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Tänze und Lieder aus aller Welt erklingen in einem Sonderkonzert, das die Neubrandenburger Philharmonie in Kooperation mit dem Dirigentenforum am kommenden Sonnabend, 18. Februar, um 19.30 Uhr, in der Konzertkirche aufführt. Hochbegabte Nachwuchsdirigenten erhalten die Möglichkeit, das Programm mit dem Orchester einzustudieren und dann öffentlich zu präsentieren. Wann hat man schon einmal Gelegenheit, gleich mehrere Dirigenten nacheinander am Pult der Philharmonie zu erleben!

Die Werkauswahl allein hat schon hohen Unterhaltungswert. Zoltán Kodálys „Tänze aus Galánta“ (1933) basieren auf ungarischer Zigeunermusik. Volkslieder aus verschiedenen Ländern sowie eigenes Liedgut stellte Luciano Berio 1964 in neuen Arrangements zu einem Liedzyklus („Folk Songs“) zusammen, den die Neustrelitzer Mezzosopranistin Lena Kutzner interpretieren wird. Weiter geht es mit Aaron Coplands „Appalachian Spring“. Diese brillante Konzertsuite entstand 1945 nach dem gleichnamigen Ballett, das von einem jungen Farmerpaar in den Bergen von Pennsylvania erzählt.

Der Danzón No. 2 von Arturo Marquéz gehört zu den bekanntesten und am meisten aufgeführten zeitgenössischen Kompositionen aus Lateinamerika. Er entstand 1993, nachdem der mexikanische Komponist während diverser Reisen durchs Land den elektrisierenden Paartanz kennen gelernt hatte. Marquéz faszinierte die volkstümliche und dabei qualitativ hochwertige Musik, die mit einem Hauch von Nostalgie und Sinnlichkeit insbesondere von älteren Mexikanern getanzt wird. Mit seinem Danzón erwies er dem Paartanz seine Reverenz.

Am Pult zu erleben sind die Stipendiaten des Dirigentenforums Kerem Hasan, Student an der Zürcher Hochschule der Künste, Dominic Limburg, 2. Kapellmeister und Assistent des GMD vom Badischen Staatstheater Karlsruhe, David Niemann, Assistenzdirigent des Orchestre National Montpellier Languedoc-Roussillon sowie Hossein Pishkar, Student an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.