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Trotz der Rekordtemperaturen kamen am vergangenen Samstag Vertreter von Bürgerinitiativen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in Linstow zu ihrem 3. Vernetzungstreffen zusammen. Ob Weitblick, Freier Horizont, Lebenswertes Rügen, Lebenswerte Seenplatte, Windradfrei, Gegenwind Gemeinde Galenbeck und andere Gegenwind-Bürgerinitiativen oder einzelne Interessierte, gemeinsam ist ihnen allen, sich für den Erhalt der Lebens-, Natur- und Landschaftsräume in Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen. Annette Fünfsinn und Norbert Schumacher wurden zu Sprechern der derzeit rund 40 vernetzten Initiativen gewählt.

„Großes Unverständnis herrschte bei allen Vertretern darüber, dass die Politiker bzw. die Ministerien und die untergeordneten Behörden, ungeachtet aller Eingaben, Argumente und entgegen aller Wirtschaftlichkeit, ihre ideologische Energiepolitik fortsetzen“, geht aus einer Pressemitteilung hervor. „Sie ordnen Bedenken wie Umzingelung ganzer Ortschaften, Zerschneidung intakter Naturräume, krankmachende Faktoren wie Lärm, Infraschall und Schattenwurf, Grundwasserverunreinigung und Bodenverseuchung durch PFAS und Mikroplastik, Tötung von Großvögeln, Insekten und Fledermäusen einem ‚überragenden öffentlichen Interesse‘ unter. Dabei muss Gesundheit, Trinkwasser, Artenvielfalt ein weit größeres ‚überragendes öffentliches Interesse‘ eingeräumt werden.“

Weiter heißt es: „Die Planungen und Genehmigungen geschehen teilweise ohne ausreichende öffentliche Information oder Beteiligung. Stellungnahmen müssen in kürzester Frist eingereicht werden – gern während der Urlaubszeit. Natürlich macht sich da Politikverdrossenheit, ein Gefühl der Ohnmacht und des Übergangenwerdens breit.“

Keine weiteren Flächen entziehen

Daher wird noch einmal an die Verantwortlichen appelliert: Mecklenburg-Vorpommern solle ein Land zum Leben bleiben. Es dürften keine weiteren Flächen der Nahrungs- und Futtermittelerzeugung entzogen werden. Die Energieerzeugung müsse technologieoffen sein.

In einem offenen Brief wird betont: „Wir fordern die Landesregierung auf, den weiteren unwirtschaftlichen Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen in Mecklenburg-Vorpommern unverzüglich zu stoppen! Insbesondere: Keine weiteren Genehmigungen für den Bau von Windkraft- und Solaranlagen zu erteilen! Folgende Schutzgüter wieder voll umfänglich einzusetzen: Landschaftsschutz, Naturschutz, Artenschutz, Denkmalschutz, Bodenschutz, Wasserschutz, Gesundheitsschutz, Schutz des Eigentums und Gesundheitsschutz. Wir fordern die Landesregierung auf, auf Bundesebene (Bund-Länder-Kommission, Bundesrat) initiativ zu werden, die Rechtsfolgen des § 249 BauGB und das im EEG postulierte überragende öffentliche Interesse zu streichen.“