Im Rahmen einer feierlichen Sonderfahrt von Schwerin nach Parchim haben heute das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und die ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbh* den offiziellen Startschuss für die bevorstehende Betriebsaufnahme im Verkehrsvertrag „Westmecklenburg II“ (WMB II) gegeben.
Schloss Kummerow im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz
Heute hat Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, die Orte Altenkirchen, Demmin und Parchim feierlich als neue Tourismusorte in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Die Bürgermeister der Gemeinden Basedow, Ivenack, Neukalen, Malchin, Stavenhagen und Teterow haben im Schweriner Wirtschaftsministerium die Anerkennungsurkunde als neue „Tourismusregion Mecklenburgische Schweiz“ erhalten.
„Das ist eine wundervolle Anerkennung für das Engagement der Gemeinden, die sich auszahlt. Tourismusorte und Tourismusregionen können eine Kurabgabe erheben und so die Finanzierung ihres touristischen Angebots auf neue Füße stellen.“ Zugleich sei die Auszeichnung „beste Werbung“ wenn es darum gehe, neue Gäste zu gewinnen, sagte Minister Reinhard Meyer.
Die Preisträger 2024: Horst Conradt und Elke Fahrenkrug in der Mitte rechts neben dem Leiter der Filmförderung, Prof. Jacobsen (im Rollstuhl). Fotos: Filmland MV/David Harms
Am Dienstag Abend wurden, diesmal im Moviestar in Parchim, zum sechsten Mal die Kinokulturpreise des Landes MV verliehen. Der Spitzenpreis für das beste Jahresprogramm 2023 in der Kategorie „Gewerbliche Spielstätten“, dotiert mit 10.000 Euro, ging an das Fabrik.Kino 1 in Neustrelitz. Ministerin Bettina Martin überreichte den Preis an den Kinoleiter Horst Conradt, der zusammen mit seiner Mitarbeiterin Susanne Pahlke auf die Bühne des Kinos gekommen war, um die Urkunde nebst Blumenstrauß entgegen zu nehmen.
Das Jury-Mitglied Sven Andresen, selbst Betreiber von zwei Kinocentern im Land Brandenburg und ausgestattet mit einer 20jährigen Erfahrung als Filmverleiher, verlas die Jury-Begründung: „Inmitten der tausend Seen der Mecklenburgischen Seenplatte liegt die frühere Residenzstadt, welche heute als staatlich anerkannter Erholungsort neben herzöglichen Gütern mit verschiedenen Festivals und so manchem Baudenkmal auf ein lebendiges Kulturleben für ungefähr 20.000 Einwohner:innen verweisen kann. Unser Preisträgerkino trägt daran einen maßgeblichen Anteil: In einer soziokulturellen und musikalischen Umgebung serviert man dort seit nunmehr 25 Jahren deutsche und europäische Filmkunst auf der Ofenkachel. Dabei wird Altes aus den Archiven und Neues mit Relevanz gekonnt und bewusst gemischt programmiert, um der Wirklichkeit auch jenseits des Zierker Sees gerecht zu werden.
Um Gerechtigkeit geht es nicht nur in vielen ausgewählten Filmen, sondern auch den Programmmachern, desweiteren um gesellschaftliche Probleme und soziale Fragen. Um die Filme auch in der mittelgroßen Stadt ohne Hochschulpublikum sichtbar zu machen, rahmen Sie ihre Monatsprogramme in ambitionierte Reihen zur Erinnerungskultur, zu Vielfalt und Toleranz, setzen auf Künstlerporträts und den Schwerpunkt Iran und auf eine Mensch-Natur-Filmreihe mit 2 Ausrufezeichen!! Filme zum Frauentag oder in den Interkulturellen Wochen und Gegen Rassismus bringen ganz vielfältige Weltsichten und zahlreiche Referenten und Filmschaffende in die Stadt und haben damit mit Sicherheit ihren Anteil an einer positiven Innen-und Außenwahrnehmung – und vielleicht sogar am anhaltend leichten Zuzug statt Wegzug in die drittgrößte Stadt der Seenplatte.
Um sich etwas unabhängiger zu machen vom schwankenden Strompreis und den geschmälerten Betriebsergebnissen aufgrund einer neuen Wettbewerbssituation, versorgt sich das Kino in der Alten Kachelofenfabrik seit 2023 per Pholtovoltaikanlage mit eigener Energie – ein wahres Leuchtofenhaus. Unser auch energiegeladener Spitzenpreis des Kinokulturpreises MV in der Kategorie der gewerblichen Kinos geht an das Fabrik.Kino 1 in Neustrelitz!“
Die Preisträger: erste Reihe von links Jan-Christoph Block, Dockweiler AG Neustadt (Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit); Caspar Baumgart, WEMAG AG Schwerin (Nachhaltigkeit), Jens Wiencke, MALIE – Mecklenburgisches Matratzenwerk GmbH Warin (Unternehmensentwicklung); Luzi Graf, MAXLUZI GmbH Wustrow (Sonderpreis); Eike Sadewater, Scheelehof Betreibergesellschaft mbH Stralsund (Unternehmerpersönlichkeit); Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland. Zweite Reihe von links: Zara Gottschalk, Dockweiler AG; Max Strack, MAXLUZI GmbH, Reinhard Meyer, Wirtschaftsminister M-V.
