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Am 8. Dezember findet der nächste bundesweite Warntag statt. An diesem Tag erproben die Katastrophenschutzbehörden in einer gemeinsamen Übung ihre Warnmittel. Ziel ist es, die technischen Abläufe im Fall einer Warnung und auch die Warnmittel selber auf ihre Funktion und mögliche Schwachstellen zu prüfen. Gleichzeitig soll der bundesweite Warntag die Menschen in Deutschland für Warnungen sensibilisieren.

Für die Warnung der Bevölkerung in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ist der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als untere Katastrophenschutzbehörde zuständig. Am Donnerstag um 11 Uhr aktivieren die beteiligten Behörden Warnmittel wie Warn-Apps, digitale Stadtanzeigetafeln, Radio und Fernsehen sowie, wo vorhanden, Sirenen. Die Feuerwehr Neubrandenburg wird am Warntag ihre mobilen Sirenen testen. Diese werden an zwei Standorten zum Einsatz kommen.

Aufruf an die Bevölkerung der Viertorestadt

Die Neubrandenburger werden gebeten zu melden, ob sie an diesem Tag die Sirenen gehört haben. Im Internet wird am 8. Dezember unter www.neubrandenburg.de ein Formular verfügbar sein, das die Rückmeldungen der Bevölkerung aufnimmt. Nur mit Mithilfe der Bürger kann bewertet werden, ob die mobilen Sirenen im Ernstfall verlässlich zum Einsatz kommen.

In der Vier-Tore-Stadt existieren seit Mitte der 1990er Jahre keine stationären Sirenen mehr. Der Bund hatte damals nach Einschätzung zur Bedrohung der Bevölkerung im Zivilverteidigungsfall keine akut vorliegende Bedrohung mehr gesehen und die für den Verteidigungsfall vorgesehenen Sirenen den unteren Katastrophenschutzbehörden bzw. Kommunen zur Nutzung ihrer Warnaufgaben sowie zur Alarmierung von Einsatzkräften wie der Freiwilligen Feuerwehren übergeben.

Zur Warnung der Bevölkerung sollten in Folge dessen Warnsysteme wie Sat-Warn und Katwarn genutzt werden. Das sind Warnsysteme, die die Bevölkerung im Bedarfsfall über Radio und Fernsehen warnen. Verschiedene Ereignisse haben allerdings gezeigt, dass die Weckfunktion der Sirenen durch diese Systeme nicht ersetzt werden konnten. In den vergangenen Jahren haben Bund und Länder daher begonnen, flächendeckend wieder ein Sirenennetz zu errichten. Zuständig dafür sind die unteren Katastrophenschutzbehörden, während der Bund und die Länder in Form von Förderprogrammen unterstützen.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat für die Kreisstadt Neubrandenburg bisher noch kein Programm aufgelegt. Für die flächendeckende Warnung mittels Sirenen wären im Stadtgebiet Neubrandenburgs rund 30 Sirenen erforderlich. Damit in einem punktuellen Schadensfall, wie bei Stromausfall oder Gefahrgutaustritt, die Feuerwehr Neubrandenburg trotzdem in der Lage ist, die Bevölkerung zu warnen oder zu wecken, hat diese zwei mobile Sirenen beschafft.