Die Friedhofsverwaltung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg empfiehlt aufgrund der Auswirkungen des Sturmtiefs „Zoltan“, die Friedhöfe in den kommenden Tagen nicht zu betreten. Einige Bäume sind in Folge der orkanartigen Böen umgekippt oder angehoben. Auch bei schwächerem Wind können in den kommenden Tagen noch Äste hinunterfallen und Personen gefährden.
Zwischen den Feiertagen erfolgt eine Schadensaufnahme sowie die Beräumung der Bäume und Äste. Alle Beerdigungen und Trauerfeiern können jedoch planmäßig stattfinden.
Die IHK Neubrandenburg für das östliche MecklenburgVorpommern warnt die Betriebe aus ihrer Region derzeit vor einer neuen Betrugsmasche. Betroffen sind bundesweit IHK-Mitgliedsunternehmen. Der betrügerische Absender kopiert das offizielle Web-Design eines IHK-Webauftrittes und wendet sich im Namen der IHK an den Empfänger mit der Aufforderung, ein verlinktes Formular auszufüllen. Darin werden Informationen zu den Mitgliedsunternehmen abgefragt. Dazu gehört die Anschrift des Unternehmens, die Rufnummer und Kontoinformationen (IBAN).
„Wer eine solche Mail bekommt, sollte sie ignorieren, nicht auf den Link klicken und auf keinen Fall irgendwelche Daten eingeben“, warnt Heide Klopp, Leiterin des Bereiches Recht/E-Government. „Wer sich unsicher ist, ob eine Mail tatsächlich von der IHK stammt, sollte sich telefonisch bei uns absichern.“
Die Neustrelitzer Stadtwerke warnen vor unseriös agierenden Internetanbietern und Energieunternehmen. „Mit Falschaussagen über unser Glasfasernetz STRELIX wird an der Haustür versucht, unsere Kundinnen und Kunden vom Abschluss eines neuen Vertrages zu überzeugen. Die Stadtwerke Neustrelitz verweisen in diesem Zusammenhang noch einmal auf ihr sehr gut funktionierendes STRELIX-Netz, dass derzeit in den Ortsteilen immer weiter ausgebaut wird. Wir freuen uns über jeden neuen Kunden“, heißt es. Aus diesem Grund wird davon abgeraten sich auf die dubiosen Vertragsangebote einzulassen.
Mehrere Stadtwerke-Kunden haben zudem über Anrufer berichtet, die sich als Mitarbeiter von Energieunternehmen oder Energieberater vorstellen und Strom zu günstigen Tarifen anbieten. Diese Anrufer agieren teilweise mit Daten der Stadtwerke-Kunden und geben sich durchaus auch als deren Mitarbeiter aus. Nach einem Anruf werden die Kunden gebeten, einen vermeintlichen Energievertrag übers Mobiltelefon zu bestätigen. Die Stadtwerke mahnen zur Vorsicht bei solchen Anrufen und im Umgang mit etwaigen Links oder E-Mails.
Die Stadtwerke Neustrelitz weisen erneut darauf hin, dass seriöse Verträge über Strombelieferungen oder Internetverträge grundsätzlich nicht telefonisch oder an der Haustür abgeschlossen werden. Sensible Kunden-Daten werden ebenfalls nie per Telefon oder an der Haustür abgefragt. „Unsere Kunden werden mit Anschreiben über mögliche Vertragsänderungen und Tarife informiert und können sich bei zuvor vereinbarten Kundenbesuchen immer ausweisen.“
Der Wasserstandvorhersagedienst Ostsee des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) hat für die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns für den Zeitraum von Donnerstagabend bis Sonnabendmittag eine Sturmflutwarnung herausgegeben (Strelitzius berichtete). Das BSH geht inzwischen davon aus, dass am morgigen Freitag an der gesamten Außenküste von MV Wasserstände mehr als einen Meter über dem mittleren Wasserstand eintreten. Die Sturmflutwarnung weist westlich Rügens Wasserstände von 0,70-1,50 Metern und östlich Rügens Wasserstände von 0,70-1,20 Metern über dem mittleren Wasserstand aus.
