wesenberg haben sich das Strandbad Weißer See und der Wasserwanderrastplatz entwickelt. Bei beiden Einrichtungen besteht akuter Handlungsbedarf. Das Strandbad soll im ersten Schritt eine erneuerte und erweiterte Steganlage erhalten. Gleichzeitig soll die Planung für eine Neugestaltung des Gebäudes beginnen. Damit unmittelbar verbunden wäre die Einführung einer Kurabgabe, die bekanntlich noch heftig diskutiert wird. Wir brauchen für den Erhalt und die Entwicklung der touristischen Infrastruktur auch die erforderlichen Mittel. Noch in diesem Jahr wird der Touristische Beirat seine Arbeit aufnehmen und die Abwägung zur Kurabgabe begleiten.

Wird Wesenberg hinsichtlich seiner Einwohnerzahl weiter wachsen?

Wichtig für die ausreichende finanzielle Ausstattung der Stadt ist zumindest eine stabile Einwohnerzahl. Ein Schlüssel zum Erfolg ist die weitere Erschließung von Wohnbaustandorten. Kritisch anzumerken ist, dass der kommunale Wohnungsbestand nicht mit der demografischen Entwicklung Schritt gehalten hat. Wir müssen angesichts einer alternden Bevölkerung für Barrierefreiheit bis in die oberste Etage unserer Plattenbauten sorgen. Dies soll unter anderem durch die schrittweise Ausstattung der Häuser mit Fahrstühlen geschehen. Aber auch die Sanierung weiterer Straßen und Gehwege in den Ortseilen steht auf dem Plan.

Ihr Herausforderer am Sonntag wirbt unter anderem mit seinem Engagement für die Freiwillige Feuerwehr. Auch Ihr Thema?

Sein Einsatz für die Kameradinnen und Kameraden steht außer Frage. Brandschutz und Freiwillige Feuerwehr sind aber permanentes Thema aller Stadtvertreter mit dem Bürgermeister an der Spitze. Daran hat sich und wird sich auch unter meiner Führung nichts ändern. Das neue Gerätehaus, das an der B 198 emporwächst, ist Ausdruck unserer gemeinsamen Bemühungen als Abgeordnete.

Vielleicht noch ein Satz zum Sonntag an die Wähler?

Ich würde mich über Ihre Stimme am Wahlsonntag freuen, und machen Sie bitte von Ihrem demokratischen Grundrecht zur Wahl zu gehen Gebrauch.