„Der erste letzte Tag“: Fabian Ranglack, Alexandra-Magdalena Heinrich, David Alonso, Antonia Schwingel (von links). Fotos: Udo Krause
Sebastian Fitzek steht für nervenzerreißende Thriller und spektakuläre Bestseller-Erfolge. Doch mit seinem Roman „Der erste letzte Tag“ wagte der deutsche Star-Autor einen mutigen Schritt weg vom klassischen Thriller-Genre – und begeisterte trotzdem hunderttausende Leser. Am Sonntag, den 4. Mai, um 16 Uhr, zeigen die Uckermärkischen Bühnen Schwedt im Schlosstheater Rheinsberg die erfolgreiche Bühnenadaption dieses außergewöhnlichen Romans, die mit viel Humor und emotionalem Tiefgang die Qualitäten des literarischen Originals einfängt.
Nächste Premiere im Schauspielhaus Neubrandenburg ist am 4. April die Komödie „How to Date a Feminist“ von Samantha Ellis. Es wird turbulent, denn zwei Schauspieler spielen im Rollenwechsel alle sechs Figuren.
Auf einer Kostümparty trifft Wonder Woman auf Robin Hood und Liebe schwebt im Raum. So einfach ist das! – Eben nicht. Denn Steve ist im Friedensprotestcamp bei seiner Mutter aufgewachsen, während Kate eigentlich auf Machos steht, die ihr das Herz brechen – vermutlich aufgrund kindlicher Prägung durch den Vater. Doch Gegensätze ziehen sich bekannterweise an und nach anfänglichen Schwierigkeiten der Annäherung läuten die Hochzeitsglocken! Und die romantische Komödie, die mit gängigen Geschlechterklischees gehörig aufräumt – nicht zuletzt deswegen, weil– geht in die zweite Runde.
Alexandra-Magdalena Heinrich in der Rolle der Angela.Foto: Udo Krause
Mitten im Leben – und plötzlich allein: Angelas Ehemann hat eine Jüngere! Doch anstatt in Selbstmitleid zu versinken, navigiert Angela mit Witz und Charme durch die Herausforderungen des unerwarteten Alleinseins. Von skurrilen Dates über gut gemeinte Ratschläge bis hin zur unvermeidlichen Erkenntnis, dass das Leben auch nach einer Scheidung überraschende Wendungen bereithält. „Meine tolle Scheidung“ ist eine humorvolle Schauspielkomödie von Neuanfängen, Selbstfindung und der Suche nach dem verlorenen Glück.
Am Samstag, den 1. März, präsentieren die Uckermärkischen Bühnen Schwedt in Zusammenarbeit mit der Musikkultur Rheinsberg dieses ebenso charmante wie nachdenkliche Theaterstück im Schlosstheater Rheinsberg. In der gefeierten Inszenierung von Regisseurin Anke Salzmann brilliert Alexandra-Magdalena Heinrich in der Rolle der scharfzüngigen, immer mehr lebensklugen Angela. Los geht es um 17 Uhr.
Die Uraufführung von „Das Geheimnis der Fünf“ fand am 4. Oktober 2024 an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt statt. Fotos: (c) Udo Krause
Der Streit ums Erbe ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Beim Geld hört in den besten Familien der Spaß auf! So auch in Sandra Zabelts neuester Kriminalkomödie „Das Geheimnis der Fünf“, welche die Autorin gemeinsam mit Regisseur Tilo Esche an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt kürzlich zur Uraufführung gebracht hat. Das turbulente Erbschaftslustspiel findet nun seinen Weg nach Rheinsberg, wo es am Samstag, 19. Oktober, ab 17 Uhr, auf der Bühne des Schlosstheaters zu erleben ist. Das Publikum erwartet ein kurzweiliger Komödienkrimi voller Irrungen und Wirrungen, bei dem das Lachen auch mal im Halse steckenbleibt.
Nach der Testamentseröffnung des auf mysteriöse Weise verstorbenen Mr. Marston sind die Angehörigen ratlos: Alle sind davon ausgegangen, dass das Erbe zu angemessenen Teilen zwischen seiner Schwester Edna, seinem Neffen Philip und seiner Ziehtochter Emily aufgeteilt wird. Doch nun soll der Löwenanteil des nicht unbeträchtlichen Vermögens Emily zufallen. Miss Edna wird ihr Auskommen haben und hat außerdem lebenslanges Wohnrecht im Herrenhaus, doch Philip soll leer ausgehen. Und auch wenn er Emily ohnehin heiraten will, jetzt wo sein Onkel ihm diesbezüglich keine Steine mehr in den Weg legen kann, geschehen seltsame Dinge im Herrenhaus. So hat Inspektor Blake von Scotland Yard alle Hände voll zu tun.
Self-Made Unternehmer Micha (Charly Hübner) hat Großes vor. Fotos: ARD Degeto, MDR, Florida Film, Pandora Film, Thomas Leidig
Seit August ist das Team der Komödie „Micha denkt groß“ auf Deutschlandtour (Strelitzius berichtete). Nächster Halt: das Rheinsberger Schlosstheater! Am Mittwoch, 16. Oktober, um 19 Uhr präsentiert Regisseur Lars Jessen sein neuestes Werk im Ruppiner Land und lädt im Anschluss an die Vorführung zu einer kurzweiligen Podiumsdiskussion. „Micha denkt groß“ ist ein herrlich komisches und doch tiefgehendes Stück über große Träume, ambitionierte Geschäftsideen und die Rückkehr in die alte Heimat.
