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Strelitzius Blog

Tagesarchiv 13. März 2016

Sensationell: Baskets putzen Bundesliga-Anwärter weg

13 Sonntag März 2016

Posted by Strelitzius in Sport

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Schlagwörter

Basketball, Mecklenburg-Strelitz, WSV Neustrelitz

baskets

Während Volleyballer und Fußballer gelinde gesagt schwächeln, legen die Carolinum Baskets des WSV Ehre für Neustrelitz ein. Nachdem sie vor wenigen Tagen die Tickets zum Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ gelöst haben (Strelitzius berichtete), ist ihnen heute in Rostock schier Unglaubliches gelungen. Die Truppe von Cheftrainer Guido Heinrich schlägt im zweiten Finalspiel der U 16 in der Oberliga MV den Ligaprimus und Bundesligaaspiranten EBC Rostock I mit 84:72 und bringen ihm damit die einzige Niederlage der Saison bei.

Guido Heinrichs Taktik ist heute aufgegangen.

Guido Heinrichs Taktik ist heute aufgegangen.

„Heute war ein Meilenstein in der langen Arbeit mit den Jungs, die Coach Guido Heinrich seit Jahren auf hohem Niveau und mit viel persönlichem Einsatz absolviert“, sagte mir Henry Tesch, Schulleiter des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum.

„Was für ein Tag! Auf Augenhöhe mit Rostock! Einfach sensationell! Ich bin stolz auf diese Mannschaft“, fasste es Heinrich im Interview mit Strelitzius zusammen. Die jahrelange Zusammenarbeit zwischen dem Carolinum und dem WSV Neustrelitz sei einfach grandios. „Hier wurde viel Arbeit, Zeit und Geld vor allem vom Schulverein des Carolinums investiert.“

Nur, um einen Vergleich zu haben. Vor zwei Jahren wurden die Carolinum Baskets von den Hansestädtern noch mit 40 bis 50 Punkten Differenz weggeputzt. Auch das erste Finalspiel auf heimischem Parkett vor einer Woche endete für die Neustrelitzer 50:80. In der Addition beider Finalspiele liegen die Rostocker vorn, unsere Baskets werden Vizelandesmeister. Die nächste Herausforderung ist die Quali zur Norddeutschen Meisterschaft Anfang April. Da treten die Baskets in Hamburg gegen den Hamburger Vizemeister und den Meister Schleswig-Holsteins an. Ende April folgt dann das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin.

Gratinierte Polenta hat einen am Schinkenwirsing

13 Sonntag März 2016

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Essen

Polenta

Bei der Suche nach Polentamehl kann man die wunderbarsten Kommentare in den hiesigen Einkaufsstätten sammeln. Die Palette reicht von „Was’n das“ bis zu „Wurde noch nie nachgefragt“. Mit einem Fahraufwand von nur 20 Kilometern habe ich in der hintersten Ecke vom Edeka in Mirow dann doch noch eine von zwei Tüten des offenbar exotischen Stoffes aufgespürt, sogar in Bio-Qualität, und so stand der Zubereitung der von mir sehr geschätzten Beilage aus Maisgrieß nichts mehr im Weg. Da der Winter partout nicht weichen will, auch wenn die Sonne mal eben um die Ecke linst, ist  Wirsingkohl noch mal zu Ehren gekommen. Und die schöne Redensart, einen am Wirsing zu haben, ist mir eingeschossen.

Zunächst habe ich einen halben Liter Milch und 30 Gramm Butter aufgekocht. 130 Gramm Polenta einrieseln lassen, immer rühren und bei schwacher Temperatur fünf Minuten kochen lassen. Parmesan gibt der Polenta Pfiff, 50 Gramm davon unterrühren und die Pfeffermühle sowie die Salzmühle kreisen lassen. Eine gefettete Form – die normale Auflaufform tut es von der Größe und am Ende gibt es weniger für die Geschirrspülmaschine zu tun – nehmen und die Polenta darin verstreichen. Dann wird sie nicht zu dick. Abdecken mit Folie und richtig abkühlen lassen.

Kochwasser wird noch gebraucht

Den Wirsing halbieren, der Rest hält sich eine Woche und taugt zum Salat ebenso wie zum flankierenden Gemüse, und den Strunk herausschneiden. Jetzt den Kohl in dünne Streifen schneiden und drei Minuten lang in kochendem Salzwasser schwimmen lassen. Der Wirsing landet zwecks Abtropfen im Sieb, wird abgeschreckt, 300 Milliliter von dem Kochwasser werden noch gebraucht.