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat in Parchim die „Unternehmer/Unternehmerin des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern 2022“ ausgezeichnet. „Der Preis der Wirtschaft zum Unternehmer oder zur Unternehmerin des Jahres ist eine Würdigung der besonderen Leistungen der Unternehmer mit ihren Mitarbeitenden. Wir sprechen Anerkennungen für die heimische Wirtschaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern aus. Innovative Ansätze, der Mut, Sachen zu verändern, kreative Ideen sowie Risiko- und Verantwortungsübernahme zeichnen das unternehmerische Handeln aus. Oftmals ist dies gepaart mit einem großen gesellschaftlichen Engagement. Die diesjährigen Preisträger kommen aus dem produzierenden Gewerbe, dem Handwerk, dem Tourismus und der Energiewirtschaft. Diese Spannbreite spiegelt auch die Wirtschaft in unserem Bundesland wider. Wir haben ein modernes, starkes und wettbewerbsfähiges Unternehmertum bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister vor Ort.
Ab Mittwoch, dem Tag vor Christi Himmelfahrt, fährt die Südbahn (Strelitzius berichtete) wieder, hat Infrastrukturminister Christian Pegel heute angekündigt. Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) lässt zur Abendfahrt um 18.41 Uhr den ersten Zug der neuen Saisonlinie RB19 von Parchim über Lübz und Karow nach Plau am See starten. Von dort fährt der Zug um 20.30 Uhr zurück.
„Ab dem Feiertag am Donnerstag, 21. Mai, bis einschließlich 30. August 2020 verkehren dann sonnabends, sonn- und feiertags jeweils drei Zugpaare täglich zwischen Parchim und Plau. Hinzu kommt ein Zugpaar – also eine Hin- und Rückfahrt – an allen Freitagabenden in diesem Zeitraum“, erläutert Christian Pegel den Fahrplan.
Um die Strecke attraktiv und kundenfreundlich zu gestalten, sind diese Züge der RB19 direkt mit der RB14 kombiniert, so dass Passagiere in beiden Richtungen auf der Strecke Hagenow Land – Ludwigslust – Parchim – Plau am See durchfahren können, ohne Umstieg in Parchim.
Die Hanseatische Eisenbahn 2015 bei ihrem kurzen Gastspiel auf der Südbahnstrecke zwischen Parchim und Malchow. Foto: youtube
Landesregierung, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und
Ludwigslust-Parchim sowie das Eisenbahninfrastrukturunternehmen
Regio Infra Nord-Ost haben sich nach intensiven Verhandlungen
geeinigt, die Südbahnstrecken zwischen Parchim, Karow, Malchow und
Waren nicht nur zu erhalten, sondern über ein Gesamtkonzept mit dem
übrigen Verkehr noch besser zu verzahnen.
„Insbesondere in der Hauptsaison haben sich in den vergangenen
Jahren die touristischen Verkehre aus Richtung Berlin sowie Hamburg
in diese Region verstärkt. Deshalb werden jeweils in der Saison –
von Herrentag bis Ende August und zusätzlich an den Osterfeiertagen
– sonnabends und sonntags jeweils drei Zugpaare auf der Strecke
unterwegs sein“, kündigte Landesverkehrsminister Christian Pegel
heute an.
Südbahn fährt wieder von und nach Plau
Weiter führte der Minister aus: „Plau am See als ein touristisches
Zentrum der Region wird wieder in den Bahnverkehr eingebunden,
indem die Züge von Parchim nach Karow bis dorthin weiterfahren. Aus
der anderen Richtung sollen die Züge von Malchow bis Karow
verlängert werden. Busse und Rufbusse werden als Zubringer zu den
Bahnhöfen eingesetzt, so dass die Fahrgäste vom Bahnhof auch zu
ihrem Zielort in der Region kommen und zurück.“ Insgesamt solle
durch eine bessere Vertaktung von Bus und Bahn jeder Anschluss
sichergestellt werden.
In der Woche mehr Busse
„Die Stilllegung ist vom Tisch. Nicht nur Touristen, auch die
Einheimischen werden von dem neuen Konzept profitieren“, sagte
heute Heiko Geue, Chef der Staatskanzlei, bei der Vorstellung des
neuen Konzepts in Schwerin: „Vor allem für die Pendler werden die
Fahrpläne der Buslinie 77 wochentags zwischen Parchim und Plau auf
einen Stundentakt verdichtet.“