Die Annalise-Wagner-Stiftung schreibt den 35. Annalise-Wagner-Preis sowie den 11. Annalise-Wagner-Jugendpreis aus und freut sich auf Bewerbungen und Vorschläge aus der Region und darüber hinaus. Einsendeschluss ist der 1. März 2026.
Regionale Literatur im Mittelpunkt
Ausgezeichnet werden literarische Texte mit Bezug zur Region Mecklenburg-Strelitz rund um Neubrandenburg und Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der regionale Bezug kann sich entweder aus dem Inhalt der Texte ergeben oder aus dem Lebens- und Wirkungsort der Autorinnen und Autoren. Die Preise würdigen damit sowohl regionale Themen als auch literarische Stimmen, die in der Region zu Hause sind.
Für Vertreter meines Berufsstandes gab es heute Vormittag eine exklusive Führung durch die neue Ausstellung „Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal“ (Strelitzius berichtete) der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in der Schlosskirche Neustrelitz. Sie ist vom 4. Juli, also morgen, bis zum 28. September zu besichtigen. Und, um es vorwegzunehmen, die Schau – „Betreten der Baustelle erwünscht“ – ist den Besuch unbedingt wert, rückhaltlos zu empfehlen. Nicht umsonst hat die herausragende Exposition zwei nationale und einen internationalen Designpreis bekommen und sich bei einer der Ausschreibungen gegen sage und schreibe 20.000 Mitbewerber durchgesetzt.
Das Landgericht Rostock hat die Räumungsklage der Stiftung Umwelt und Naturschutz MV (StUN) gegen die Pächter des Campingplatzes Prerow, die Regenbogen AG (Strelitzius berichtete), am heutigen Verhandlungstag zugunsten der Stiftung entschieden. Die Stiftung kann damit von der Regenbogen AG die Räumung und Herausgabe der bis zum 31. Dezember 2023 an die Regenbogen AG verpachteten Flächen verlangen, wenn eine Sicherheitsleistung in Höhe von zwei Millionen Euro geleistet wird.
Damit ist nun über die größere (20 ha) der beiden Teilflächen eine für die Stiftung positive Entscheidung ergangen. Für die Flächen des Landes hat das Landgericht Stralsund den Termin zur Verkündung einer Entscheidung für den 26. November 2024 anberaumt.
Hier wurde eine Karte aus DDR-Zeiten neu genutzt. Das „Gwd“ steht für die Reichsbahndirektion Greifswald, zu der das Streckennetz seinerzeit gehörte.
Das ist jede Menge Zukunftsmusik, von schier grenzenlosem Optimismus geprägt, aber vom Projekt her schon mal interessant. Auch wenn Jahrzehnte bis zu seiner Realisierung vergehen könnten. Die Autoren hoffen auf einen geringeren Zeitraum. Eisenbahner wollen über ein im vorigen Jahr gegründetes Eisenbahnunternehmen im Rahmen einer gemeinnützigen Stiftung in der Uckermark und darüber hinaus das derzeit größte Eisenbahntourismusprojekt Deutschlands umsetzen. Es handelt sich um den Aufbau einer historischen „Uckermärkischen Kreisbahn“ (UKB) auf dem brachliegenden und bestehenden Eisenbahnnetz der Uckermark und angrenzender touristisch wertvoller Reiseziele.
Die Idee basiert auf dem Erfolgsmodell für den ländlichen Raum, der Harzer Schmalspurbahn (HSB), der derzeit größten historischen Touristikeisenbahn Deutschlands, und lässt schon mal aufhorchen. So geschehen beispielsweise Ende November vergangenen Jahres in der Pasewalker Stadtvertretung. Und das soll nur der Auftakt einer Werbetour durch die Kommunen sein.
„Neben dem von uns ursprünglich geplanten Eisenbahnnetz denken wir auch noch daran, die touristisch wertvollen Orte Feldberg, Fürstenwerder, Woldegk und Strasburg miteinander zu verbinden und in das UKB-Eisenbahnnetz einzubinden, die Idee hierzu kam vom Bürgermeister von Strasburg und von unserer Seite“, hat mir Holger Kodim als Projektleiter und Vorstandsvorsitzender seitens der Deutschen Reichsbahn- und Länderbahnstiftung Stiftung mit Sitz in Berlin am Telefon erzählt. Er hatte mich angerufen, nachdem er in meinem Blog über Gespräche zur Reaktivierung der Strecke Neustrelitz-Feldberg gelesen hatte.
Dr. Kai-Michael Sprenger auf der 7. Schlossbergkonferenz in Neustrelitz.
Als eine „sehr erfolgreiche Veranstaltung“ hat Dr. Kai-Michael Sprenger aus Frankfurt/M. die 7. Schlossbergkonferenz in Neustrelitz zu Wochenbeginn (Strelitzius berichtete) bewertet. Sprenger hatte für die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte referiert und unter anderem eine Förderung für die inhaltliche Ausgestaltung des Neustrelitzer Schlossturmprojektes als „Leuchtturm der Demokratie“ in Aussicht gestellt.
