Am Samstag, den 10. Mai, wird um 16 Uhr die Frühjahrsausstellung „Quelle des Lebens“ in der Neustrelitzer Schlosskirche mit Arbeiten des Bildhauers, Malers und Zeichners Peter Hecht eröffnet. Seine Kompositionen kombinieren kulturelle und historische Aspekte und übersetzen tierische Symboliken und Charaktere in plastische und bildliche Arbeiten. Mit seinen Werken möchte der Künstler mehr Respekt gegenüber dem Leben aller Zeiten und Orte bewirken.
Die Landtagsabgeordnete Jutta Wegner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) lädt am 5. Mai zur dritten Spezialausgabe ihres „Grünen Sofas“ ein. Im Mittelpunkt des Abends steht die Vernissage der Ausstellung „Frauen Afghanistans“ mit beeindruckenden Werken der afghanischen Künstlerin Hafiza Qasimi. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die 1998 in einem afghanischen Dorf geborene Künstlerin Hafiza Qasimi thematisiert in ihren ausdrucksstarken Gemälden die Lebenssituation afghanischer Frauen unter Bedingungen von Gewalt, Unterdrückung und ihrem ungebrochenen Streben nach Freiheit. Nach der Machtübernahme durch die Taliban war Qasimi gezwungen, ihre eigenen Werke zu verbrennen und lediglich fotografisch zu dokumentieren. 2023 gelang ihr die Flucht nach Deutschland, wo sie ihre künstlerische Arbeit fortsetzt.
Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zeigt vom 12. April bis zum 25. Mai eine Ausstellung mit Bleistift-Zeichnungen und Holz- sowie Bronzeplastiken des regional bedeutenden Bildhauers Karl Rätsch anlässlich des 90. Geburtstages des Künstlers. Die Vernissage der neuen Sonderausstellung findet am 12. April um 16 Uhr statt. Dabei findet ein Gespräch mit Karl Rätsch statt, das von Wera Koseleck geführt wird. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.
Unter dem Titel „Die Vergangenheit liegt über der Landschaft“ präsentiert die Künstlerin Karin Camara in diesem Jahr an fünf mecklenburgischen Orten eine Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 2004 bis 2024. Am Samstag, den 21. September, wird um 16 Uhr unter dem Titel „Der Moment als Vollkommenheit“ der fünfte Teil der Ausstellungsreihe im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz eröffnet. Die Geschäftsführerin des Kulturquartiers, Dorothea Klein-Onnen, kommt bei der Vernissage in neustrelitz mit der Künstlerin ins Gespräch. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Klaudia-Friederike Holdefleiß am Klavier.
Karin Camaras Landschaftsbilder entstehen direkt draußen an Orten, die die Künstlerin bewusst aufsucht oder zufällig auf ihren Fahrten entdeckt. Andere Arbeiten, z.B. die Zeichnungen der Boote oder frei intuitiv geprägte Bilder malt oder zeichnet sie im Atelier. Die Suche nach der Reduktion und die Konzentration auf das Wesentliche bestimmen sowohl formal als auch inhaltlich den gesamten Arbeitsprozess der Künstlerin. Die unmittelbare Wahrnehmung der Landschaft in Verbindung mit den verfügbaren Materialien, den eigenen Fähigkeiten und einer klaren inneren Absicht, prägen das Ergebnis. Als „fertig“ empfindet die Künstlerin eine Arbeit, wenn sie ihre innere Ruhelosigkeit unterbricht. Diesen Moment empfindet Karin Camara als Vollkommenheit.
Die Ausstellung wird vom 21. September bis zum 16. November im Kulturquartier präsentiert. Der Eintritt ist frei.
Zur Ausstellung Malerei und Zeichnungen von Irene Sohler vom 2. August bis 29. September gibt es am kommenden Freitag, den 2. August, um 19.30 Uhr, in der Fabrik.Galerie für gegenwärtige Kunst der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eine Vernissage.
„Bescheiden und auf sachten Sohlen kommt dieser Titel ‚Malerei und Zeichnungen‘ daher, ganz so, wie die Malerin Irene Sohler selbst. Als gute Beobachterin von Interieurs, Landschaften, Seeblicken und Winterlandschaften ist die Stille der Künstlerin wohl vertraut. Lange Zeit verbringt sie dann vor ihren Malsujets, um mit Ölfarben aus ihrem kleinen Kasten genau diesen intimen Moment der Ruhe in ihr Bild fließen zu lassen.
Mit verhalten pastosen Pinselstrichen aufgetragen, begegnen den BetrachterInnen in Irene Sohlers Bildern kleine Momente des Glücks, wie etwa die anrührend auf einer Serviette gebetteten, tief dunkelvioletten Feigen, die möglicherweise aus der Ernte des letzten Jahres stammen. In anderen Bildern entführt uns Irene Sohler in Häuser einiger Freunde, die sie zuweilen bei Abwesenheit betreten darf.
Am kommenden Sonnabend, den 20. Juli, um 16 Uhr, werden bei einer Doppelvernissage die beiden neuen Sonderausstellungen „Camera Painting“ mit Arbeiten von Bernd Lasdin und „Metamorphose“ mit Arbeiten von Monika Bertermann im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz eröffnet. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Klaudia-Friederike Holdefleiß am Klavier.
Die Arbeiten von Bernd Lasdin wirken wie „mit der Kamera gemalt“: Durch das Spiel mit Belichtungszeiten und Bewegungen, Überlagerungen von Fotografien sowie grellen Einfärbungen entstehen Kunstwerke mit eigenen Wirklichkeiten und phantastischen Welten.
