Schlagwörter
Bauernhof, Feldberger Seenlandschaft, Jagd, Mecklenburg-Strelitz, Pferde, Triepkendorf, Wolf

Am vergangenen Freitag hat sich ein Wolf am helllichten Tag bis auf 20 Meter der Pferdekoppel eines Bauernhofes bei Triepkendorf genähert. Wie Strelitzius erfuhr, habe das Tier keinerlei Scheu gezeigt und sich sogar filmen lassen (siehe unten). Das wiederum schien die Pferde zu irritieren, die den Wolf wohl ob seines Verhaltens nicht als solchen wahrgenommen haben, vermuten die beiden Zeuginnen. Sonst reagierten die Pferde eher panisch, wenn Wölfe in den anliegenden Gebieten unterwegs waren.
Die Bürgermeisterin der Feldberger Seenlandschaft, Constance von Buchwaldt, verwies mir gegenüber darauf, dass an diesem Standort bereits in den vergangenen zwei Jahren ernsthafte Vorfälle dokumentiert worden. So war der Wolf in einen Hundezwinger und in eine Pferdekoppel eingedrungen. Der Wolf wurde später am Waschsee in Mechow gesichtet, Hinweisgeber war ein Jäger.
„Wenn man diese Sichtungen und die aktuellen politischen Beschlüsse der Agrarministerkonferenz im Beisein der Bundesumweltministerin einordnet (Strelitzius berichtete), benötigen wir jetzt sofort ein regionales Bestandsmanagement. Worauf soll diese Tierhalterin warten: dass der Wolf ihre Pferde reißt?“, so das Gemeindeoberhaupt. „Ein Wolf, der sich bis auf eine Distanz von 20 Metern Bauernhof und Menschen sowie Viehbestand nähert, muss entnommen werden. Dieser Wolf hat keine Scheu mehr vor den Menschen. Der Bestand an Wölfen ist sofort aktiv zu reduzieren. Alles andere ist Augenwischerei. Aus ordnungsrechtlicher Sicht fordere ich vorausschauendes Handeln der Landes- und Bundespolitik.“
Naturpark, Wolfsmanagement und Forstamt wurden informiert. Constance von Buchwaldt hatte sich in der vergangenen Woche bereits als Jägerin eindringlich in meinem Blog zu Wort gemeldet.