Am kommenden Sonnabend, den 20. Juli, um 16 Uhr, werden bei einer Doppelvernissage die beiden neuen Sonderausstellungen „Camera Painting“ mit Arbeiten von Bernd Lasdin und „Metamorphose“ mit Arbeiten von Monika Bertermann im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz eröffnet. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Klaudia-Friederike Holdefleiß am Klavier.
Die Arbeiten von Bernd Lasdin wirken wie „mit der Kamera gemalt“: Durch das Spiel mit Belichtungszeiten und Bewegungen, Überlagerungen von Fotografien sowie grellen Einfärbungen entstehen Kunstwerke mit eigenen Wirklichkeiten und phantastischen Welten.
Am kommenden Sonnabend, den 11. Mai, um 16 Uhr, laden die Kuratorin Ines Diederich und das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zur Eröffnung der diesjährigen Sommerausstellung in die Neustrelitzer Schlosskirche ein. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten aus dem umfangreichen Oeuvre von Richard Heß (1937-2017), einem der wichtigsten Vertreter figürlicher Plastik des 20. Jahrhunderts.
Die Themen, mit denen sich Richard Heß in seinen Arbeiten auseinandersetzte, waren Schönheit, Sinnlichkeit, Erotik, Liebe, Qual, Sieg, Niederlage und Tod – die großen menschlichen Themen. Während fünfzig intensiver Schaffensjahre des Berliner Bildhauers entstand zu diesen Themen eine beindruckende Fülle an Arbeiten. Sie spiegeln ein realistisches Menschenbild wider, wobei Richard Heß dessen Unvollkommenheit und Verletzlichkeit betont. Heß ist überzeugt von der sozialen Verpflichtung des Künstlers und viele seiner Arbeiten zeigen sein Mitgefühl für die Unterdrückten und Gequälten. Ob lebensfroh und lebensbejahend oder mahnend – stets sind seine Arbeiten durchdrungen von Menschlichkeit und Anteilnahme, von Empathie und Einfühlungsvermögen.
Zur Vernissage begrüßen die Kuratorin Ines Diederich und der Bürgermeister Andreas Grund. Dr. Arie Hartog vom Georg-Marcks-Haus in Bremen führt in die Ausstellung ein. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Klaudia-Friederike Holdefleiß am Klavier.
Kerstin Borchardt; „Bodenhaftung”; 2024, Ölkreide auf Papier
Zur Vernissage der Ausstellung „Bodenhaftung Himmelwärts“ mit Arbeiten von Kerstin Borchardt wird am Freitag, 15. März, um 19.30 Uhr, in die Fabrik.Galerie für gegenwärtige Kunst der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eingeladen.
„Auf den ersten Blick erscheint das Bild „Bodenhaftung“ wie die Sicht einer Polarmöwe auf das Eismeer. Sind das nicht Eisschollen, die dicht aneinander gedrängt im dunklen Nachtmeer treiben? Vielleicht waren sie einst dicht zusammen als massiv erscheinendes Packeis, doch nun driften sie kontinuierlich auseinander, werden in immer kleinere Teile gebrochen und schmelzen dahin. Zugegeben, dies ist eine Assoziation, der man durchaus bei der Betrachtung der Ölkreidefrottage „Bodenhaftung“ der Künstlerin Kerstin Borchardt träumerisch nachgehen kann. Doch eine Frottage lässt sich von Eisschollen einfach nicht herstellen. Das Prinzip aber, dass im Grunde genommen alles einem unendlichen Kreislauf des Werdens und Vergehens unterworfen ist, genau wie bei den Eisschollen, erkennen aufmerksame Betrachter auch stets im Alltag.
Als Teil dieses Alterungsprozesses der Dinge entstehen Verwerfungen, Risse und Furchen – Spuren des alltäglichen Lebens und des Zeitflusses. Kerstin Borchardt haben eben diese Zeichen der Zeit in dem Boden der Galerie für Gegenwärtige Kunst in der Alten Kachelofenfabrik besonders fasziniert. Auch ihr erschien die Erinnerung an die Vorstellung, nur nicht auf die Ritzen betreten zu dürfen, da diese den symbolischen Abgrund bedeuten. Kleinste Bewegungen über viele Jahrzehnte führten auch hier in der Galerie zu Rissen – Bewegungen, wie wir sie mit unseren Sinnen kaum mehr wahrnehmen können, retrospektiv betrachtet an eben diesen grafisch erscheinenden Spuren.
