Das Kaffeehus Kittendorf in Mirow hat mich gebeten, zwei Veranstaltungen anzukündigen: Am Montag, 30. September, gibt es ab 14 Uhr einen Plattdeutschen Nachmittag. In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre kommen Plattdeutschfreunde und die es werden wollen auf ihre Kosten. Der Eintritt ist frei, der Hut geht rum…
Am Freitag, 4. Oktober, um 18 Uhr, findet eine Autorenlesung mit Martin Nicklas statt. Der Neustrelitzer liest aus seinem zweiten Buch „Es kommt stets auf die Grautöne an!“ und aus seinem Kurzgeschichten-Fundus. Der Eintritt ist auch hier kostenlos, eine Hutspende ist erwünscht.
Henry Tesch (links) und Sylvio Krause mit der deutschen Teilnehmerin am Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine, Charlotte Sosa.
„In der Rückschau, da sind sich jetzt schon alle einig, ein gelungenes und wunderbares Festival vom ersten bis zum letzten Tag.“ Das ist das Resümee von Mirows Bürgermeister Henry Tesch zum XXI. Internationalen Festival der Künste, das am Wochenende zu Ende gegangen ist (Strelitzius berichtete). Er wird aber auch nicht müde, als Vorsitzender zusammen mit Axel Chudy vom Vorstand des veranstaltenden Vereins Residenzschloss Mirow e.V. einmal mehr darauf hinzuweisen, dass es enormer finanzieller Anstrengungen bedarf, um ein solches Festival mit einem solchen hochkarätigen eingebetteten Violinen-Wettbewerb weiterhin durchzuführen.
Prof Sylvio Krause als künstlerischer Leiter des Festivals unterstützt den Gedanken. „Wenn man sich die gezeigten Leistungen im diesjährigen Wettbewerb ansieht, die nicht nur die Jury überzeugten, sondern vor allem auch das zahlreich erschienene Publikum in den Wertungsrunden und im Galakonzert, so wäre es ein herber Verlust.“
„Wenn es alle wunderbar empfinden, und daran besteht kein Zweifel“, sagt Axel Chudy, „dann muss es jetzt gelingen, einen Plan für 2025 und die Folgejahre aufzustellen. Der Hintergrund ist natürlich wie überall, dass die Corona-Jahre und andere Krisen sich auswirken. Ermutigung ist andererseits, dass es die ersten Reaktionen von Besuchern bzw. Unternehmern gibt, die mit uns ins Gespräch kommen möchten.“
So ganz langsam neigt sich das Kultur- und Literaturjahr der Mirower Buchhändler Grit und Peter Schmitt dem Ende zu. „Aktuell haben wir noch drei Veranstaltungen“, haben mir meine Blogpartner eben mitgeteilt. Am kommenden Samstag, den 28. September, gibt es das „Traum-Konzert“ mit Torsten Harder in der Aula des Unteren Schlosses in Mirow. Das Konzert wird bei (elektrischem) Kerzenschein stattfinden – es wird also stimmungsvoll.
Am 4. Oktober freuen sich die Schmitts, dass es mit Sabine Böhne-Di Leo in diesem Jahr doch noch geklappt hat. Die dritte Veranstaltung ist „Brock’s Best“, ein kleines Konzert am 2. November mit Volkhard Brock.
Riesige Freude bei Reum Yeo: Es gratulieren Falko Herschel vom Lions Club als Sponsor, Henry Tesch und Festivalchef Prof. Sylvio Krause (von links).
Reum Yeo im Preisträgerkonzert
Das XXI. Internationale Festival der Künste Residenzschloss Mirow (Strelitzius berichtete) unter der bewährten künstlerischen Leitung von Prof. Sylvio Krause und damit auch der eingebettete Internationale Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine sind Vergangenheit. Mit einem umjubelten Galakonzert der Preisträger in der Remise am gestrigen Abend auf der Schlossinsel und anschließendem Sektempfang im 3 Königinnen Palais mit Übergabe des begehrten Publikumspreises hat der einwöchige Veranstaltungsreigen seinen Abschluss gefunden. Große Abräumerin im Wettbewerb war die Südkoreanerin Reum Yeo, die neben der Goldmedaille und 1000 Euro auch mehrere Sonderpreise für sich verbuchen konnte. „Ein absolutes Novum, in dem Umfang hat es das noch nicht gegeben“, so Bürgermeister Henry Tesch, Vorsitzender des veranstaltenden Residenzschloss Mirow e.V., gegenüber Strelitzius.
