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Alle meine Männer, Komödie, Landestheater, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schauspiel

Alle Welt redet oder schreibt von Nachhaltigkeit, ich tue es auch. Während ich diese Zeilen verfasse, zeigen meine Mundwinkel schon wieder nach oben. Dabei ist es bereits fast 48 Stunden her, dass wir im Landestheater Neustrelitz die Aufführung der Komödie „Alle meine Männer“ von Ray Cooney aus dem Jahr 1982, neu bearbeitet von Michael Barfoot Anfang der 2020er Jahre, gefeiert haben. Wenn das nicht nachhaltig ist! Minutenlanger Applaus und Hochrufe am Freitagabend für das Schauspielensemble, dass sein Publikum zuvor an den Rand der Atemnot gebracht hatte.
Neubrandenburger und Neustrelitzer dürften ja mit ähnlichem Humor ausgestattet sein. Insofern ist von einer weisen Entscheidung auszugehen, dass das von keiner Geringeren als Johanna Schall inszenierte Stück in deutschsprachiger Erstaufführung nach dem Erfolg in der Vier-Tore-Stadt in der vergangenen Spielzeit nun auch in der Residenzstadt gezeigt wird. Von der weltweiten Furore ganz zu schweigen. Meine unbedingte Empfehlung!
Was Anika Kleinke als Taxifahrerin Jackie Smith, ihre beiden Ehemänner Konstantin Marsch als Mark und Robert Will als Barry sowie Lisa Scheibner als Nachbarin Stella da auf die Bühne bringen, ist der Wahnsinn schlechthin. Ganz tiefe Verbeugung vor dem Quartett, das den Zuschauern auch nicht die kleinste Erholungspause gönnt, sondern mit unglaublichem Tempo für einen Gag nach dem anderen sorgt. Schauspielkunst vom Allerfeinsten. Florian Rast als Polizeiinspektor Porterhouse und Kit Kanke als Polizeiinspektorin Troughton machen das schier grenzenlose Vergnügen komplett.
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