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Der Wasserzweckverband Strelitz beteiligt sich mit momentan weiteren 14 kommunalen Verbänden am Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage in Rostock. Das hat mir Geschäftsführer Ralf Düsel auf Anfrage bestätigt. Die Investitionsmaßnahme steht im Zusammenhang mit dem Verbot der  Bundesregierung, künftig noch Klärschlamm auf Agrarflächen auszubringen. „Wir werden bereits ab 2017 unsere Klärschlämme der Verbrennung zuführen müssen“, so Düsel. Die nächstgelegene Anlage befinde sich in Hamburg.

Das Rostocker Projekt brauche wegen des umfangreichen Planungs- und  Genehmigungsverfahrens seine Zeit, deshalb müsse zwischenzeitlich ausgewichen werden. Die Umsetzung des Vorhabens sei besonders aufwändig, weil perspektivisch auch noch vor der Verbrennung die Phosphor-Rückgewinnung gefordert sei.

Wesenbergs Bürgermeister Helmut Hamp hatte am Donnerstagabend die Stadtvertreter über die neuen Anforderungen informiert, von denen auch die örtliche Kläranlage Am Pump betroffen ist. Nach Aussage Hamps habe das zur Klärschlammverdickung eingesetzte Flockungsmittel zur Entscheidung des Gesetzgebers geführt. Der Schlamm könne auch natürlich verdickt werden, aber nicht so effektiv und zuverlässig.