Der Publikumspreis ging an Yein Seo, ebenfalls Südkorea, die zuvor für ihren zweiten Platz im Wettbewerb 750 Euro eingespielt hatte. Den mit 500 Euro dotierten dritten Platz errang die Geigerin Sofya Salauyova (Belarus). Beide Künstlerinnen erhielten ebenfalls Sonderpreise. An dem Galakonzert, begleitet von Ivan Ruzhentsov am Klavier, waren auch Künstlerinnen und Künstler aus China, Taiwan, Polen und Deutschland beteiligt. Die Sonderpreise kamen von der Meisterwerkstatt für Geigenbau Klaus Ludwig Clement und der Saitenmanufaktur Pirastro.
Publikumspreis und Zweite im Wettbewerb: Yein Seo, umrahmt von Sylvio Krause und Henry Tesch.Die Weißrussin Sofya Salauyova freut sich über den dritten Rang.
Etliche Mirower nutzten den Tag der offenen Tür, um sich selbst ein Bild von der attraktiven neuen Adresse in ihrer Stadt zu machen.
Das Verkehrsunternehmen Unger GmbH hat mit einem Tag der offenen Tür heute seinen neuen Betriebshof am Ortseingang Mirow aus Richtung Wesenberg direkt an der B 198 offiziell eröffnet. Nach Abriss der Altsubstanz auf dem Gelände 2019, einst an der Bahnstrecke von Neustrelitz nach Mirow Holzplatz, zuletzt brach liegend, hatten 2021 die Bauarbeiten begonnen. Es entstanden eine Bushalle, die zwölf Fahrzeuge fasst, und ein benachbartes Verwaltungsgebäude Das Projekt ist mit LEADER-Mitteln gefördert worden. Sieben Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Auf dem Gelände des Verkehrshofes können auch Urlaubsreisen gebucht werden.
Die Unger GmbH ist ganzjähriger Ansprechpartner für den Bereich Mirow, Rechlin und Röbel im Hinblick auf Linienverkehr, aber auch Kur-, Schiffs- und Busreisen. Sie gehört seit 2017, als sich die Familie in den Ruhestand begab, zum Firmenverbund Becker-Strelitz-Reisen Neustrelitz und GFB Reisen Neubrandenburg, in dem auch Marken in Goldenstädt bei Schwerin, Bergen auf Rügen, Ludwigslust und Hagenow vertreten sind. „Die ohnehin etablierte Unger GmbH hat sich mit dem neuen Verkehrshof gut positioniert“, schätzte Robert Leu, Geschäftsführer des Verbundes, vor den zahlreich zur Eröffnung in Mirow erschienenen Gästen ein. „Mit der Entscheidung für diesen Standort fördert Unger die Regionalität und leistet einen wichtigen Impuls für die Infrastruktur in Mirow.“ Es gebe allen Grund zum Optimismus, denn der Firmenverbund verfüge über eine beeindruckende Flotte moderner Fahrzeuge für den Personentransport, die mit den neuesten Technologien ausgestattet sein, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.
Schritt für Schritt, auch wenn es dauert
Mirows Bürgermeister Henry Tesch freute sich über die „schön aufgeräumte Situation“ am Ortseingang, verbunden mit der Investition in der Stadt, die in die Region ausstrahle. „Hier wird Verantwortung übernommen“, bescheinigte er dem Unternehmen. „Das Engagement passt gut in unser Stadtentwicklungskonzept, wir haben schnell die Genehmigung erteilt. Heute ist für uns ein schöner Tag.“ Und wenn einer in einer kleinen Stadt so einen Weg gehe, dann schaue auch der Nächste und komme vielleicht zu dem Schluss, dass es sich lohne. So wird die Kaufhauskette Stolz direkt neben dem Verkehrshof bauen (Strelitzius berichtete). „Schritt für Schritt, auch wenn es manchmal ein bisschen dauert“, blickte der Bürgermeister voraus.
Bei einem Treffen von Vertretern der Stadt Dargun und Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Schwerin diesen Dienstag wurde deutlich, dass ein Baustart für die Ortsumgehung (OU) erst erfolgen kann, wenn die notwendigen Mittel in den Bundeshaushalt eingestellt worden sind. Nun sei der Verfahrensstand aber so, dass der derzeitige Entwurf des Bundeshaushalts 2025, die erste Lesung hat stattgefunden, unter „Verkehrswegeinvestitionen“ die OU Dargun (Strelitzius berichtete) gar nicht berücksichtigt, wie mir verärgerte Bürger angesichts einer aus ihrer Sicht „nicht sonderlich transparenten Informationspolitik“ der Behörde schreiben.