Das verwandeln wir jetzt in eine Sauce. 50 Gramm Butter zerlassen, zwei Esslöffel hellen Saucenbinder darin anschwitzen, 100 Milliliter Milch und das Wirsingwasser nach und nach auffüllen und das Ganze schön einkochen lassen. Salz und Muskat runden den Geschmack ab, wer hat, reibt sich den Muskat frisch.

Die Polenta ist inzwischen auf Zimmertemperatur, wird aus der Form gestürzt und in Drei- oder Rechtecke geschnitten. Ich habe kurz davor 150 Gramm Rohschinkenwürfel angebraten. Die Form ist neu mit Fett ausgestrichen, einen ordinären Malerpinsel habe ich immer bei meinen Küchenutensilien. Jetzt Kohl und Schinken mischen sowie Polentascheiben einschichten, die Sauce drübergießen und noch mal 30 Gramm Parmesan auf das Bauwerk streuen. Das Gratin im auf 200 Grad vorgeheizen Ofen auf der mittleren Höhe 20 Minuten lang fertigstellen. Eine Verbeugung in Richtung Italien, und dann nichts wie ran.

 

Polizisten in Friedland stellen Schmierer auf frischer Tat

13 Sonntag März 2016

Posted by Strelitzius in Polizei

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Schlagwörter

Friedland, Kriminalität, Mecklenburg-Strelitz

Zumindest in Friedland dürfte in nächster Zeit weniger geschmiert werden. Die tüchtigen örtlichen Polizisten haben gestern Abend gleich mehrere Personen dabei erwischt, wie die Fassaden- und Gebäudeteile der Grundschule Friedland in der Wollweberstraße mit Graffiti verunzierten. Als die Täter die Funkwagenbesatzung bemerkten, flüchteten sie zu Fuß in unterschiedlichen Richtungen.

Den Ordnungshütern gelang es, einen 19-Jährigen aus Friedland zu stellen.
Bei der Durchsuchung konnten bei dem jungen Mann auch Utensilien gefunden werden, die der Schmiererei zuzuordnen sind. Die Reinigung der Fassade wird rund 2000 Euro kosten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Uraufführung der Tanzkompanie von Existenznot begleitet

13 Sonntag März 2016

Posted by Strelitzius in Kultur

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Schlagwörter

Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Tanz, Theater

Kompanie

Eindrucksvoll: das neue Stück der Tanzkompanie. Foto: B. Witt

Die gute Nachricht zuerst: Die Deutsche Tanzkompanie hat am Freitagabend im Neubrandenburger Schauspielhaus mit der Uraufführung von „Völker wandern – 53°Nord“ das Publikum begeistert. Neustrelitz muss noch bis zum 8. April warten, ehe sich um 19.30 Uhr im Großen Haus des Landestheaters der Vorhang für die Künstlerinnen und Künstler hebt.

In dem Tanzstück von Lars Scheibner und Oliver Hohlfeld machen sich Menschen aus den vielfältigsten Gründen auf den Weg: Lust zu entdecken, widrige Lebensumstände, Sehnsucht. Auch der Norden Europas wurde Schauplatz großer Wanderungen. Es werden Momente der Reise der Menschheit mit viel Poesie gezeigt und kurze Geschichten eingeschlossen. Jede steht für sich. Alle gehören zusammen und vereinen sich schließlich in einem heiteren Tanzfest. Mehr Botschafter kann ein Ensemble nicht sein.

Förderung soll vorfristig auslaufen

Gravierender die schlechte Nachricht: Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hat in der zurückliegenden Woche noch einmal bekräftigt, dass das Land im künftigen Staatstheater Nordost keinen Platz für die Tanzkompanie sieht. Schlimmer noch, die Förderung soll noch vor dem Auslaufen des Theatervertrages eingestellt werden. Damit scheint der Untergang des  Ensembles besiegelt, dessen Vorstand wenigstens noch um Zuschüsse bis 2018 kämpft. Was immer dann folgen soll, immerhin wird von ihm die Möglichkeit eines Ausweges kolportiert. Vielleicht auch eine Abwanderung?

Die Kompanie erlebt Kulturpolitik zum zweiten Mal in brachialster Form. Erst wurde die Truppe unter das Dach der Theater und Orchester GmbH gezwungen, jetzt will man sie vorfristig an die Luft setzen und weiht sie damit dem Untergang. Vieles deutet darauf hin, dass mit Ende der Spielzeit am Riefstahlplatz das Licht ausgeht. Für Neustrelitz wie für die deutsche Kulturlandschaft wäre das ein neuer schwerer Verlust. Und wenn ich mir das Bild oben anschaue, so spiegelt es auch die Situation der Kompanie wieder, die sich nur noch auf einem Rettungsfloß befindet.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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