Am kommenden Sonnabend, den 11. Mai, um 16 Uhr, laden die Kuratorin Ines Diederich und das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zur Eröffnung der diesjährigen Sommerausstellung in die Neustrelitzer Schlosskirche ein. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten aus dem umfangreichen Oeuvre von Richard Heß (1937-2017), einem der wichtigsten Vertreter figürlicher Plastik des 20. Jahrhunderts.
Die Themen, mit denen sich Richard Heß in seinen Arbeiten auseinandersetzte, waren Schönheit, Sinnlichkeit, Erotik, Liebe, Qual, Sieg, Niederlage und Tod – die großen menschlichen Themen. Während fünfzig intensiver Schaffensjahre des Berliner Bildhauers entstand zu diesen Themen eine beindruckende Fülle an Arbeiten. Sie spiegeln ein realistisches Menschenbild wider, wobei Richard Heß dessen Unvollkommenheit und Verletzlichkeit betont. Heß ist überzeugt von der sozialen Verpflichtung des Künstlers und viele seiner Arbeiten zeigen sein Mitgefühl für die Unterdrückten und Gequälten. Ob lebensfroh und lebensbejahend oder mahnend – stets sind seine Arbeiten durchdrungen von Menschlichkeit und Anteilnahme, von Empathie und Einfühlungsvermögen.
Zur Vernissage begrüßen die Kuratorin Ines Diederich und der Bürgermeister Andreas Grund. Dr. Arie Hartog vom Georg-Marcks-Haus in Bremen führt in die Ausstellung ein. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Klaudia-Friederike Holdefleiß am Klavier.
Kerstin Borchardt; „Bodenhaftung”; 2024, Ölkreide auf Papier
Zur Vernissage der Ausstellung „Bodenhaftung Himmelwärts“ mit Arbeiten von Kerstin Borchardt wird am Freitag, 15. März, um 19.30 Uhr, in die Fabrik.Galerie für gegenwärtige Kunst der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eingeladen.
„Auf den ersten Blick erscheint das Bild „Bodenhaftung“ wie die Sicht einer Polarmöwe auf das Eismeer. Sind das nicht Eisschollen, die dicht aneinander gedrängt im dunklen Nachtmeer treiben? Vielleicht waren sie einst dicht zusammen als massiv erscheinendes Packeis, doch nun driften sie kontinuierlich auseinander, werden in immer kleinere Teile gebrochen und schmelzen dahin. Zugegeben, dies ist eine Assoziation, der man durchaus bei der Betrachtung der Ölkreidefrottage „Bodenhaftung“ der Künstlerin Kerstin Borchardt träumerisch nachgehen kann. Doch eine Frottage lässt sich von Eisschollen einfach nicht herstellen. Das Prinzip aber, dass im Grunde genommen alles einem unendlichen Kreislauf des Werdens und Vergehens unterworfen ist, genau wie bei den Eisschollen, erkennen aufmerksame Betrachter auch stets im Alltag.
Als Teil dieses Alterungsprozesses der Dinge entstehen Verwerfungen, Risse und Furchen – Spuren des alltäglichen Lebens und des Zeitflusses. Kerstin Borchardt haben eben diese Zeichen der Zeit in dem Boden der Galerie für Gegenwärtige Kunst in der Alten Kachelofenfabrik besonders fasziniert. Auch ihr erschien die Erinnerung an die Vorstellung, nur nicht auf die Ritzen betreten zu dürfen, da diese den symbolischen Abgrund bedeuten. Kleinste Bewegungen über viele Jahrzehnte führten auch hier in der Galerie zu Rissen – Bewegungen, wie wir sie mit unseren Sinnen kaum mehr wahrnehmen können, retrospektiv betrachtet an eben diesen grafisch erscheinenden Spuren.
Bettina Peschel hat sich bei mir gemeldet. Sie ist die ehrenamtliche Leiterin der Malgruppe ,,Kunstschmiede“, die immer montags im Mehrgenerationenhaus der Diakonie in Neustrelitz in der Strelitzer Straße 30 zusammenkommt. „Wir hatten in der „Bilderstube“ von Mario Schlosser unsere erste Ausstellung am 2. Dezember vergangenen Jahres, kurz davor im Oktober hatten wir uns gegründet. Wir sind acht Leute, die sich gesucht und gefunden haben, und werden am 16. März unsere erste eigenständige Vernissage präsentieren“, schreibt die Leiterin.
Die Malgruppe arbeitet eng mit dem Mehrgenerationenhaus zusammen, das den Raum zur Verfügung stellt, um die Arbeiten zu präsentieren. Die Vernissage findet um 14 Uhr statt, es gibt Kaffee und Kuchen sowie eine musikalische Begleitung. Die Ausstellung geht dann bis zum 30. April, das Thema ist „Perspektive“.
Am 7. September 1848 versammelte sich eine Menschenmenge vor dem Neustrelitzer Schloss.
Die Vernissage der kleinen Sonderausstellung zur Revolution 1848 in Neustrelitz findet am kommenden Sonntag, den 24. September, um 15 Uhr, im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz mit einem Vortrag von Dr. Olaf Briese statt, Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die Revolution von 1848 war der Beginn des demokratischen Wandels in Europa. Auch in Deutschland und in unserer Region fanden viele Ereignisse statt. Am 7. September versammelte sich vor dem Neustrelitzer Schloss eine Menschenmenge, die Veränderungen forderte. Die Ausstellung im Kulturquartier skizziert den Weg zu diesen Ereignissen, ihre Ursachen und Folgen sowie das damalige Geschehen in Europa und Deutschland. Ausstellung und Vortrag sind Teil einer kooperativen Veranstaltungsreihe in Neustrelitz zur Revolution 1848.
Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Eine Anmeldung nicht notwendig.