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„Concerto Brandenburg“ hat mich zum wiederholten Mal restlos begeistert. Das Residenzorchester des Skulpturenparkes Wesenberg am Weißen See seit 2016 spielte am Sonnabend vor geladenen Gästen mit 20 Musikern zum Thema „Leben, Tod und Auferstehung“ unter anderem Kitaro.

Musikexperten werden staunen, denn der Japaner komponiert für Synthesizer. In der Tat hat es „Concerto Brandenburg“ unter seinem Leiter Christian-Friedrich Dallmann um die 150 Stunden Arbeit gekostet, Kitaros Klänge in ein Orchesterwerk zu adaptieren. Der Ausnahmeklangkörper, der auf das Spielen mit alten Instrumenten spezialisiert ist, kann es nach kurzer Umrüstung auch auf modernen, wie er gestern bewies. Nach barocken Klängen von Bach, Pachelbel und Marcello folgten Arvo Pärt und eben Kitaro.

Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum bei schönstem Wetter vor der Konzertscheune die Musiker. Die Scheune hatte im vergangenen Jahr noch als Backstage-Bereich für ein eigens errichtetes Konzertzelt gedient, diesmal erlebte sie ihre Premiere freistehend. Sie kann wahlweise als Bühne dienen oder bei widriger Witterung auch nach innen bespielt werden. Eine echte Bereicherung für den Skulpturenpark „Bei Wu“.

Sehenswert: Drei neue Ausstellungen erwarten Besucher

Philine Bracht führt in die Ausstellungen von Chen Xin (von links) und Zhao Hai Tin (vorn rechts) ein.

Der kulturelle Austausch zwischen chinesischen und europäischen Künstlern ist in diesem Jahr Thema im Skulpturenpark Wesenberg. Gleich drei neue Ausstellungen werden seit heute der Öffentlichkeit präsentiert (Strelitzius berichtete).

Gemälde der Malerin Zhao Hai Tien, Hong Kong, aus verschiedenen Dekaden, Arbeiten auf unterschiedlichen Medien des jungen Künstlers Chen Xin, Beijing, der auch einige Zeit am Weißen See malte, und eine spezielle Auswahl von Bildern und Installationen des Künstlers Fré Ilgen, Berlin, als europäischer Gegenpol bilden den neuen Fokus. Alle drei Ausstellungen, die Kunstschaffenden waren anwesend und gefragte Gesprächspartner, sind absolut sehens- und empfehlenswert.

Fré Ilgen (hinten Mitte) im Gespräch mit Besuchern.

Parkmanagerin Philine Bracht führte versiert in die Expositionen ein und moderierte am Ende auch noch ein Symposium. Strelitzius bedankt sich bei den Vätern des Skulpturenparkes, David Ng und Peter Thompson, für die freundliche Einladung. Als Lokalpatriot möchte ich auch noch das Catering vom „Fürstenhof“ in Neustrelitz würdigen. Ein ganz wunderbarer Nachmittag voller Harmonie!

Öffnungszeiten†††††Skulpturenpark Wesenberg: Mai bis Oktober bei freiem Eintritt von 10 bis 16 Uhr. ††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††