Ganz im Zeichen der Liebe steht die nächste Festivalsaison der Kammeroper Schloss Rheinsberg vom 25. Juni bis zum 28. August 2022: Mit Mozarts „Entführung aus dem Serail“ (R: Georg Quander, B/K: Barbara Krott, ML: Werner Ehrhardt; Kammerakademie Potsdam) im barocken Kolonnadenhof des Schlosses Rheinsberg am Grienericksee und Smetanas „Die Verkaufte Braut“ (R: Frank Matthus, B/K: Karel Spannhak,ML: Hansjörg Schellenberger, Berliner Symphoniker) im Heckentheater stehen zwei heitere Opern auf dem Programm, in denen die Liebe über alle möglichen Hindernisse siegt.
Um unerfüllte Liebe geht es in der dritten Premiere: „P.“, die puristische Oper des sächsischen Komponisten Eckehard Mayer nach Texten von Fernando Pessoa erlebt ihre Uraufführung im Schlosstheater (R: André Bücker, B/K: Imme Kachel, ML: Nicholas Kok; Ensemble Ascolta).
Den Abschluss der Festivalsaison 2022 bildet eine Neuproduktion der Bundesakademie für junges Musiktheater #BAJMT mit gleich drei Uraufführungen im Schlosstheater. An den Erfolg der diesjährigen Produktion von Darius Milhauds Opéras-minute anknüpfend, ergingen Kompositionsaufträge für Kurzopern an Christoph Breidler, Emre Dündar und Margarete Huber.
Georg Quander, künstlerischer Direktor der Musikkultur Rheinsberg, bringt Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf die Bühne des Schlosstheaters. Am kommenden Sonnabend, 11. Dezember, hat der Weihnachtsklassiker in einer familienfreundlichen Fassung mit dem Berliner Kammerorchester Camerata instrumentale unter Leitung von Christian van den Berg Premiere.
Unter echten Bäumen – gestiftet vom Forstamt Rheinsberg – und mit Puppen als Mitspieler lassen die Preisträger*innen der Kammeroper Schloss Rheinsberg die Märchenfiguren auf besondere Weise lebendig werden: Neben Sophie Bareis (Gretel) und Martha Sotiriou (Hänsel; Foto: Uwe Hauth) singen Mathilda Bryngelsson (Mutter), Christian Noel Bauer (Vater), Maria-Eunju Park (Sandmännchen / Taumännchen) und Holden Madagame als gefährliche Hexe.
Aufführungen: Sa 11., Sa 18. und So 19.12.2021, jeweils 16 Uhr – Schlosstheater
Tickets: 28 € | ermäßigt 10 €
Die Produktion wurde ermöglicht dank großzügiger Unterstützung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin.
Sebastian Naglatzki (Tod) / Bernd Könnes (Harlekin). Fotos: Jörg Metzner
Iuliia Tarasova
Am 21. November wurde Victor Ullmanns „Kaiser von Atlantis“ zum letzten Mal auf der Bühne des Landestheaters Neustrelitz gepielt. Für alle, die die Oper verpasst haben oder sie noch einmal sehen wollen, gibt es einen Onlinestream. Ab kommenden Sonntag, 28. November, für vier Wochen als digitales Opernerlebnis – ein Geschenk für das Publikum!
Ullmann schrieb „Der Kaiser von Atlantis“ 1943/1944 während seiner letzten Lebenszeit im Konzentrationslager Theresienstadt. Das Stück sollte ebendort zur Uraufführung gelangen und ist komponiert für die dort vorhandene Musiker- und Sängerbesetzung. Erst am 16. Dezember 1975 wurde die Oper in Amsterdam uraufgeführt, 1985 wurde sie erstmalig in Deutschland (Stuttgart) aufgeführt und am 23. Mai 1995, 51 Jahre nach den ersten Proben, wurde das Werk in Theresienstadt gespielt.
Am 20. und 31. Oktober sowie am 21. November wird letztmalig die Oper „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann aufführen – deutschlandweit in einer einzigartigen Interpretation. Regisseur, Operndirektor und Intendant Sven Müller hat sich bewusst für eine Inzenierung in zeitgemäßer Umsetzung entschieden und zeigt so auf, dass das von Ullmann gewählte Thema in jeder Zeitepoche aktuell aufgegriffen werden kann.
