Am gestrigen Dienstag wurden sowohl im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als auch im Landkreis Vorpommern Greifswald mehrere Betrugsanzeigen aufgenommen. Im Polizeihauptrevier Demmin, Greifswald und im Revier Pasewalk erschienen Anzeigenerstatter, die Opfer einer Betrugsmasche wurden.
Die Täter sind in allen drei Fällen ähnlich vorgegangen. Zunächst wird fälschlicherweise im Internet damit geworben bzw. sogar versprochen, dass man sein eigenes Geld durch Investitionen in Kryptowährungen vervielfachen kann.
In der Seenplatte – genauer im Bereich Mirow – sind gestern zwei rumänische Männer aufgefallen, die entlang der Landesstraße zwischen Roggentin und Granzow mit ihrem schwarzen VW Passat standen. Sie sollen dort gegen 18 Uhr gebettelt haben. Ein aufmerksamer Zeuge merkte sich Aussehen der Männer und das rumänische Kennzeichen des Autos und informierte die Polizei.
Derzeit gehen in der Einsatzleitstelle des PP Neubrandenburg viele Notrufe ein, in welchen die Bürger mitteilen, dass sie sogenannte Schockanrufe erhalten haben. Den Angerufenen wurde mitgeteilt, dass Angehörige an Verkehrsunfällen beteiligt seien, bei welchen Personen zu Schaden gekommen sind und jetzt vorläufig festgenommen wurden. Gegen eine Kaution im fünfstelligen Bereich würden die Angehörigen wieder frei gelassen.
Die Polizei warnt. Es handelt sich hier um eine mittlerweile gängige Betrugsmasche.
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) warnen vor Betrügern. Erneut sind Menschen im Stadtgebiet unterwegs, die sich unter einem Vorwand Zutritt zum Haus oder zur Wohnung verschaffen. Am Ende sollen Verträge geschlossen werden. neu.sw Kunden schildern die Masche so: Die Betrüger geben an, sie seien im Auftrag eines großen deutschen Telekommunikationsunternehmens unterwegs und müssten etwas vermessen. Einmal hineingelassen, sollen die Bewohner Formulare unterschreiben – am Ende sind dann oft ungewollt Verträge für Strom- und Internetversorgung geschlossen.
Für Donnerstag, den 28. November, werden an der Ostseeküste erhöhte Wasserstände erwartet. Umweltminister Dr. Till Backhaus mahnt zur Vorsicht:
„Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) warnt vor steigenden Wasserständen an der gesamten Ostseeküste. Die höchsten Wasserstände werden am Donnerstag erwartet. Die bisherigen Prognosen zeigen jedoch höchstens eine leichte Überschreitung der Alarmstufe 1 und somit ein leichtes Sturmhochwasser an der Außenküste. Unsere Küstenschutzanlagen sind in einem guten und wehrfähigen Zustand und für deutlich höhere Wasserstände ausgelegt, daher rechnen wir mit keinen größeren Schäden.“
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) warnen vor unseriösen Geschäftspraktiken. Derzeit melden sich wieder Kunden, die von „aggressiven Haustürgeschäften“ berichten. Dabei klingeln fremde Personen direkt bei den Kunden und geben sich als Mitarbeiter von neu.sw aus. Sie versuchen durch Gespräche an Kundendaten zu kommen und direkt vor Ort Internetgeschäfte abzuschließen.
„Wir weisen darauf hin, dass neu.sw Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundsätzlich keine Haustürgeschäfte machen. Besuche werden vorher angekündigt“, so die Stadtwerke. Bei Unsicherheiten können sich betroffene Kunden jederzeit an den neu.sw Kundenservice wenden. Das Team ist unter 0395 3500-999, kundenservice@neu-sw.de oder persönlich im Kundenbüro im Marien Carrée am Marktplatz erreichbar.
Am gestrigen Montag gegen 13.30 Uhr soll ein 10-jähriger Junge in der Kirschenallee in Neustrelitz von fremden Personen angesprochen worden sein. Er war zu dem Zeitpunkt allein auf einem Gehweg unterwegs, als neben dem Kind ein Fahrzeug hielt. Darin befanden sich nach Angaben des Jungen zwei männliche Personen zwischen 30 und 35 Jahren. Der Fahrer hatte dunkelblondes, normal langes Haar und trug einen Bart. Der Beifahrer war dunkelblond und Brillenträger. Mehr ist zu den Personen bislang nicht bekannt.
Die beiden Männer sagten dem Jungen, dass seine Eltern einen Unfall hatten und er nun in das Auto einsteigen soll, sodass sie zusammen ins Krankenhaus fahren können. Der Kleine reagierte vorbildlich. Er befürchtete böse Absichten der Männer und rannte sofort nach Hause. Er erzählte alles seinem Papa, der sich nicht, wie durch die Fahrzeuginsassen angegeben, nach einem Unfall im Krankenhaus befand. Das Auto fuhr in eine unbekannte Richtung weiter, es gibt keine weiteren Informationen zum Kennzeichen oder Fahrzeugtyp.
Die Polizei möchte in diesem Zusammenhang Familien und Schulen sensibilisieren. Informieren Sie Kinder über diese „Masche“ und klären über die Hintergründe auf. Bei neuen oder weiteren Erkenntnissen zu dem oder ähnlichen Sachverhalten melden Sie sich umgehend bei der Polizeidienststelle in ihrer Nähe oder dem Notruf der Polizei.