Die höchsten Wasserstände werden an der Außenküste in der Nacht von Freitag zu Sonnabend erwartet. Die Modelle gehen von Scheitelwasserständen von ca. 1,40 Metern über dem mittleren Wasserstand in Wismar und ca. 1,35 Metern über dem mittleren Wasserstand in Greifswald aus.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat aktuell vor der Gefahr einer Sturmflut an der deutschen Ostseeküste gewarnt. Schon ab dem heutigen Mittwochabend werde auch an der Küstenlinie westlich von Rügen ein Wasserstand von 30 bis 60 Zentimeter über dem mittleren Wasserstand erwartet. Östlich von Rügen liegt die Vorhersage bei 40 bis 65 Zentimeter – beides mit steigender Tendenz. Die höchsten Wasserstände für MV werden in der Nacht von Freitag auf Sonnabend erwartet und voraussichtlich die Pegelstände der Alarmstufe 1 (100 cm über normal) überschreiten.
Auf Grund der gestrigen Pressemitteilung bezüglich der Tageswohnungseinbrüche in Gotthun haben sich Bewohner aus Vipperow bei der Polizei gemeldet, die schon zweimal eine männliche Person in ihrem Haus angetroffen haben, welche dann nach einem Hotel oder einer Pension gefragt hat. Die Personenbeschreibung ähnelt der Beschreibung des Tatverdächtigen in Gotthun.
Nach Angaben der beiden Hausbewohner hat sich am 12. Juli um die Mittagszeit sowie an einem Tag vor zwei Wochen ein unbekannter Mann Zutritt zu dem Wohnhaus des Ehepaares verschafft. Dies ist ihm ohne Gewalteinwirkung gelungen, da in beiden Fällen der Schlüssel von außen steckte. Vor zwei Wochen befand sich das Ehepaar auf dem Grundstück, als es im Anbau seines Hauses eine männliche Person gesehen hat. Die Eheleute gingen sofort zum Haus und sprachen den Mann an, was er bei ihnen zu suchen habe. Der Unbekannte äußerte mit einem Akzent gleich mehrfach die Worte „Hotel, Pension“. Der Ehemann gab dem Unbekannten zu verstehen, dass es in Vipperow keine Pension und kein Hotel gäbe und dass er aus dem Haus und vom Grundstück verschwinden soll. Dieser Aufforderung kam die Person sofort nach und begab sich in Richtung Parkplatz, wo sich der Blitzer befindet. Ob er da in ein Fahrzeug gestiegen ist, konnte nicht mehr beobachtet werden.
Am 12. Juli befand sich das Ehepaar zur Mittagszeit in verschiedenen Räumen im Haus, als der Ehemann plötzlich dem selben Unbekannten im Vorflur gegenüberstand. Der Unbekannte grüßte mit „Salam aleikum“ und fragte sogleich wieder nach einer Pension oder einem Hotel. Der Hausherr sagte erneut zu dem Mann, dass er das Grundstück verlassen soll und dass es kein Hotel in Vipperow gebe.. Der Aufforderung kam der Unbekannte auch diesmal nach und verließ das Grundstück wieder in Richtung Parkplatz. Einmal mehr kann nicht gesagt werden, wie bzw. womit er den weiteren Weg fortgesetzt hat.
Der unbekannte Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden: ca. 25 Jahre alt, südländisches Aussehen, sehr schlank, schwarze kurze Haare, sehr gepflegtes Äußeres, schwarze Hose und enges schwarzes T-Shirt. Besonders auffällig war, dass er sich beim Gehen mit beiden Händen seitlich an die Schenkel klopfte. Dies hat er wohl bei der Ankunft und beim Verlassen des Grundstückes getan. Ob das ein Tick oder auch ein Zeichen an mögliche Mittäter war, kann derzeit nicht gesagt werden.