Eine visionäre Oper von Viktor Ullmann, in der es um um ein humanes Miteinander und um das Fortbestehen der Menschheit geht. Ullmann schrieb „Der Kaiser von Atlantis“ 1943/1944 während seiner letzten Lebenszeit im Konzentrationslager Theresienstadt. Das Stück sollte ebendort zur Uraufführung gelangen und ist komponiert für die dort vorhandene Musiker- und Sängerbesetzung. Erst am 16. Dezember 1975 wurde die Oper in Amsterdam uraufgeführt, 1985 wurde es erstmalig in Deutschland (Stuttgart) aufgeführt und am 23. Mai 1995, 51 Jahre nach den ersten Proben, wurde das Werk in Theresienstadt gespielt.
Am morgigen Sonnabend um 18 Uhr steht im Landestheater Neustrelitz einer der Höhepunkte der Spielzeit an. Engelbert Humperdincks selten gespielte Märchenoper „Dornröschen“ hat Premiere. Die großen und kleinen Theatergänger dürfen sich auf eine beeindruckende Inszenierung freuen. Strelitzius veröffentlicht schon mal den Trailer, auch wenn nur noch Glückspilze zu einem Premierenticket kommen dürften. Weitere tolle Bilder unter https://tog.de/projekte/dornroeschen/. Auch für die Aufführung am 2. Oktober gibt es nur noch Restkarten. Die folgenden Termine: 16. und 29. Oktober, 28. November, 11., 12., 17. und 26. Dezember.
Lange verschoben, feiert die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz nun endlich die Premiere von „Dornröschen“. Der in Neustrelitz vor 100 Jahren verstorbene Komponist Engelbert Humperdinck hat es 1902 vertont – die TOG bringt die Märchenoper voller Bühnenzauber und Poesie zur Aufführung.
Einlass nur für Geimpfte/Genesene/Getestete. Der entsprechende Nachweis muss am Einlass vorgelegt werden.
Die Zuhörenden sind die Gewinner, wenn am kommenden Sonnabend, den 11. September, im Schlosstheater Rheinsberg ein barocker Opernstreit neu ausgetragen wird: Im Konzert um 17 Uhr lassen Sängerinnen und Sänger der Musikhochschule „Hanns Eisler“ aus Berlin die Rivalität zwischen Giovanni Battista Bononcini und Georg Friedrich Händel wieder aufleben und präsentieren Arien und Ensembles der beiden europäischen Starkomponisten des Barock.
Für die Nachwelt scheint der Sieger klar: Händel! Doch die Zeitgenossen stritten erbittert: »Manche sagen, verglichen mit Bononcini / Sei Herr Händel nur ein armer Tropf. / Andere behaupten, Bononcini sei kaum würdig, / für Händel eine Kerze zu halten. / Merkwürdig, dass ein solcher Streit entsteht / Um Dideldum und Dideldi.« Doch der Ohrenschmaus, der das Publikum erwartet, macht deutlich, warum die Musik solche Leidenschaft weckte und dass Bononcini sich neben Händel nicht zu verstecken braucht.
Lange verschoben, feiert die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz nun endlich die Premiere von „Dornröschen“. Der in Neustrelitz vor 100 Jahren verstorbene Komponist Engelbert Humperdinck hat es 1902 vertont – die TOG bringt die selten gespielte Märchenoper voller Bühnenzauber und Poesie zur Aufführung. Premiere ist am Sonnabend, den 25. September, um 18 Uhr, im Landestheater Neustrelitz. Es gibt noch wenige Restkarten.
Und wer schon einen Einblick in die Inszenierung erhalten möchte, ist herzlich zur Matinee am kommenden Sonntag, 12. September, um 11 Uhr im Landestheater Neustrelitz eingeladen, der Eintritt ist frei. Intendant Sven Müller wird dabei sein, Regisseurin Jasmin Solfaghari, Ausstattter Walter Schütze, der musikalische Leiter Daniel Klein und Dramaturg Lür Jaenike. Natürlich gibt es auch einige musikalische Kostproben: Mit dabei sind u.a. Marina Medvedeva (Dornröschen) und Andrés Felipe Orozco (der Prinz) sowie Mitglieder des Opernchores. Der Eintritt ist frei! Gern können im Vorfeld Freikarten im Theater-Service abgeholt oder telefonisch reserviert werden.
