Die Redewendung, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes grüner ist, wollten am gestrigen Dienstag gleich mehrere Vierbeiner auf ihre Richtigkeit prüfen. Bereits gegen 9.40 Uhr ging in der Penzliner Polizeistation die Meldung über einen entlaufenen Schimmel ein. Der Vierbeiner sollte zwischen Mallin und Passentin auf der Fahrbahn unterwegs sein – ein Reiter weit und breit nicht in Sicht. Das Tier konnte kurz darauf festgestellt und der Tierhalter informiert werden, sodass das Pferd eingefangen und zurückgebracht werden konnte.
Florence Hallier vom „Zeitenhof“ Landwirtschaftsbetrieb Leonard Emmel in Leussow hat sich bei mir gemeldet. „Wir sind im Jahr 2022 hierher gezogen, weil wir einen Bio-Mutterkuh-Betrieb übernommen haben“, schreibt mir meine Leserin. „In diesem Jahr machen wir das erste Mal bei der Bio-Landpartie mit, die auf Höfen in ganz Mecklenburg-Vorpommern stattfindet.“ Am 20. September können Interessierte Einblicke in die Bio-Landwirtschaft und in Verarbeitungsbetriebe erhalten.
Am vergangenen Freitag hat sich ein Wolf am helllichten Tag bis auf 20 Meter der Pferdekoppel eines Bauernhofes bei Triepkendorf genähert. Wie Strelitzius erfuhr, habe das Tier keinerlei Scheu gezeigt und sich sogar filmen lassen (siehe unten). Das wiederum schien die Pferde zu irritieren, die den Wolf wohl ob seines Verhaltens nicht als solchen wahrgenommen haben, vermuten die beiden Zeuginnen. Sonst reagierten die Pferde eher panisch, wenn Wölfe in den anliegenden Gebieten unterwegs waren.
Die Bürgermeisterin der Feldberger Seenlandschaft, Constance von Buchwaldt, verwies mir gegenüber darauf, dass an diesem Standort bereits in den vergangenen zwei Jahren ernsthafte Vorfälle dokumentiert worden. So war der Wolf in einen Hundezwinger und in eine Pferdekoppel eingedrungen. Der Wolf wurde später am Waschsee in Mechow gesichtet, Hinweisgeber war ein Jäger.
„Wenn man diese Sichtungen und die aktuellen politischen Beschlüsse der Agrarministerkonferenz im Beisein der Bundesumweltministerin einordnet (Strelitzius berichtete), benötigen wir jetzt sofort ein regionales Bestandsmanagement. Worauf soll diese Tierhalterin warten: dass der Wolf ihre Pferde reißt?“, so das Gemeindeoberhaupt. „Ein Wolf, der sich bis auf eine Distanz von 20 Metern Bauernhof und Menschen sowie Viehbestand nähert, muss entnommen werden. Dieser Wolf hat keine Scheu mehr vor den Menschen. Der Bestand an Wölfen ist sofort aktiv zu reduzieren. Alles andere ist Augenwischerei. Aus ordnungsrechtlicher Sicht fordere ich vorausschauendes Handeln der Landes- und Bundespolitik.“
Naturpark, Wolfsmanagement und Forstamt wurden informiert. Constance von Buchwaldt hatte sich in der vergangenen Woche bereits als Jägerin eindringlich in meinem Blog zu Wort gemeldet.
Am heutigen Sonnabend präsentierten im AGRONEUM Alt Schwerin Kaltblutzüchter Pferdestärken in Aktion. Die Vierbeiner demonstrierten im Rahmen eines vielfältigen Programms, wie Göpel angetrieben und Stämme gerückt werden. Vorführungen mit historischen Arbeitsgeräten und -maschinen gaben Einblicke in den Alltag der Pferde, wie er einmal war und in eine Tradition, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Einsatz von motorisierten Landmaschinen abgelöst wurde.