Daher sei Stand heute davon auszugehen, dass die Mittel aus Berlin im Haushalt 2025 nicht berücksichtigt werden. Damit sei ein Baustart nun nicht mehr absehbar. Ob dann im nächsten Jahr die Maßnahme in den Bundeshaushalt 2026 eingestellt wird, bleibe abzuwarten, erscheine aber vor dem Hintergrund der jetzigen Nichtberücksichtigung als unwahrscheinlich, heißt es in dem Schreiben an Strelitzius. „In diesem Falle wäre das Projekt gescheitert und alle Vorarbeiten hinfällig.“
Die Absender fassen zusammen: „Würde die Maßnahme entgegen den oben getroffenen Annahmen nun nächstes Jahr also für den Haushalt 2026 eingestellt werden, dann könnte laut PG Großprojekte Landesamt für Straßenbau Schwerin die europaweite Ausschreibung (die 9 Monate dauert) Ende ’25/Anfang ’26 gestartet werden und ein frühestmöglicher Baustart wäre folglich der Herbst ’26. Dies wie gesagt nur unter dem nunmehr unwahrscheinlichen Szenario, dass die OU Dargun in den Haushalt eingestellt werden wird.“
Für die Darguner scheint „der Zug im Grunde abgefahren“. Das haben sie auch ihrem Bundestagsabgeordneten Johannes Arlt mitgeteilt. Und weil die Darguner schon mal beim Nachschauen waren, haben sie den Etatentwurf auch noch nach der Ortsumgehung Mirow abgesucht. Die auch nicht auftaucht. Wonach für dieses Großprojekt die selbe beschriebene Situation gelte. Stellungnahmen der Zuständigen gern.
Auf der Mirower Schlossinsel ist am Sonntag das XXI. Internationale Festival der Künste eröffnet worden. Damit einher gehen der Internationale Wettbewerb für Violine und ein Meisterkurs für Violine. 16 hochkarätige junge Musiker aus sieben Nationen sind angereist und wetteifern freundschaftlich gemeinsam um die beliebten Preise.
Heute Abend präsentieren die Meisterkursteilnehmer um 19.30 Uhr in der Remise im Konzert Ihr Können! Das heiß begehrte Preisträgerkonzert erklingt am Sonnabend um 19 Uhr in der Remise mit anschließenden Sektempfang im 3 Königinnen Palais. Morgen wird ab 19.30 Uhr gerockt beim beliebten Jazzkonzert mit Andreas Pasternack. Große Klavierwerke von Bach, Brahms, Liszt und Chopin erklingen am Donnerstag um 19.30 Uhr in der Remise. Lassen Sie sich verzaubern von Philipp Thönes in diesem ganz besonderen Konzert der Extraklasse.
Karten gibt es beim Schlossverein Mirow unter der Telefonnummer 039833 20954 und im 3 Königinnen Palais.
Henry Tesch (rechts) und Kämmerer Andreas Franz bei Absprachen mit der „Alten Feuerwehr“ im Hintergrund. Das Gebäude, hier die Rückseite ins Grüne, hat mittlerweile unter anderem Fenster und ein neues Dach erhalten.
Die äußerlich bereits verwandelte „Alte Feuerwehr“ in der Mirower Rotdornstraße wird Bürgerbegegnungszentrum (BBZ) und nimmt die nächste Hürde. „Die Stadt Mirow wird mit der Modernisierung der Räumlichkeiten u.a. durch den Einbau einer Heizungsanlage und den Umbau der Elektrotechnik eine ganzjährige Nutzung des ehemaligen Feuerwehrgebäudekomplexes und damit die Erhaltung und Wiederbelebung der Ortsmitte auf dem historischen Areal des Unteren Schlosses in Mirow für die Einwohnerinnen und Einwohner weiter voranbringen“, sagt Bürgermeister Henry Tesch. „Es ist uns gelungen, dafür eine Förderung von 300.000 Euro zu bekommen, kofinanziert von der europäischen Union sowie aus Mitteln in Zuständigkeit des Landes“, freut sich Henry Tesch. „Es war ein langer und arbeitsreicher Weg bis hierher. „Insofern ein Dankeschön an alle Unterstützer!“
Die „Alte Feuerwehr“ soll mit einer nachhaltigen Modernisierung und mit einer multifunktionalen Nutzung ein bekanntes sichtbares und neu erlebbares Wahrzeichen der Stadt werden. Die vorhandenen Räumlichkeiten im Bereich des Schlauchturmes und des ehemaligen Gerätehauses werden zu Funktionsräumen wie Lager und Küche umgebaut. Der Großraum erhält einen neuen Fußboden inclusive Heizung. Die Elektroanlage und Teile der Baukonstruktion werden aufgearbeitet bzw. erneuert. Die Heizungsanlage wird auf eine effektive Wärmepumpenheizung umgestellt. Die Beleuchtung erhält LED-Technik, um auch bei diesem Vorhaben zur CO2-Reduzierung beizutragen.