Georg Quander, Künstlerischer Direktor der Kammeroper und Regisseur der „Fidelio“-Produktion, bezeichnete die Leistungen der jungen Sängerinnen und Sänger als hervorragend.Foto: Musikkultur Rheinsberg
Mit dem „Sinfonischen Ausklang“ ging am vergangenen Sonnabend die diesjährige Saison der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu Ende. Mit sieben Opernaufführungen, zwölf Konzerten und zwei Musiktheateraufführungen der Bundesakademie für junges Musiktheater erlebten 4.300 Besucher in Rheinsberg ein anspruchsvolles und facettenreiches Festivalprogramm im Zeichen Beethovens: Liederabende, Arienprogramme, drei Konzerte der Akademie für Alte Musik Berlin mit Beethovens Sinfonien und ihren Vorbildern, ein enthusiastisch aufgenommener Quartettabend mit Niklas Liepe & Friends und schließlich das traditionelle Abschlusskonzert der Dirigentenwerkstatt mit der Jungen Kammerphilharmonie Berlin umrahmten die Opernproduktion von Beethovens einziger Oper „Fidelio“, die in ihrer selten gespielten Urfassung von 1805 zahlreiche Besucher überzeugte; Georg Quander inszenierte im Bühnenbild von Christoph Gehre (Kostüme: Barbara Krott), die musikalische Leitung hatte Peter Gülke. 32 Preisträgerinnen und Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg aus 17 Ländern begeisterten das Publikum in den Konzerten im Schlosshof und bei »Fidelio« auf der Bühne am Kavalierhaus. Einer der Solisten absolvierte mit einer tragenden Rolle in einer der Aufführungen seine Bühnenreifeprüfung.
War der Aufbau der extra konstruierten Bühne durch starke Regenfälle immer wieder erschwert, zeigte sich das Wetter bei den Aufführungen der Kammeroper gewogen: Nur drei der 19 Open-Air-Veranstaltungen mussten mangels einer gleichwertigen Ausweisspielstätte abgesagt werden bzw. wurden vor einem Teil des Publikums in kleineren Innenräumen gespielt. An den restlichen Abenden konnte auch ein kühler Abendwind die Stimmung von Publikum und Ausführenden nicht trüben. Insgesamt betrug die Auslastung des corona-bedingt reduzierten Platzangebots rund 88,8 Prozent.
Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland
„Die jungen Sängerinnen und Sänger meisterten ihre anspruchsvollen Aufgaben hervorragend“, zeigt sich Georg Quander, Künstlerischer Direktor der Kammeroper und Regisseur der „Fidelio“-Produktion, zufrieden und freut sich, dass auch besondere Abende wie das Quartett-Programm oder die kaum bekannten „Lieder verschiedener Völker“ beim Publikum großen Zuspruch fanden. Wie stets kamen die Gäste nicht nur aus der Region und aus Berlin, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet sowie aus Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern; der Großteil der Besucher hatten als Stammbesucher früh gebucht bzw. ihre Buchungen aus 2020 behalten. „Da wir nur die Hälfte der Plätze besetzen durften, mussten wir leider vielen Interessierten absagen“, bedauert Geschäftsführer Thomas Falk und hofft, dass sich die Situation für die Kultur im kommenden Jahr grundlegend verbessert.
Denn bei aller Freude über die positive Bilanz war diese Kammeroper-Saison durch die Pandemie erschwert: Die erste Hälfte des Programms hatte im Mai 2021 corona-bedingt abgesagt werden müssen. Schwierigkeiten gab es auch bei der Einreise von Sängerinnen und Sängern aus anderen Ländern und Kontinenten: Nicht alle Solisten, die eingeladen waren, konnten auch teilnehmen. Das mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept und die strikt eingehaltene tägliche Test-Routine aller Mitwirkenden ermöglichte überhaupt erst die Durchführung des Festivals; über 1.300 Schnelltests wurden durchgeführt – glücklicherweise ohne einen einzigen Infektionsfall.
„Nun konzentrieren wir uns auf die Planung für die nächste Kammeroper-Saison“, erklärt Georg Quander. Auf dem Programm für 2022 stehen unter anderem Mozarts »Entführung aus dem Serail« im Schlosshof sowie »Die verkaufte Braut« von Bedrich Smetana im Heckentheater. Die genauen Pläne werden im Herbst bekanntgegeben.
Sinfoniekonzert im Schlosshof 2019. Foto: Uwe Hauth
Mit einem beschwingten sinfonischen Programm mit vokalen Highlights klingt die diesjährige Kammeroper-Saison aus: Das traditionelle Abschlusskonzert der Dirigentenwerkstatt am kommenden Sonnabend, den 21. August, bringt zum Ende des Festivals noch einmal Sinfoniekonzert und Oper zusammen. Unter der Leitung von Otto Schwarz spielt die junge Kammerphilharmonie unter anderem Mozarts Hornkonzert und die „Haffner-Sinfonie“. Die junge koreanische Sopranistin Hyunju Kim und der chinesische Tenor Yuewen Lei – beide Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg – bieten einige der schönsten Gesangsnummern aus Donizettis „Liebestrank“ dar. Zum Abschluss dirigiert Bruno Osterwalder den ersten Satz aus Schuberts 4. Sinfonie.