Warnung an die Bevölkerung
Die Polizei: „Wir wollen auf diese Masche aufmerksam machen und die Bevölkerung warnen. Insbesondere in den ländlichen Regionen lassen die Bewohner aus Gewohnheit gern die Türen auf oder auch den Schlüssel stecken, um sich so den Alltag zu erleichtern. Personen, wie die oben beschriebene, nutzen das aber aus, um Möglichkeiten zu finden, ohne Aufwand ein Haus betreten zu können, um dieses nach Bargeld, Schmuck oder wertvollen Gegenständen durchsuchen zu können. Wenn sie dann doch erwischt werden, tun die Tatverdächtigen dann so unschuldig, als würden sie nach einer Unterkunft suchen.“
Die Ermittlungen in den bisher genannten Fällen des versuchten und des einen vollendeten Wohnungseinbruchsdiebstahls wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle Röbel aufgenommen. „Wir gehen davon aus, dass es sich nicht um einen Einzeltäter handelt. Bisher kennen wir aber keine weiteren Personen und auch noch kein Fahrzeug, welches durch den Täter benutzt wurde“, so die Polizei weiter. In Gotthun wurde am 12. Juli ein Fahrzeug mit einem schwedischen Kennzeichen gesehen. Ob dies im Zusammenhang mit den Tageswohnungseinbrüchen steht, wird derzeit im Rahmen der Ermittlungen geklärt.
Die Polizei sucht weitere Zeugen. Gibt es weitere Geschädigte? Wer kann Hinweise zu dem Tatverdächtigen oder einem möglichen Tatfahrzeug geben? Hinweise nimmt die Polizei in Röbel unter 039931-848 224 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Natürlich können Hinweise auf elektronische Weise unter www.polizei.mvnet.de weitergegeben werden. „Bitte seien Sie aufmerksam! Achten Sie auf Ihr Umfeld in der Nachbarschaft. Wenn Sie jemanden bemerkten, der sich ungewöhnlich verhält oder augenscheinlich nicht dorthin gehört, sprechen Sie ihn an oder informieren Sie im Zweifel die 110.“
Kunden der Neustrelitzer Stadtwerke und der Landwerke MV Breitband GmbH hatten in den vergangenen Tagen vermehrt Post von der 1N Telecom GmbH. Die Neustrelitzer Stadtwerke und die Landwerke MV Breitband GmbH weisen darauf hin, dass sie nicht die Absender dieser Briefe sind.
In den Schreiben des Düsseldorfer Unternehmens geht es um den Abschluss eines neuen Festnetztarifs. Die Briefe irritieren, sind persönlich adressiert und enthalten die Nummer des aktuellen Festnetzanschlusses. Der Verbraucherschutz warnt davor, das Angebot zu unterschreiben. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass diese Art der personalisierten Werbung per Post in der Regel unzulässig ist.
In Neubrandenburg testete die Berufsfeuerwehr anlässlich des heutigen bundesweiten Warntages die neubeschafften mobilen Warnsysteme (Strelitzius berichtete). Sie kamen an zwei Standorten –Pferdemarkt und in der Oststadt – zum Einsatz.
Frank Bühring, Abteilungsleiter Brandschutz und Rettungsdienst, zog am Nachmittag eine erste positive Zwischenbilanz: „Technisch war der Warntag für uns in Neubrandenburg ein Erfolg, die Systeme haben funktioniert. Nun werten wir in den kommenden Tagen die Rückmeldungen der Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger aus und leiten daraus die finalen Schlussfolgerungen für uns ab.“
Der heutige bundesweite Warntag wurde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nach Einschätzung der Kreisverwaltung erfolgreich durchgeführt. Um 11 Uhr wurde über die 261 Sirenen im Landkreis eine Entwarnung (einminütiger Dauerton) ausgelöst, gefolgt von einer Warnung der Bevölkerung (auf- und abschwellender einminütiger Sirenenton). Um 11.45 Uhr wurde die Übung wiederum durch eine Entwarnung beendet.
Auch die neu eingeführte Warntechnik Cell Broadcast wurde getestet. Hierbei wurden Warnungen direkt an Mobiltelefone gesendet, ohne dass hierzu die Installation einer App notwendig ist. „Wir sind zufrieden, es hat alles geklappt“, so der Leiter der kreislichen Brandschutzdienststelle, Sebastian Buse.