Bettina Peschel hat sich bei mir gemeldet. Sie ist die ehrenamtliche Leiterin der Malgruppe ,,Kunstschmiede“, die immer montags im Mehrgenerationenhaus der Diakonie in Neustrelitz in der Strelitzer Straße 30 zusammenkommt. „Wir hatten in der „Bilderstube“ von Mario Schlosser unsere erste Ausstellung am 2. Dezember vergangenen Jahres, kurz davor im Oktober hatten wir uns gegründet. Wir sind acht Leute, die sich gesucht und gefunden haben, und werden am 16. März unsere erste eigenständige Vernissage präsentieren“, schreibt die Leiterin.
Die Malgruppe arbeitet eng mit dem Mehrgenerationenhaus zusammen, das den Raum zur Verfügung stellt, um die Arbeiten zu präsentieren. Die Vernissage findet um 14 Uhr statt, es gibt Kaffee und Kuchen sowie eine musikalische Begleitung. Die Ausstellung geht dann bis zum 30. April, das Thema ist „Perspektive“.
Am 7. September 1848 versammelte sich eine Menschenmenge vor dem Neustrelitzer Schloss.
Die Vernissage der kleinen Sonderausstellung zur Revolution 1848 in Neustrelitz findet am kommenden Sonntag, den 24. September, um 15 Uhr, im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz mit einem Vortrag von Dr. Olaf Briese statt, Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die Revolution von 1848 war der Beginn des demokratischen Wandels in Europa. Auch in Deutschland und in unserer Region fanden viele Ereignisse statt. Am 7. September versammelte sich vor dem Neustrelitzer Schloss eine Menschenmenge, die Veränderungen forderte. Die Ausstellung im Kulturquartier skizziert den Weg zu diesen Ereignissen, ihre Ursachen und Folgen sowie das damalige Geschehen in Europa und Deutschland. Ausstellung und Vortrag sind Teil einer kooperativen Veranstaltungsreihe in Neustrelitz zur Revolution 1848.
Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Eine Anmeldung nicht notwendig.
Noch hat sich der Sommer gar nicht verabschiedet, da steht bereits der KulturHerbst 2023 in der Mecklenburgischen Seenplatte vor der Tür. Vom 9. bis 24. September können sich Kulturbegeisterte auch in diesem Jahr auf außergewöhnliche Konzerte, Lesungen, Theaterstücke, Workshops, Ausstellungen und viele weitere tolle Angebote freuen.
Zum Auftakt der beliebten Veranstaltungsreihe am 9. September um 18 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz lockt eine Vernissage, die Arbeiten regionaler und rumänischer Künstlerinnen und Künstler aus unserem Partnerkreis Bistritza-Nasaud zeigt. Der Clou dabei: die Exponate entstehen erst unmittelbar zuvor in einem gemeinsamen Symposium in Neustrelitz. Die Kunstschaffenden werden in einer kleinen Gesprächsrunde von ihren Erlebnissen während der gemeinsamen Woche berichten, und im Anschluss kann die Gemeinschaftsausstellung in den Galerieräumen im Obergeschoss besichtigt werden.
Bildhauer Karl Rätsch ist bei der Finissage seiner Ausstellung in der Dorfkirche Zachow anwesend.
Die Ausstellung des Bildhauers Karl Rätsch in der Dorfkirche Zachow endet am kommenden Sonntag, den 2. Juli. Der 88-jährige Künstler zeigt hier Arbeiten, die in den letzten vier Jahren entstanden sind. Sie zeugen von der intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit dem aktuellen Geschehen in der Welt. Aber auch von einer großen Sinnlichkeit, wie seine abstrakten, meist glatt geschliffenen weiblichen Torsi.
Zur Finissage zeigt der Verein „simsalArt e.V.“ um 16 Uhr den Film „Karl Rätsch – Die Welt als Auftraggeber“. Diese Dokumentation über das künstlerische Schaffen von Karl Rätsch ist etwas Besonderes, da der in Lychen ansässige Bildhauer sein Leben sehr unauffällig und in einer geringen medialen Präsenz gestaltet. Sein Wirken jedoch hinterlässt überregional öffentliche Spuren.
Im Film wird die Geschichte dieses lebenserfahrenen Künstlers – geprägt von gesellschaftlichen und persönlichen Um- und Abbrüchen sowie existenziellen Herausforderungen – beleuchtet. Dafür haben Mitglieder des Kunst- und Kulturvereins „simsalArt e.V.“ Karl Rätsch in seinem Atelier besucht und auch die Vernissage seiner großen Werkschau in Passentin filmisch begleitet. Weiterhin wurden Aufnahmen in Orten mit großen Werken des Bildhauers wie Neubrandenburg gemacht sowie zahlreiche Gespräche mit dem Künstler dokumentiert.