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Bohnen

Der eine oder andere Leser meines Blogs wird am 1. Advent wahrscheinlich etwas anderes erwartet haben als das, was heute bei uns aufgetischt wurde. Aber wir hatten am Freitagabend in einem Berliner Hotel (dazu morgen mehr) eine derartige Fettlebe, dass wir uns auf bescheiden besonnen haben. Zumal der Weihnachtsbraten ja auch schon am Horizont droht.

Um dem grottigen Wetter da draußen etwas entgegenzusetzen, bin ich bis in die Toskana gereist und habe einen dort typischen Bohneneintopf mitgebracht. Und der ist nicht zu verachten. Ich sage es gleich: Auch diesmal galt es zu improvisieren. Von der Borlotti-Bohne hat man im einheimischen Handel noch nichts gehört, die Sorte Kidney tut es auch.

Jetzt wird geschnippelt, eine wahre Orgie, ich liebe es! Eine Fenchelknolle in schmale Streifen schneiden, das Grün abzupfen und aufheben. Zwei rote Zwiebeln in Spalten schneiden, vier Knoblauchzehen in Scheibchen, eine rote oder grüne Chili-Schote entkernen und hacken. Dann eine Aubergine würfeln und 450 Gramm Rispentomaten achteln. Schließlich eine gelbe und eine grüne Paprika in Streifen schneiden sowie eine Zucchini der Länge nach teilen und in Scheibchen schneiden. 100 Gramm entsteinte schwarze Oliven werden halbiert.

800 Milliliter Gemüsebrühe herstellen, mit ein paar Teelöffeln davon zwei Esslöffel Tomatenmark anrühren. In einer großen Pfanne mit Deckel zwei Esslöffel Olivenöl erhitzen und mit den Zwiebel, Chili, Knoblauch und Fenchel acht Minuten dünsten. Jetzt leistet die Aubergine für weitere fünf Minuten Gesellschaft. Das Tomatenmark unterrühren, die restliche Brühe und die Tomaten hinterher. Wer hat, bringt einige Stängel frisches Oregano ins Spiel, ansonsten getrocknetes einsetzen. Ein Esslöffel Aceto Balsamico rundet alles ab.

Aufkochen lassen, Deckel drauf, Hitze reduzieren und köcheln lassen. Nach 15 Minuten 400 Gramm Kidneybohnen und die gleiche Menge weiße Bohnen, jeweils aus der Dose, abgetropft in die Pfanne, zusätzlich Oliven, die Paprikastreifen und die Zucchini-Scheibchen einrühren.Noch einmal 15 Minuten schwache Hitze bei abgedeckter Pfanne, Parmesan, Fenchelgrün und Salz drüber, fertig.

Auf das in der Toskana obligatorische Weißbrot haben wir diesmal verzichtet, siehe oben, auf ein Weißweinchen nicht. Und für die ganz Scharfen kann man ja noch die Pfeffermühle auf den Tisch stellen. Also, uns hat es auch am Adventssonntag geschmeckt. Fasten ist anders. Buon appetito!