Dirigenten wie Musizierende sind Nicht-Professionals, die ihrer musikalischen Leidenschaft seit Jahren ambitioniert und engagiert in ihrer Freizeit nachgehen. Die junge Kammerphilharmonie ist das offizielle Ensemble des Jungen Freundeskreises der Berliner Philharmoniker. Otto Schwarz und Bruno Osterwalder sind beruflich in der Pharmazie zu Hause, mit dem Herzen in der Musik; beide dirigieren seit vielen Jahren. In der Dirigentenwerkstatt feilen sie an ihren Fertigkeiten. Der Profi-Dirigent Robert Reimer, zu Hause an der Deutschen Oper Berlin wie an der Staatsoper Unter den Linden und gefragter Gast an europäischen Opernhäusern von Kopenhagen bis Barcelona, leitet die Dirigentenwerkstatt auch in diesem Jahr.
Wetterinfo: Das Konzert findet im Schlosshof Rheinsberg statt; bei schlechtem Wetter muss die Veranstaltung abgesagt werden, weil keine geeignete Ausweichspielstätte zur Verfügung steht. Der Ticketpreis wird erstattet. Wetterinfo am Veranstaltungstag ab 13 Uhr über die Ansage auf dem Wettertelefon 033931 72114, die Website der Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Social Media Kanäle.
Bei Absage wenden sich Kunden der Tourist-Information Rheinsberg bitte dorthin, alle anderen an das Ticketteam der Musikkultur Rheinsberg gGmbH.
Pandemie-Hinweise und Hygiene-Info: Bitte informieren Sie sich vor dem Veranstaltungsbesuch zum Hygienekonzept auf www.kammeroper-schloss-rheinsberg.de unter Besucherinfo/Tickets & Service).
Maria Keller an der Seite von Andreas Preißer, 1. Konzertmeister der Brandenburger Symphoniker. Foto: Uwe Hauth
Auf die erfolgreiche gestrige Premiere von Beethovens „Fidelio oder Die eheliche Liebe“, bei der neben der Schweizer Sopranistin Larissa Angelini in der Titelpartie auch der australische Tenor Brad Cooper (Florestan), der polnische Bass Bartosz Szulc (Rocco) sowie Florian Zanger (Bariton, Don Pizarro), Daniela Ruth Stoll (Sopran, Marzelline),Wagner Moreira (Tenor, Jaquino) und Helgi Reynisson (Bariton, Don Fernando) ihre Rollendebüts gegeben haben, ist bei der zweiten Vorstellung eine neue Besetzung auf der Bühne des Rheinsberger Kavalierhauses zu erleben:
An der Seite von Florestan Brad Cooper gibt Milena Knauß am morgigen Freitag ihr Rollendebüt als Leonore/Fidelio, Yinghao Liu singt den Kerkermeister Rocco, Evgeniya Selina seine Tochter Marzelline und Francisco Huerta den Pförtner Jaquino. Der grausame Gefängnis-Gouverneur ist Kyung-Jae Moon und Andreas Künkel der rettende Minister Don Fernando; Axel Paridon und Fjodors Sidkakovs singen erstmals ihre Soloparts als Gefangene. Am Sonnabend gibt der russische Tenor Anton Baibakov sein Debüt als Florestan an der Seite der Premieren-Leonore Larissa Angelini.
Am 11. und 12. August leitet die junge Dirigentin Maria Keller die Aufführungen am Pult der Brandenburger Symphoniker. Die an den Hochschulen in Köln und Düsseldorf ausgebildete Musikerin (Jahrgang 1997) wirkte bereits 2019 in Rheinsberg als musikalische Assistentin und Dirigentin an der Produktion von Flotows „Martha“ mit und assistierte bei der Einstudierung von „Fidelio“ Peter Gülke.
Preiskategorie I 35 EUR / Preiskategorie II 27 EUR
Bei Schlechtwetter haben Ticketinhaber*innen der Preiskategorie I einen Platz in der Ausweichspielstätte Schlosstheater. Ticketinhaber*innen der Preiskategorie II wird der Ticketpreis erstattet.
Wettertelefon ab 13 Uhr am Veranstaltungstag Telefon: 033931 / 721 14