„Es war für mich eine besondere erste Begegnung mit Neustrelitz, und ich bedanke mich auf diesem Wege sehr herzlich für Ihr großartiges Engagement und Ihre herzliche Gastfreundschaft“, schreibt Sprenger an die Veranstalter. „Wenn Sie mich wieder einmal für ein Statement oder einen Vortrag brauchen, um Ihr spannendes und wertiges Großprojekt zu unterstützen, so lassen Sie mich das bitte wissen, ich komme sehr gerne wieder. Wir bleiben in Verbindung.“
Jörn van Hall erhält für sein Prosa-Debüt „Du stirbst im Fliegen“ (Quintus Verlag, 2022) den Annalise-Wagner-Preis 2023. Der Literaturpreis der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg ist mit 2.500 Euro dotiert. Er würdigt zum 32. Mal einen Text aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der sowohl sprachästhetisch von hervorragender Qualität als auch thematisch von herausragender Relevanz ist. Die Preisvergabe unterstützen in diesem Jahr die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Text fordert zum Nachdenken über Heimat und Identität heraus
Die Jury wählte Jörn van Halls Erzählung aus 73 Einreichungen aus. In der Jury-Begründung heißt es: „Du stirbst im Fliegen – ein kleines Meisterwerk mit großer Strahlkraft. Jörn van Hall erzählt die Geschichte der an Demenz erkrankten Opernsängerin Helene und des aus seiner iranischen Heimat geflüchteten Mourad. Tag für Tag wartet dieser in der norddeutschen Container-Unterkunft auf den Brief, der über sein Leben entscheiden soll. Und er verzweifelt zusehends, bis sein heimlicher Freund Ole ihm im Haus der Mutter ein Zimmer anbietet. Im Gegenzug soll Mourad sich um die achtzigjährige Helene kümmern, die mehr und mehr vergisst. Mit seiner Hilfsbereitschaft und den stimmungsvollen Erzählungen über seine Heimat und Träume gewinnt Mourad die Sympathien von Helene, Nachbarin Maike und der Briefträgerin Irma. Nur der verwitwete Frithjoff, Maikes Vater und Helenes Verehrer, bleibt misstrauisch. Diese Dorfgemeinschaft ist „– Tür an Tür lebend – auch eine Art Notgemeinschaft. In der jede(r) um die fein gewebten Fäden von Schicksal, Schuld und Verantwortung weiß. Ohne, dass diese benannt werden müssten. […]“ Am Ende muss Mourad über sein Leben entscheiden – allein …“
Die Annalise-Wagner-Stiftung aus der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg schreibt zum 32. Mal den mit 2.500 Euro dotierten Annalise-Wagner-Preis aus. Für junge Autorinnen und Autoren bis 27 Jahre gibt es zusätzlich eine Chance auf den 10. Annalise-Wagner-Jugendpreis.
Ausgezeichnet wird je ein Text, der sich inhaltlich auf das Gebiet der historischen Region „Mecklenburg-Strelitz“ (rund um Neubrandenburg, Neustrelitz, Friedland und Mirow) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bezieht, oder der von Autorinnen und Autoren verfasst wurde, die in dieser Region leben.
Ulrich Fasshauer erhält für seine vierbändige Kinderbuch-Reihe „Robin vom See“ (Magellan Verlag) den Annalise-Wagner-Preis 2022. Der regionale Literaturpreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg zum 31. Mal an einen Text mit Bezug zur Region Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vergeben. Im Jahr 2022 unterstützt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Preisvergabe.
Das Friedländer Tor in Neubrandenburg. Ansichtskarte aus dem Jahr 1914. Sammlung Stiftung Mecklenburg
Erstmals in Neubrandenburg lädt die Stiftung Mecklenburg am 11. Juni zu einer Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten. Die Tagung findet von 9.30 bis 16 Uhr in der Hochschule Neubrandenburg statt (Seminarraum 434-435). Auf dem Programm stehen auf die Region zugeschnittene Vorträge.
Die Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg schreibt zum 31. Mal den mit 2.500 Euro dotierten Annalise-Wagner-Preis aus. Für junge Autorinnen und Autoren bis 27 Jahre gibt es zusätzlich eine Chance auf den 10. Annalise-Wagner-Jugendpreis.
Ausgezeichnet wird je ein Text, der sich inhaltlich auf das Gebiet der historischen Region „Mecklenburg-Strelitz“ im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte oder der verfasst wurde von Autorinnen und Autoren, die in dieser Region leben. Belletristik aller Genres ist genauso gefragt wie wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Sachliteratur oder Kinder- und Jugendliteratur. Ein unveröffentlichtes Manuskript ist ebenso willkommen wie eine Verlags- oder Selfpublishing-Publikation aus den vergangenen drei Jahren. Eingereicht werden kann der Text als PDF-Datei oder als Publikation bzw. ausgedrucktes Manuskript.