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Die Preisträger: erste Reihe von links Jan-Christoph Block, Dockweiler AG Neustadt (Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit); Caspar Baumgart, WEMAG AG Schwerin (Nachhaltigkeit), Jens Wiencke, MALIE – Mecklenburgisches Matratzenwerk GmbH Warin (Unternehmensentwicklung); Luzi Graf, MAXLUZI GmbH Wustrow (Sonderpreis); Eike Sadewater, Scheelehof Betreibergesellschaft mbH Stralsund (Unternehmerpersönlichkeit); Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland. Zweite Reihe von links: Zara Gottschalk, Dockweiler AG; Max Strack, MAXLUZI GmbH, Reinhard Meyer, Wirtschaftsminister M-V.
 

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat in Parchim die „Unternehmer/Unternehmerin des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern 2022“ ausgezeichnet. „Der Preis der Wirtschaft zum Unternehmer oder zur Unternehmerin des Jahres ist eine Würdigung der besonderen Leistungen der Unternehmer mit ihren Mitarbeitenden. Wir sprechen Anerkennungen für die heimische Wirtschaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern aus. Innovative Ansätze, der Mut, Sachen zu verändern, kreative Ideen sowie Risiko- und Verantwortungsübernahme zeichnen das unternehmerische Handeln aus. Oftmals ist dies gepaart mit einem großen gesellschaftlichen Engagement. Die diesjährigen Preisträger kommen aus dem produzierenden Gewerbe, dem Handwerk, dem Tourismus und der Energiewirtschaft. Diese Spannbreite spiegelt auch die Wirtschaft in unserem Bundesland wider. Wir haben ein modernes, starkes und wettbewerbsfähiges Unternehmertum bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister vor Ort.

Dank für Einsatz in fordernden Zeiten

Meyer dankte den Unternehmerinnen und Unternehmern besonders dafür, dass sie sich den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges stellen. „Die Rohstoffknappheit in einigen Bereichen, unterbrochene Lieferketten und steigende Energiepreise treiben vielen Sorgenfalten auf die Stirn. Dennoch gelingt es, in wirtschaftlich fordernden Zeiten Beschäftigte bestmöglich in den Unternehmen zu halten“, so Meyer weiter.

Zur Preisverleihung waren rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung gekommen. In diesem Jahr gab es acht Finalisten, vier Preisträger und einen Sonderpreisträger, die prämiert wurden.

120 Nominierungen für den Preis eingegangen

Der Preis wurde in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Insgesamt sind 120 Bewerbungen und Nominierungen für den landesweiten Preis der Wirtschaft eingegangen. Ausgelobt wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, jeweils eine Urkunde und eine hochwertige Stele aus der Werkstatt der Rostocker Designerin Anna Silberstein.

Der Sonderpreis 2022 „Fair, regional und kreativ gestaltet Zukunft“ ging in die Mecklenburgische Kleinseenplatte an Luzi Graf und Max Strack und ihre MAXLUZI GmbH in Wustrow/Seewalde (Strelitzius berichtete). Die MAXLUZI GmbH ist ein 2021 gegründetes Unternehmen. Das Gründerpaar – ein gelernter Zimmerer und eine studierte Innenarchitektin – fertigt in seiner Manufaktur in Wustrow Unikate wie beispielsweise gedrechselte Holzlampenschirme, Gewürzmühlen, Hocker und Stiftehalter. Dabei ist der Fokus auf eine nachhaltige Produktion ausgerichtet – es wird ausschließlich regionales Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft genutzt oder Holz von Bäumen, die an Straßen oder in privaten Gärten weichen mussten. Auch alle Restprodukte erhalten eine Funktion – so werden beispielsweise Restspäne als Einstreu für den örtlichen Bauernhofbetrieb verwendet.

„Mit Sorgfalt und Achtsamkeit entstehen in Wustrow ausschließlich in Handarbeit hochwertige Produkte zu fairen Bedingungen, die überregionalen Absatz finden. Die MAXLUZI GmbH ist geprägt von dem Lebensstil der Gründer, schöne Dinge zu entwerfen, zu bauen und dabei nachhaltig zu agieren“, sagte Meyer.