„Der Arbeitstag der Kaltblutpferde war auch in diesem Jahr wieder ein ganz besonderer Veranstaltungstag bei uns im AGRONEUM Alt Schwerin.“ resümiert Museumsleiterin Anke Gutsch „In enger Zusammenarbeit mit dem Alt Schweriner Kaltblut-Züchter und Landwirt Christian Platzeck richten wir diese Veranstaltung schon seit vielen Jahren aus. Das Programm wurde zudem fachkundig durch Dr. Siegfried Hoffmann moderiert. Wir danken Familie Platzeck, Dr. Hoffmann sowie allen Züchtern, Teilnehmern, Aktiven und Helfern ganz herzlich für die langjährige und stets sehr gute Zusammenarbeit.“
Am kommenden Sonnabend, den 20. Mai, können alle Besucher ab 10 Uhr im AGRONEUM Alt Schwerin Pferdestärken in Aktion erleben. Zum Arbeitstag der Kaltblutpferde demonstrieren die Vierbeiner, im Rahmen eines vielfältigen Programms, wie Göpel angetrieben und Stämme gerückt werden. Vorführungen mit historischen Arbeitsgeräten und Maschinen geben Einblicke in den Alltag der Pferde, wie er einmal war und in eine Tradition, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Einsatz von motorisierten Landmaschinen abgelöst wurde.
Auch wenn der Bestand seit dieser Zeit stark geschrumpft ist, scheint er bei den meisten Rassen dennoch gesichert. Kaltblutpferde werden heute noch in der Forstwirtschaft, beispielsweise als Rückepferde, eingesetzt, wenn die Nutzung schwerer Maschinen nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Die Kaltblüter, die sich durch hohes Körpergewicht und eine kräftige Statur auszeichnen, werden als schwere Zugpferde eingesetzt und für ihr enormes Leistungsvermögen und ihre Gutmütigkeit geschätzt.
Der aus schlechter Haltung entnommene Hengst „Sirano“ (Strelitzius berichtete) wurde in dieser Woche vom Landkreis für das Höchstgebot von 610 Euro in gute Hände verkauft. „Zwar gab es zahlreiche Gebote, davon waren viele jedoch nicht belastbar, weil sie entweder keine Angaben über die Haltungsbedingungen enthielten oder anschließend zurückgezogen wurden“, so Kreissprecher Nils Carl Henke.
„Sirano“ wird auf einem Reiterhof im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein gutes, artgerechtes Leben führen können. Wahrscheinlich wird er jedoch nicht als Reitpferd eingesetzt, sondern aufgrund seines ruhigen Wesens den anderen Pferden als Beisteller Gesellschaft leisten.
Ungewöhnliche Situation: Die Kreisverwaltung der Seenplatte hat ein Pferd zu vermitteln. Es handelt sich um den ca. 7-jährigen Warmblut-Mix-Hengst „Sirano“, der vom Veterinäramt aus schlechter Haltung entnommen wurde und nun vorläufig auf einem Reiterhof im Raum Waren untergebracht worden ist. Das Tier ist trotz der schlechten Haltung sehr umgänglich und aufgeschlossen, halfterführig und dankbar für jede Zuwendung, jedoch noch sehr mager und in seiner Entwicklung zurückgeblieben. Sein Stockmaß beträgt 1,50 Meter.
Das Tier soll nun möglichst schnell veräußert und in ein langfristiges, pferdegerechtes Zuhause kommen. Wegen seiner Geschichte braucht er einen neuen Besitzer, der ihm die nötige Pflege und Versorgung bieten kann. Die zukünftigen Haltungsbedingungen würden auch vom Veterinäramt überprüft. „Da wir für das Pferd keinen Preis festlegen können, soll es (wie in solchen Fällen üblich) gegen ein Gebot an den Meistbietenden abgegeben werden“, so Kreissprecher Nils Carl Henke..
Gebote können bis zu einem Stichtag (eine Woche ab Veröffentlichung) unter vla@lk-seenplatte.de abgegeben werden. Auch Fragen zum Tier können unter dieser Adresse an das Veterinäramt gestellt werden.