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Professor Hans Knapp, Schirmherr des Festivals, im Gespräch mit Ulrich Meßner, Leiter Müritz Nationalpark, und Horst Conradt (von links). Fotos:

„Das Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik hat sich einmal mehr als Ort reger Auseinandersetzung über die brennenden ökologischen Fragen gezeigt. Fragen, die uns alle bewegen, weshalb wir auch in Zukunft die Debatten mit spannenden Filmen bereichern werden. Wir bedanken uns bei unserem Publikum, das es unsere Angebote so rege annimmt“, hat Horst Conradt, Leiter des 10. und letzten Neustrelitzer Naturfilmfestival „Mensch! Natur!“, abschließend erklärt. Das vom Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation und dem Nationalparkamt Müritz organisierte Festival ist am gestrigen Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion hatte es Einigkeit darüber gegeben, dass es auf jeden Fall weiterhin Veranstaltungen geben soll, die den Gedanken des Festivals aufgreifen und weiterführen. Als Publikumserfolg bei den Langfilmen erwies sich der amerikanische Dokumentarfilm  „ Unsere große kleine Farm“, in dem John Chester die erfolgreiche Gründung seiner biodynamischen Farm sieben Jahre lang mit der Kamera begleitet und Erfolge und Rückschläge dokumentiert. Der Publikumsadler für den besten Langfilm ist mit 1000 Euro dotiert und wird von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz gestiftet.

Roland Toebe, Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, gibt den Sieger der Publikumswertung (Langfilm) bekannt, rechts neben ihm Horst Conradt.

Das Adlerei im Nest für den besten Kurzfilm, dotiert mit 300 Euro und gestiftet vom Nationalparkamt Müritz,  geht an die mexikanische Regisseurin Gisela Carbajal Rodriguez für ihre Dokumentation „Oro Blanco“.  Sie beschreibt eindringlich, wie internationale Konzerne in den Salzwüsten Argentiniens Lithium fördern und den Einheimischen das kostbare Grundwasser rauben. Hervorragend und sehr überzeugend, so das Urteil des Publikums. Die Regisseurin soll im kommenden Jahr nach Neustrelitz eingeladen werden.

Die interessante Filmauswahl des Festivals stieß auf großes  Interesse beim Publikum und regte zu vielfältigen Diskussionen an.  Die Mischung aus Filmen, einer Informationsrunde, die sich mit der Frage beschäftigte, ob ein  Nationalpark die Welt retten kann,  eine Wanderung zum  Thema „Energie verändert Landschaft“, Ausstellung und regionalem Buffet kam bei den Besuchern, die nicht nur aus der Region stammten, gut an.

Viele Gäste interessierten sich für die Ausstellung des Festivals der beiden Fotografen Paul Möller und Matthias Wolf, die noch  zum 23. November in der fabrik.galerie der Alten Kachelofenfabrik zu sehen ist.