Der gefeierte deutsche Schauspielstar Charly Hübner spielt die Figur des Micha: Einen großspurigen Wahl-Berliner, der durch Handyspiele zu viel Geld gekommen ist, und der nun in seine Heimat zurückkehrt, eine kleine Gemeinde in Sachsen-Anhalt. Dort will er das ehemalige Hotel seiner Eltern zu einer Wellnessoase für Reiche ausbauen. Zumindest Physiotherapeutin Tina (Jördis Triebel), der er den Spa-Bereich verspricht, hat er damit schnell auf seiner Seite. Doch noch bevor es richtig losgehen kann, kommt es zu Verwerfungen: Denn Tinas Bruder, der Ökobauer Jonas (Ulrich Brandhoff), stellt fest, dass es kein Wasser mehr gibt. Auch Landwirt Hermann (Peter Kurth) hat unter der Situation zu leiden. Und so wollen Micha und der staatskeptische Verschwörungstheoretiker Bernd (Jan Georg Schütte) die Sache selbst in die Hand nehmen und einen Brunnen bauen…
Lisa Scheibner (links) und Anika Kleinke. Fotos: Franziska Strauss
Alle Welt redet oder schreibt von Nachhaltigkeit, ich tue es auch. Während ich diese Zeilen verfasse, zeigen meine Mundwinkel schon wieder nach oben. Dabei ist es bereits fast 48 Stunden her, dass wir im Landestheater Neustrelitz die Aufführung der Komödie „Alle meine Männer“ von Ray Cooney aus dem Jahr 1982, neu bearbeitet von Michael Barfoot Anfang der 2020er Jahre, gefeiert haben. Wenn das nicht nachhaltig ist! Minutenlanger Applaus und Hochrufe am Freitagabend für das Schauspielensemble, dass sein Publikum zuvor an den Rand der Atemnot gebracht hatte.
Neubrandenburger und Neustrelitzer dürften ja mit ähnlichem Humor ausgestattet sein. Insofern ist von einer weisen Entscheidung auszugehen, dass das von keiner Geringeren als Johanna Schall inszenierte Stück in deutschsprachiger Erstaufführung nach dem Erfolg in der Vier-Tore-Stadt in der vergangenen Spielzeit nun auch in der Residenzstadt gezeigt wird. Von der weltweiten Furore ganz zu schweigen. Meine unbedingte Empfehlung!
Was Anika Kleinke als Taxifahrerin Jackie Smith, ihre beiden Ehemänner Konstantin Marsch als Mark und Robert Will als Barry sowie Lisa Scheibner als Nachbarin Stella da auf die Bühne bringen, ist der Wahnsinn schlechthin. Ganz tiefe Verbeugung vor dem Quartett, das den Zuschauern auch nicht die kleinste Erholungspause gönnt, sondern mit unglaublichem Tempo für einen Gag nach dem anderen sorgt. Schauspielkunst vom Allerfeinsten. Florian Rast als Polizeiinspektor Porterhouse und Kit Kanke als Polizeiinspektorin Troughton machen das schier grenzenlose Vergnügen komplett.
Die in Mirow beheimatete Kellerbühne FreiGespielt wird in ihrer neuen Komödie „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ von Winnie Abel den Bahnhof Düsterförde noch einmal beleben. Zumindest auf der Bühne. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Bei den Proben im Mirower Familienzentrum kam die Frage auf, ob denn die Bahn überhaupt noch in Düsterförde anhält. Die einen sagten so, die anderen so. Roland Tuma hat sich für seine Schauspielkollegen in die Spur begeben und ist auf interessante Hinweise am stillgelegten Bahnhof gestoßen.
Dann wäre noch eine häufig gestellte Frage zu beantworten. Wann sind die FreiGespielten endlich wieder für ihre Fans zu erleben? Das Stück „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ soll im Frühsommer kommenden Jahres seine Premiere erleben. Bevorzugt natürlich im Alten Feuerwehrgebäude in der Rotdornstraße, das die Mimen als Spielstätte in bester Erinnerung haben, und ihr Publikum sicherlich auch. Ob es zur Rückkehr an die Wasserkante kommt, hängt vom Sanierungsfortschritt vor Ort ab.
Nach dem bahnbrechenden Erfolg im vergangenen Sommer ist die Kultinszenierung „Stolz und Vorurteil **oder so“ (Strelitzius berichtete) vom 23. August bis zum 21. September zurück auf dem Neustrelitzer Theatervorplatz. Ein rasantes Spektakel für fünf Schauspielerinnen in unzähligen Rollen. Schräg, witzig und hochmusikalisch mit den Hits der 80er!
Mrs. Bennet hat alle Hände voll zu tun, ihre fünf Töchter unter die Haube zu bringen, egal wie sehr sich der störrische Nachwuchs auch weigert. Doch dann kommen Mr. Bingley und sein Freund Mr. Darcy in die Stadt – charmant, reich, gutaussehend – und vor allem: ledig… Die englische Autorin Isobel McArthur erzählt Jane Austens Liebesromanze durch einen Clou: Sie lässt die fünf Dienstmädchen des Hauses alle Figuren spielen! Eine Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
TERMINE
Fr 23.08., 19:30 Uhr Sa 24.08., 19:30 Uhr So 25.08., 16:00 Uhr Do 29.08., 19:30 Uhr Fr 30.08., 19:30 Uhr Sa 31.08., 19:30 Uhr
So 01.09., 16:00 Uhr Fr 06.09., 19:30 Uhr Sa 07.09., 19:30 Uhr So 08.09., 16:00 Uhr Fr 20.09., 19:30 Uhr Sa 21.09., 19:30 Uhr