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Seit mehr als zwei Jahren leben dauerhaft Wölfe im Müritz-Nationalpark. Nun konnte erstmals ein Wolfswelpe dokumentiert werden. Am 10. August gegen 7.23 Uhr löste die Bewegung des ca. zehn Wochen alten Jungtieres in einem abgelegenen Teil des Müritz-Nationalparks die Automatik einer Wildkamera aus.

Seit 2016 lebt die Mutter des Welpen, die Fähe „Saxonia“, im westlichen Teil des Nationalparks. Genetische Untersuchungen belegen, dass das weibliche Tier mit der Individualkennung „GW681f“ ursprünglich aus dem Landkreis Görlitz (Sachsen) stammt. Regelmäßige Spuren- und Fotofallenbilder, die im Rahmen des Wolfsmonitorings entstanden sind, bestätigten ihren dauerhaften Aufenthalt östlich der Müritz.

Seit 2018 hat die Wölfin einen Begleiter gefunden. Das männliche Tier hinterlässt deutlich größere Pfotenabdrücke und ist deshalb gut von seiner zierlicheren Partnerin zu unterscheiden. Der Welpennachweis belegt, dass aus dem Paar eine Familie wurde. „Die Frage wie viele Welpen tatsächlich zum Nationalpark-Rudel gehören soll die Fortführung des Montorings beantworten“, so Nationalparkleiter Ulrich Meßner.

Der erste Nachweis von Wölfen im Müritz-Nationalpark gelang bereits im Mai 2012 durch einen einzelnen Rüden, der auf seiner Wanderschaft nach Niedersachsen weiterzog. Auch im östlichen Teilgebiet „Serrahn“ werden seit 2018 immer wieder Hinweise auf Wölfe gemeldet. Bis dato gibt es hier jedoch noch keine Belege für Welpen.

Das Wolfsmonitoring für Deutschland geht bundesweit für das Jahre 2018 von über 70 Rudeln mit Reproduktion aus. In Mecklenburg-Vorpommern siedeln seit 2006 wieder Wölfe, die erste Wolfsfamilie wurde im Jahr 2014 bei Lübtheen nachgewiesen. Gegenwärtig sind sieben Rudel bekannt.