Vor zehn Jahren sind diejenigen ohne Ticket noch beim Fusion Festival in Lärz über die Zäune geklettert. Als das nicht mehr ging, wurden die Tickets gefälscht und in den letzten Jahren wurde vermehrt mit falschen Bändchen versucht, aufs Gelände zu kommen, heißt es im jüngsten Newsletter der Festivalmacher. „Wir werden in diesem Jahr alle, und damit meinen wir alle, Bändchen mit einem Chip ausstatten. Dieser Chip wird an allen Ein- und Ausgängen, Schleusen und Fußgängerbrücken auf Echtheit kontrolliert. Sollte euch also in dunklen Ecken, in Clubs oder am Strand ein Fusion-Bändchen angeboten werden, dann endet das in bitterer Enttäuschung. Diese Leute sind Betrüger:innen und sie zocken euch einfach nur ab.“
Die Fusion-Tickets sind ausverkauft. Trotzdem stehen die Chancen gut, noch eines zu bekommen. In der Ticket:Börse stellen diejenigen ihr Ticket zum Verkauf ein, die plötzlich doch nicht feiern können. Und diejenigen, die dringend ein Ticket suchen, können dort vielleicht eins kaufen. „Jedes Jahr fallen Menschen auf Betrüger:innen rein, die vorgeben, sie hätten ein Fusion-Ticket zu verkaufen“, warnen die Fusionisten. „Der einzige Weg, um nicht abgezogen zu werden, ist über unsere Ticket:Börse!“
Müllpfand wird digital
Die Chips an den Fusion-Bändchen haben neben dem Echtheitscheck eine weitere Funktion. Die Müllpfandmarke, die bis letztes Jahr noch ein kleiner Abriss am Fusion-Ticket war, wird jetzt auf dem Chip zum Abscannen versteckt. Der Chip beinhaltet weder persönliche Daten noch wird dadurch Cashless Payment eingeführt. „Bevor ihr den Rückweg antretet, gebt ihr an einer der Ausfahrten euren gefüllten Müllsack ab, lasst euren Bändsel mit dem Chip abscannen und bekommt die 10€ Müllpfand zurück“. informieren die Fusionisten. Es werden natürlich weiterhin alle beim Check-In ein schickes Hardpaper-Ticket bekommen, als Andenken und zum Sammeln – nur eben ohne Müllpfand-Schnipsel.
Die IHKs in Deutschland und ihre Mitgliedsunternehmen sind erneut von einem besonders ausgefeilten Phishing-Angriff betroffen. Ziel des Angriffs ist nach aktuellen Erkenntnissen das Erlangen von Daten der betreffenden Unternehmen, darunter Kontoinformationen. Vom Öffnen der in den E-Mails enthaltenen Links oder einer Dateneingabe ist daher dringend abzuraten. Ein gezieltes Blockieren dieser E-Mails seitens der IHK ist technisch nicht möglich, weshalb die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern ihre Mitgliedsunternehmen zu besonderer Wachsamkeit aufrufen. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten Angreifer mit einer sehr ähnlichen Methode versucht, sich Daten von Unternehmen zu erschleichen.
Auch zahlreiche Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten im Rahmen des Angriffs vorgeblich von den IHKs in MV versendete E-Mails mit dem Betreff Industrie- und Handelskammer Daten Aktualisierung. In der Nachricht fordern die Angreifer unter dem Vorwand einer angeblich erforderlichen Aktualisierung von Kontaktdaten zu einer Dateneingabe auf. Mit Klick auf den in den E-Mails hinterlegten Link öffnet sich ein Webseiten-Formular, das dem Design der jeweiligen IHK nachempfunden ist und neben allgemeinen Unternehmensdaten die Namen von Ansprechpersonen sowie Kontoinformationen abfragt.
Wenn der Computer plötzlich streikt und Fehlermeldungen auf dem Bildschirm erscheinen, sind viele Menschen oftmals ratlos. Gut, wenn da der technische Support sofort zur Stelle ist. Doch leider erwies sich dieser in der vergangenen Zeit immer häufiger als Betrug.
So auch vor einigen Tagen bei einer 68-Jährigen aus Ribnitz-Damgarten. Der noch unbekannte Täter gab an, von der Firma Microsoft zu sein. Die Geschädigte bezahlte die technische Unterstützung, indem sie Xbox Geschenkkarten im Wert von mehreren hunderten Euro kaufte. Außerdem stellte sie dem Täter die Zugangsdaten für ihr Onlinebanking zur Verfügung. So wurden tags darauf mehrere Abbuchungen von ihrem Konto vorgenommen.
Bei einer 48-Jährigen, auch aus Ribnitz-Damgarten, kam es Anfang der Woche zu einem ähnlichen Fall. Dabei wurden, ebenfalls durch einen angeblichen Microsoft-Mitarbeiter, mittels Fernzugriff auf ihren Computer verschiedene Geldbeträge mit einem Gesamtwert von knapp 900 Euro vom Bankkonto der Geschädigten abgehoben. In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizei Anklam.
Die Polizei rät daher zur Vorsicht. In den vergangenen Jahren kam und kommt es immer wieder zu solchen Betrügen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurden in diesem Zusammenhang von 2021 bis 2023 knapp 400 Betrugsstraftaten mit einem Gesamtschaden von fast 250.000 Euro zur Anzeige gebracht.